So gelingt gute Bäckerei!

Wer kennt es nicht? Spritzgebäck zerläuft, Lebkuchen wird hart und Eiklar, das nach dem Backen zusammenfällt. Wir teilen 5 Küchengeheimnisse, wie Weihnachtsbäckerei gelingt!

Keksteig mit Eier und Ausstechformen

Gute, schöne und vor allem leckere Weihnachtsbäckerei ist eine Kunst!

Werden die Tage kürzer und die Temperaturen kühler, steigt die Lust zu backen. Himmlische Kekskreationen lachen aus so manchem Magazin. Hier ein wohlgeformtes Spritzgebäck, da ein saftiger Lebkuchen – ach, wenn es nur so einfach wäre!

Da fällt der Eischnee nach dem Backen zusammen, hier zerläuft das Spritzgebäck und dort ist der Lebkuchen zu hart. Keine Sorge, wir kennen das und auch die Lösung.

Wir verraten Ihnen 5 Küchengeheimnisse für leckere, regionale und schöne Weihnachtsbäckerei.

Warum zerläuft Spritzgebäck?

Wohlgeformtes Spritzgebäck stellt viele von uns vor eine Herausforderung. Blech, Rohr oder auch die Butter können fürs Zerlaufen verantwortlich sein. Wir empfehlen daher:

  • Blech vor dem Aufspritzen kaltstellen.
  • Backrohr gut vorheizen – zumeist auf 180°C
  • Butter auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen.
  • Beim Abrühren Zeit lassen: Butter mit Zucker für 10 Minuten auf hoher Stufe rühren, Eier zugeben und erneut für 10 Minuten rühren, Mehl zugeben und erneut rühren.
Hände die ein Ei aufschlagen

Rohrzucker oder Rübenzucker – Was ist der Unterschied?

Der Unterschied liegt in der Pflanze, aus der das süße Gut gewonnen wird: Rübenzucker ist regional aus Österreich erhältlich. Er wird aus Zuckerrüben gewonnen.

Rohrzucker gewinnt man aus Zuckerrohr, er stammt zumeist von Übersee. Die größte Anbaufläche findet man in Brasilien.

Bei Weihnachtsbäckerei kann man auf weittransportierten Rohrzucker getrost verzichten. Österreichischer Rübenzucker und Honig eigenen sich fürs Backen bestens!

Warum fällt Eischnee nach dem Backen zusammen?

Temperatur, Schüsselform, Grobheit des Zuckers sowie die Zuckerzugabe können Gründe fürs Zusammenfallen der Eischnee-Bäckerei sein. 

  • Das Wichtigste vorweg: Eiklar fein säuberlich vom Eigelb trennen! Bereits ein wenig Eigelb kann das Aufschlagen verhindern.
  • Eiklar auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen, nicht direkt aus dem Kühlschrank verwenden
  • Fürs Schneeschlagen eine hohe, tiefe Schüssel statt einer breiten, niedrigen verwenden. Wichtig: Sauber muss sie sein!
  • mit Staubzucker (gesiebt) oder Feinkristallzucker süßen
  • Richtwerg: 80 g Zucker pro Eiklar (Eier Größe M)
  • Empfohlener Vorgang: Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen, Zucker anschließend löffelweise unter weiterem Schlagen zugeben.
Kochbuch, Waage, Eier und Butter zieren den Tisch.

Butter oder Margarine – Was verwendet man für Weihnachtsbäckerei?

Butter und Margarine sind Fette – und dabei grundverschieden.

Butter wird aus dem Fett der Milch gewonnen. Sie besteht aus 100% Natur, da Rahm (das Fett der Milch) für die Herstellung ausschließlich "geschlagen" wird.

Margarine besteht aus Ölen, Fetten und Trinkwasser. Üblicherweise wird sie eingefärbt und mit Vitaminen angereichert. Salze, Aromen, verschiedene Süßungsmittel und Konservierungsstoffe findet man in ihr. Pflanzliche Öle werden für die Herstellung von Margarine gehärtet, dabei bilden sich die ungesunden Transfettsäuren.

Weiters unterscheiden sich die Fette im Geschmack - wenig erkennbar in Kuchen und Mehlspeisen, mehr bei feinem Gebäck wie Kekse und Spritzgebäck.

Wahre Kenner setzen bei Weihnachtsbäckerei auf Butter.

Warum wird mein Lebkuchen hart?

Das honigreiche Roggen-Gebäck ist leider dafür bekannt, nach wenigen Stunden hart zu werden. Dabei gibt es Tipps und Tricks das zu vermeiden:

  • Den Teig mit ein bis drei Esslöffel Apfelmus anreichern (je nach Teigmenge anpassen).
  • Lebkuchen bei höherer Temperatur, dafür aber kürzer backen
    – unsere Empfehlung: 3,5 Minuten bei 220°C backen
  • Weich aus dem Ofen, weich in der Keksdose!
    Lebkuchen sollte weich sein, wenn er aus dem Ofen kommt. Nur so hat er die Chance auch weich zu bleiben. 
  • Rezept gefällig? "So schmeckt Niederösterreich"-Lebkuchen Rezept