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Weniger wegwerfen dank Restlküche

Viele Lebensmittel landen im Müll. Die schnelle Restlküche hilft, Reste zu verwerten und beim Kochen Zeit und Geld zu sparen.

In Österreich werden jedes Jahr 157.000 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Wert von über 1 Milliarde Euro weggeworfen. Pro Haushalt und Jahr fallen rund 90 kg vermeidbarer Lebensmittelabfall im Restmüll an. Das entspricht pro Familie ca. 300 Euro, die entsorgt werden.

Am häufigsten landen Brot und Backwaren in der Mülltonne, gefolgt von Obst und Gemüse, Milchprodukten und Eiern. Essbares wegzuwerfen bedeutet, wertvolle Ressourcen zu verschwenden, die bei der Produktion der Lebensmittel verbraucht werden. Dazu zählen beispielsweise Wasser und Energie. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen und Geld zu sparen.

5 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

  • Kontrollieren Sie vor dem Einkauf den Kühlschrank bzw. Vorratsschrank und schreiben Sie eine Einkaufsliste.
  • Kaufen Sie keine Großpackungen im Sonderangebot. Setzen Sie auf qualitativ hochwertige Lebensmittel aus Österreich. Das unterstützt die heimische Landwirtschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
  • Lebensmittel richtig zu lagern schützt sie vor vorzeitigem Verderb. Überprüfen Sie regelmäßig Speisekammer bzw. Vorratsschrank und achten Sie im Kühlschrank auf die verschiedenen Temperaturzonen.
  • Beschriften Sie Lebensmittel vor dem Einfrieren mit Datum, Inhalt und Portionsgröße. Erstellen Sie zusätzlich eine Liste des Gefrierguts. Das verschafft Ihnen einen Überblick.

Oft länger gut-Tipp: Ein Lebensmittel mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht unbedingt verdorben. Benutzen Sie Ihre Sinne - schauen, riechen, probieren - um festzustellen, ob das Produkt noch genießbar ist. 

Schnelle Restlküche

Wenn etwas übrig bleibt, muss es nicht entsorgt werden. Beim Verkochen von Resten ist Ihre Kreativität gefragt. 

  • Schinken- oder Wurstfleckerl sind klassische Gerichte aus Wurstresten. 
  • Käse-, Wurst- und Gemüserestln verwenden Sie am besten für Aufläufe, würzige Nudelsaucen, als Belag für selbstgemachte Pizza, Wurstsalate oder Gröstl.
  • Bunt belegte Brote mit Käse überbacken sind schnell gemacht.
  • Altbackene Semmeln und Brot eignen sich für Brotwürfel in der Suppe oder Brösel.
  • Die Marinade von eingelegtem Gemüse eignet sich gut als Salatdressing.

Koch-Tipp: Altbackene Semmeln schmecken gut als schnellgemachte Süßspeise: Würfeln, mit Ei und Milch versprudeln, in Butter anbraten, fertig! 

Aktiv gegen das Wegwerfen

Zahlreiche Organisationen sagen der Lebensmittelvergeudung den Kampf an. Sie bilden eine Brücke zwischen der Überfluss- und Bedarfsgesellschaft. Ihr Engagement erspart der Wirtschaft Kosten, es schont die Umwelt, unterstützt karitative Einrichtungen und hilft, Armut zu bekämpfen.

  • Nach dem Motto "Rette Essen und bekämpfe die Verschwendung" arbeitet "Too good to go". Auf deutsch: zu gut, um weggeworfen zu werden, ist eine Handy-App, die Angebot und Nachfrage zusammenbringt. Gasthäuser, Supermärkte, Bäckereien verkaufen ihre Ware, die kurz vor dem Verderben ist, zu einem günstigeren Preis. www.toogoodtogo.at 
  • Das Motto der soogut-Märkte lautet "Verteilen statt vernichten". Er stellt Menschen mit geringem Einkommen, Studierende, SchülerInnen sowie Personen, die sich in finanziellen Notlagen befinden, den SAM NÖ-Einkaufspass zur Verfügung. Mit dem Pass können Bedürftige im Sozialmarkt drei Mal pro Woche um max. 10 Euro einkaufen. www.soogut.at
  • Nach dem Konzept "Teilen statt Wegwerfen" ermöglicht die Onlineplattform myfoodsharing.at Privathaushalten einen nachhaltigen und intelligenten Umgang mit Lebensmitteln. Privatpersonen stellen Lebensmittel, die sie übrig haben oder nicht selbst konsumieren, in Form eines elektronischen Warenkorbs kostenlos ins Netz. Interessierte holen sich die Lebensmittel direkt beim Anbieter ab. www.myfoodsharing.at

Rezepte für Reste

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