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Kochen & backen mit Honig - Basiswissen & Tipps!

Honig ist ein beliebtes Haushalts- und Heilmittel. Er versüßt Marinaden, vereinfert Gebäck und hilft bei Husten. Wir verraten Ihnen, wie kochen und backen mit Honig gelingt!

Honig im Glas

Honig ist eines der natürlichsten und ältesten Süßungsmittel weltweit. Gewonnen von fleißigen Bienen versüßt er mit angenehmem Geschmackston Marinaden, Speisen und Getränke.

Hier lesen Sie mehr zu:

1. Honig in der Küche - Grundkenntnisse & Tipps

2. Honig, Propolis und Co.

3. Das Honigteam: Biene & Imkerei

Honig in der Küche - Grundkenntnisse & Tipps

Wer gerne mehr Honig in der Küche verwenden möchte, sollte folgendes beachten:

  • Honig statt Zucker - geht das?

Honig gilt als gesunde Alternative zu Zucker und Co. In Rezepten Kristallzucker durch Honig 1:1 zu ersetzen, funktioniert so einfach aber nicht. Wer ganz auf Zucker verzichten möchte, sollte bei Honig 1/4 weniger Süßstoffmenge einplanen. Die Flüssigkeit kann außerdem um 1 bis 2 EL verringert werden.

  • Je geringer die Temperatur, desto besser.

Honig wird nicht nur für den herrlichen Nebengeschmack verwendet, sondern vor allem aufgrund der hochwertigen Inhaltsstoffe. Vitamine, Enzyme etc. sind temperaturempfindlich, sie gehen ab einer Temperatur von ca. 40 Grad verloren. 

Wenn es die Rezeptur beim Kochen erlaubt, geben Sie Honig erst zum Ende der Garzeit dazu. Das Gleiche gilt für Heißgetränke: Der Honig kommt zum Schluss.

  • Honig für Marianden verwenden

Das natürliche Süßungsmittel passt zu gegrilltem oder gebratenem Fleisch wie Schweinsbraten oder Rippchen. Senf, Honig, Pfeffer und eine Prise Salz – fertig ist die Marinade fürs Grillfleisch!

Die Kombination mit Apfelessig und Sonnenblumenöl verleiht Honig Salatdressings ein tolles Aroma.

Flüssig- und Cremehonig in einem Regal
  • Brot, Lebkuchen und Co. mit Honig backen

Bei Brot und Gebäck sorgt Honig für einen leicht süßlichen und köstlichen Nebengeschmack. Zu beachten ist, dass Gebäck mit Honig schneller braun wird.

Kekse wie Lebkuchen sind mit Honig direkt aus dem Ofen oft hart. Honig zieht Feuchtigkeit an, Luftfeuchtigkeit macht sie also später wieder weich. Hier hilft also die bekannte „Apfelhälfte“ in der Keksdose & ein Mischverhältnis von ½ Zucker & ¼ Honig.

Für Butterkekse und Spritzgebäck, das mürbe bleiben soll, verwenden Sie im Teig besser Rübenzucker. Honig eignet sich hier fürs Verfeinern, wie etwa fürs Betupfen im warmen Zustand.

  • Kristallisierter Honig – ist der verdorben?

Das Naturprodukt der Bienen kann flüssig sein oder kristallisieren. Wird der Honig im Glas fest, so ist das kein Grund zu ärgern, ganz im Gegenteil: Die Kristallbildung zeigt, dass es sich beim Produkt um hochqualitativen, unverfälschten Honig handelt. 

Im Wasserbad kann der Honig wieder verflüssigt werden. Fürs Backen eignet sich aber grundsätzlich kristallisierter Honig besser!

Honig, Propolis und Co.

Wir alle wissen, wie Honig aussieht. Gegebenenfalls kennen wir auch noch Propolis – aber woraus besteht es und wie wird es von den Bienen erzeugt? Dem gehen wir nun auf die Schliche!

1. Honig

Die Quelle für echten Blütenhonig ist Nektar, ein zuckerhaltiger Saft, den Blütenpflanzen abscheiden. Waldhonig entsteht hauptsächlich aus Ausscheidungen der Blattläuse.

Die Sammelbiene sammelt die Honigquellen ein und transportiert diese als „Honigblase“ auf Ihren Hinterbeinen zum Stock. Dort wartet die Stockbiene, die den unreifen Honig abnimmt, einlagert und für die Honigreife sorgt.

Beim Einlagerungsprozess wird der Nektar mit Säuren, Enzyme und sonstige Eiweißverbindungen angereichert. Außerdem bilden sich „Inhibine“, Stoffe, die das Wachstum von Hefen und Bakterien hemmen.

Honig besteht aus natürlichem Zucker (Fructose und Glucose) und Wasser (15-21%). Konservierungsmittel sind aufgrund des hohen Zuckergehalts nicht notwendig. Der einmaligen, natürlichen Zusammensetzung sagt man eine „reinigende“, entzündungshemmende Wirkung nach.

Das Honigsortiment kurz erklärt!

  • Honig
    Frischer Honig ist bei Zimmertemperatur in der Regel zähflüssig mit gelb-golderner bis gelb-brauner Farbe. 
  • Cremehonig
    Honig, der lange und wiederholt gerührt wird, wird cremig. Der Prozess erfolgt ohne Zusatz von Zutaten. Lufteinschlüsse sorgen für hellere Farbe und cremigere Konsistenz. 
  • Kristallisierter Honig
    Nach einiger Stehzeit (ca. 1 Jahr) kristallisieren die meisten Sorten Naturhonige. Das ist ein Zeichen höchster Qualität. 
    Günstige "Honig-Nachstellungen" werden mit Zuckermasse versetzt, damit das Kristalisieren verhindert wird. Achten Sie beim Kauf daher auf die Zustatzstoffe. Guter Honig braucht KEINE Zusatzstoffe!
Bienen, die sich rund um den Bienenstock sammeln

2. Propolis

Bienenharz, Stopfwachs und Bienenleim sind andere Begriffe für das bekannte "Propolis". Doch was steckt  dahinter? Es handelt sich um eine harzartige Masse, die von den Bienen hergestellt wird. Sie dient zur Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzsporen im Bienenstock.

In der Naturheilkunde ist es für diese Wirkung beliebt!

3. Met

Met – auch bekannt als Honigwein – ist Honig, der mit Zusatz von Wasser und/oder Früchten und Fruchtsäften zum Gären gebracht wird, früher spontan, heutzutage gezielt. Mit bis zu 20 Vol.-% ist er im Winter kalt & heiß beliebt.

Das Honigteam: Biene & Imkerei

5.500 ImkerInnen versorgen uns in Niederösterreich mit Honig. Häufig in Kooperation mit Bäuerinnen und Bauern geben sie rund 33.000 Bienenvölkern in Niederösterreich Heimat. 

Bienen sind wichtig für die Bestäubung von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. 80 % aller Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. 

Hier können Sie Honig regional, direkt von der Imkerei kaufen:

NÖ Mitte

Waldviertel

Weinviertel

Industrieviertel

Mostviertel