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Selbstcheck: Sind Sie Verschwender oder Verwender?

Ein Bekenntnis für Klimaschutz ist bei jedem Einkauf möglich. Achten Sie auf Herkunft und einen bewusster Umgang mit Lebensmittel. Hier finden Sie den Selbstcheck & wie Sie Lebensmittel im Müll vermeiden!

Essbare Lebensmittel im Müll - pure Ressourcenverschwendung
Findet man bei Ihnen essbare Lebensmittel im Müll?

Ein paar hundert Euro haben oder nicht haben ist viel um. Von runzligen Paradeisern, dem gestrigen Braten oder einem abgelaufenen Joghurt trennt man sich aber schnell. 

Dabei reißen genießbare Lebensmittel, die in den Müll wandern, jährlich ein Minus von 300 Euro in Ihrer Geldbörse. Österreichweit handelt es sich um 157.000 Tonnen Lebensmittel im Wert von über 1 Milliarde Euro!

Am wenigsten geachtet werden Brot und Backwaren, gefolgt von Obst und Gemüse, Milchprodukten und Eiern. Wie behutsam gehen Sie mit unseren essbaren Ressourcen um? Die Festtage sind der perfekte Startschuss zum Wandel!

Was kann ich tun? Restlos genießen!

Wenn etwas übrig bleibt, muss es nicht entsorgt werden. Beim Verkochen von Resten ist Ihre Kreativität gefragt. 

Inspiration gesucht? Wir verraten einige unserer Lieblingsrezepte für die Restlküche:

  • Wurstreste? Perfekt, so schnell werden aus Klassischen Krautfleckerl Schinkenfleckerl!
  • Hartes Brot? Überbacken Sie das Brot mit Käse und servieren Sie es in Zwiebelsuppe. In Frankreich ist das eine Leibspeise!
  • Gemüse- oder Bratenreste? Die schmecken am besten verkocht als Erdäpfelgratin mit Spinat
  • Nudelreste? Probieren Sie Nudelfrittata
  • Hartes Süßgebäck? Alte Semmeln und harter Striezel bekommen als flaumiger Scheiterhaufen ein zweites Leben eingehaucht. 
  • Übrigen Reis oder Nudeln-Spiralen? Die Beilagen verlieren zwar an Geschmeidigkeit, das fällt zu Wintergemüse-Eintopf aber nicht auf!
  • Übriggebliebene Knödel? Zwiebel anbraten, Knödel in Stücke reißen, mitbraten und zwei verquirlte Eier dazu - fertig ist das Knödel-Gericht 2.0

Ihr Verhalten im Selbstcheck – Verschwender oder Verwender?

Machen Sie jetzt den Selbstcheck. Gehen Sie die 4 Punkt mit Fragen durch, wählen Sie die Aussage (Einfachnennung), welche am ehesten auf Sie zutrifft, und sammeln Sie den jeweiligen Buchstaben in Klammer für die Auflösung!

1. Aufmerksam einkaufen

Hand aufs Herz – wie aufmerksam sind sie bei Ihrem Lebensmitteleinkauf? Preisschlachten und Mengenrabatte locken uns täglich im Supermarkt. Hunger beim Einkaufen verführen zusätzlich zum Griff ins Regal.

Für mich gilt,...

  • ...eine Einkaufliste ist ein Muss. (x)
  • ...bei jedem Griff ins Regal weiß ich, für welche Speise bzw. Mahlzeit ich das Lebensmittel benötige. (z)
  • ...Lust, Laune & Rabatte bestimmen meinen Einkauf. (y)
Eine Vitrine gefüllt mit frischem Gebäck
Brot und Gebäck ist in großen Mengen im Müll zu finden

2. Die Herkunft macht den Unterschied.

Wussten Sie, dass man sich Umweltschutz kaufen kann? Also rein theoretisch, denn die Regel besagt: Je weniger Sie an der Kasse zahlen, desto mehr zahlt die Umwelt drauf. Der Grund dafür sind weitgereiste Billigprodukte aus dem Ausland.

Was trifft auf Sie zu?

  • Die Herkunft der Produkte hat für mich keine Bedeutung. (o)
  • Im Sommer sind es Erdbeeren aus Österreich, im Winter kommen Sie eben aus Marokko. (n)
  • Ich achte auf Herkunft, z.B. gekennzeichnet durch das rot-weiß-rote AMA Gütesiegel. (m)

3. Eikennzeichnung & Tierwohl

Regionalität und Saisonalität haben bei Umweltschutz oberste Priorität. Kurze Transportwege und wenig Energieaufwand sind so garantiert. Wer noch eines draufsetzten möchte, kann zu biologischen Köstlichkeiten oder besonders hohen Tierwohlstandards greifen.

Wissen Sie, welche Kennzeichnungsziffer ein österreichisches Ei aus Freilandhaltung trägt?

  • 2 AT + Betriebsnummer (a)
  • 0 AT + Betriebsnummer (u)
  • Keine Ahnung. (l)

4. Speisereste & Restlküche

In jedem Lebensmittel stecken wertvolle Ressourcen – vom Rohstoff wie etwa Mehl bis hin zur Energie, die bei der Verarbeitung benötigt wird. Ein achtsamer Umgang schont unsere Umwelt.

Was nachen Sie mit Speisereste am ehesten?

  • für später einfrieren oder verkochen (s)
  • wegwerfen (w)

Fertig! Jetzt Auflösung ansehen.

Aktiv gegen das Wegwerfen

Zahlreiche Organisationen sagen der Lebensmittelvergeudung den Kampf an. Sie bilden eine Brücke zwischen Überfluss- und Bedarfsgesellschaft. Ihr Engagement erspart Kosten, schont die Umwelt, unterstützt karitative Einrichtungen und hilft, Armut zu bekämpfen.

Schauen Sie bei den Einrichtungen vorbei & informieren Sie sich:

  • www.myfoodsharing.at
    Die Onlineplattform lädt Privatpersonen dazu ein, ihre übringen Lebensmittel online und damit kostenlos zur Verfügung zu stellen.
  • www.toogoodtogo.at 
    Eine Handy-App, die Angebot und Nachfrage zusammenbringt. Gasthäuser, Supermärkte, Bäckereien verkaufen ihre Ware, die kurz vor dem Verderben ist, zu einem günstigeren Preis. 
  • soogut-Märkte | www.soogut.at
    Ihr Motto lautet "Verteilen statt vernichten". Menschen mit geringem Einkommen erhalten hier einen Pass um günstig Lebensmittel erwerben zu können
Erdäpfelraritäten, ganz und halbiert

Die Auflösung

Lautet das Ergebnis Ihrer Antworten XMAS? Gratuliere, dann sind Sie umweltschonende/r GenießerIn. Machen Sie so weiter!

Für die Festtage und das neue Jahr dürfen wir Ihnen obendrein folgende 5 Vorsätze für mehr Bewusstsein im Umgang mit Lebensmittel mitgeben:

  1. Schreiben Sie sich Einkaufsliste & kaufen Sie nur das Notwendigste
    Das schont Geldbörse und Umwelt.
  2. Achten Sie auf Herkunft und anerkannte Gütesiegel.
    Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel steht etwa für garantiert österreichische Herkunft, regionale Wertschöpfung und kurze Transportwege.
  3. Schauen, riechen und schmecken – vertrauen Sie auf Ihre Sinne und nicht auf ein Datum auf der Verpackung.