Umwelt­freundlich Einkaufen & Essen

Wir helfen Ihnen schrittweise zu einer nachhaltigen Ernährung und geben Tipps für Beginner, Fortgeschrittene und Profis!

Einen klimafreundlichen Lebensstil kann man ohne großen Verzicht und ohne große Veränderungen verfolgen. Ein Umdenken beim Einkauf und ein bewusster, wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln spart Geld und CO2. Machen Sie kleine Schritte, das motiviert!

Beginner: Den Lebensmitteleinkauf planen

Immer mitführen: Eine eigene Einkaufstasche sollte zur Selbstverständlichkeit werden.

Inventur machen: Wenn man vor dem Einkauf Vorratskasten und Kühlschrank kontrolliert und eine Einkaufsliste schreibt, kauft man gezielter ein. Das spart Geld.

Nachrechnen: Lassen Sie sich nicht von Mengenrabatten verleiten. Oft kauft man mehr ein als man benötigt oder ursprünglich kochen wollte.

Regional und saisonal bevorzugen: Achten Sie beim Einkauf von Lebensmitteln auf Herkunft und Jahreszeit. Obst und Gemüse, die Saison haben und nicht weit transportiert werden müssen, sind am klimafreundlichsten. Gemüse und Obst, in der richtigen Saison geerntet, schmecken auch besser und haben mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe als Früchte, die nachreifen müssen.

Fortgeschrittene – Mitdenken beim Einkauf

Plastik einsparen: Denken Sie beim Griff zu Obst oder Gemüse auch an die Verpackung. Versuchen Sie weniger Produkte zu kaufen, die auf Styroportassen geschichtet oder stark in Plastik verpackt sind, wenn es Alternativen gibt. 

Auch das „Wo“ ist wichtig: Die persönliche Klimabilanz wird durch häufige Fahrten mit dem PKW verschlechtert, deswegen machen Sie am besten wenige, dafür große Einkäufe mit dem Auto. Mit Ihrem Einkauf im Hofladen oder am Bauernmarkt unterstützen Sie die Aufrechterhaltung regionaler Strukturen und kurzer Transportwege. Die Lebensmittel stammen zumeist aus der Umgebung und sind umweltfreundlicher oder gar nicht verpackt.

Regionale Bio-Lebensmittel sind klimafreundlicher: Der Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel in der biologischen Landwirtschaft bedeutet weniger Energieaufwand bei der Lebensmittelproduktion. Schonend bearbeitete und gesunde Böden mit einer guten Humusschicht können mehr klimaschädliches CO2 aus der Luft binden.

Profis – Konsumverhalten ändern

Bewusster Fleischkonsum: Bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln entstehen weniger CO2-Emissionen, als bei tierischen Lebensmitteln. Man muss nicht auf Fleisch verzichten, aber ein maßvoller Konsum tut dem Klima und Ihrer Gesundheit gut. Das Vermeiden von Fleischabfällen und die Besinnung auf die Verarbeitung des gesamten Tieres statt nur der Gustostücke, stellt einen der wichtigsten Beiträge für den Schutz unserer Umwelt und des Klimas dar.

Einkauf nach Maß: Einige kleine Läden bieten Lebensmittel unverpackt an. Man nimmt eigene Gefäße mit und füllt Lebensmittel wie Mehl, Hülsenfrüchte, Pasta etc. selbst ab. Die Gefäße werden vor und nach dem Befüllen abgewogen, so errechnet sich der Preis. Auf diese Art und Weise einzukaufen beeinflusst Ihre Klimabilanz positiv.

Foodcoop gründen: Bei einer Lebensmittelkooperative schließen sich mehrere Haushalte zusammen und organisieren gemeinsam den Einkauf direkt von ProduzentInnen ab Hof. Bei FoodCoops geht es auch darum, die Anonymität zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen aufzuheben sowie Produktion und Kauf von Lebensmitteln ökologisch nachhaltig und sozial gerecht zu gestalten. Das schafft Transparenz und Vertrauen und steigert das Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel und die Leistungen der Landwirtschaft.

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