Kein Herbst ohne Birnen

Die Birnenblüte prägt das Mostviertel. Die Früchte können auch, aber nicht nur, zu Most veredelt werden. Eine Vertiefung in heimische Sorten.

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Birnen werden seit vielen hundert Jahren bei uns kultiviert. Wahrscheinlich kam die Birne im 2. Jahrtausend v. Chr. aus Kleinasien nach Griechenland und Italien, von wo sie die Römer weiter in den Norden brachten. Seit dem Mittelalter werden Birnen als Heilmittel angewandt. Für den landwirtschaftlichen Erwerb werden Birnen erst seit dem 18. Jahrhundert genützt.

Birnen werden seit vielen hundert Jahren bei uns kultiviert. Wahrscheinlich kam die Birne im 2. Jahrtausend v. Chr. aus Kleinasien nach Griechenland und Italien, von wo sie die Römer weiter in den Norden brachten. Seit dem Mittelalter werden Birnen als Heilmittel angewandt. Für den landwirtschaftlichen Erwerb werden Birnen erst seit dem 18. Jahrhundert genützt.

Birnensorten

Abbé Fétel (Abate Fetel): Weißes, saftiges und sehr süßes Fruchtfleisch mit angenehm mildem, fruchtigem Aroma. Ernte ab September.

Alexander Lucas: weiß, grobkörnig und bröckelig; saftiges Fruchtfleisch; Geschmack süß-säuerlich und nicht besonders aromatisch. Wird gerne für Kompotte verwendet. Ernte ab November.

Gelbmöstler: fest, würzig, mit viel Säure und herb, Ende September Most und Schnaps.

Mollebusch: sehr harte Schale, Geschmack ist angenehm süß mit gutem Aroma. Früchte sind ab Ende September erntereif und etwa vier Wochen haltbar.

Gräfin von Paris: Gelblichweißes saftiges Fruchtfleisch, vorherrschend süßer kaum säuerlich Geschmack. Ernte ab Oktober, 3-4 Wochen später genussreif.

Grüne Pichelbirne: hoher Zucker,- Säure- und Gerbstoffgehalt, ergibt guten sortenreinen Most, eher resch im Geschmack, Oktober.

Gute Luise: feinzellig, saftig, süß, zergeht auf der Zunge; kräftiger und aromatischer Birnengeschmack. Eignen sich sehr gut zum Dörren. Ernte ab September.

Kaiser Alexander (Boscs Flaschenbirne): Feinkörniges, weißlich-gelbes Fruchtfleisch mit saftig und süßem, angenehm edelwürzigen und milden Geschmack. Ernte ab Oktober.

Speckbirne: beliebte Mostbirne, viel Zucker, wenig Säure und Gerbstoff wenn voll ausgereift, Oktober.

Williams Bon Chrétien (Bartlett, Williams Christ): Gelblich-weißlich, sehr saftiges und weiches Fruchtfleisch mit fein süßlichem typischen Williamsgeschmack. Ernte im August.

Tipps für Ernte und Lagerung

  • Reife Birnen verderben relativ schnell. Am besten wird Kernobst an sonnigen Tagen, nachdem der Tau getrocknet ist, geerntet.
  • Nur Pflückobst einlagern – Fallobst hat meist Druckstellen oder Verletzungen, dort beginnt die Frucht früher zu faulen. Fallobst also lieber sofort verwerten.
  • Vor dem Einlagern im Keller, sollten Raum und Stellagen gründlich gereinigt werden. Seifenlauge oder warmes Essigwasser sind dafür ideal.
  • Wenn möglich, sollte das Lager nach Sorten und Reifezeit getrennt angelegt werden. Frühsorten produzieren das Reifegas Ethylen und beschleunigen dadurch auch die Alterung von Winteräpfeln.
  • Obst und Gemüse nicht gemeinsam lagern. Ethylen lässt auch Gemüse vorzeitig altern.
  • Im Lagerraum sollte ein Luftaustausch stattfinden können. Frische Luft verhindert Schimmelbildung und Fäulnis.
  • Einmal pro Woche sollte das Lagergut kontrolliert werden. Eventuell gefundene faulige/schimmlige Früchte gleich weg schmeißen bzw. die gefaulten Stellen großzügig ausschneiden und verarbeiten.
  • Lassen Sie den Mistkübel mit fauligen Früchten nicht im Lagerraum stehen
  • Birnen reifen schnell nach und sind daher im Keller gut aufgehoben. 

Weiterführende Links

Rezepte mit Birnen

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