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Karotten anbauen

Informationen und Tipps zu Anbau, Ernte und Lagerung von Karotten finden Sie hier.

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Säen, ernten, genießen - wir haben die besten Tipps für Sie!

Im Rahmen des Projekts „Gemüsepyramide“ stellt die Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ Bio-Saatgut für Karotten zur Verfügung. Die Samen werden kostenlos an alle Interessierten verschickt, die sich rechtzeitig zur Teilnahme anmelden.

Mit Ihrer Anmeldung im Frühjahr haben Sie die Gelegenheit, Teil der Bewegung zu werden und Karotten direkt in Ihrem eigenen Garten zu kultivieren.

Hier finden Sie nähere Informationen zur Gemüsepyramide.

Folgende Informationen und Tipps zu Karotten finden Sie hier:

  1. Informationen und Tipps für den Karottenanbau
  2. Richtige Pflege in der Gemüsepyramide
  3. Karottenernte – so geht’s!
  4. So lagern Sie Karotten richtig
  5. Generelles zur Gemüsepyramide

1. Informationen und Tipps für den Karottenanbau

Karotten anbauen – einfach und ertragreich

Karotten sind anspruchslos und leicht zu kultivieren. Die Direktsaat erfolgt von März bis August, die Ernte ist von Juni bis November möglich.

Anleitung zur Aussaat:

  • Säen Sie die Karotten direkt auf ein fein vorbereitetes Freilandbeet mit einem Reihenabstand von 25 cm.
  • Lockern Sie die Erde oberflächlich und ziehen Sie flache Rillen.
  • Geben Sie die Samen in die Rillen und decken Sie sie leicht mit Erde ab – nur in Samenkornstärke.
  • Die optimale Bodentemperatur für die Keimung beträgt ca. 22 °C; die Keimdauer liegt bei etwa 3 Wochen.

Wichtige Tipps:

  • Sparsam säen: Häufig werden Karotten zu dicht ausgesät, sodass später viel ausgedünnt werden muss.
  • Gestaffelte Aussaat: Das Frühlingswetter kann die Keimung verzögern. Wir empfehlen, das Saatgut in drei Etappen auszusäen: ein Drittel im März, ein Drittel im April und das letzte Drittel im Mai.
Karottenansatz, der über die Erde raus schaut

2. Richtige Pflege in der Gemüsepyramide

  • Ausdünnen:
    Etwa zwei Wochen nach dem Aufgang die Pflanzen auf einen Abstand von 5–6 cm in der Reihe ausdünnen. Entfernen Sie dabei schwächere Pflanzen, damit die übrigen Karotten optimal wachsen.
    Tipp: Die ausgedünnten Karotten eignen sich hervorragend als Baby-Wurzelgemüse zum Kochen oder roh zum Garnieren sommerlicher Salate.

  • Frostschutz:
    An frostigen Nächten können die Beete mit Folie oder einer alten Decke abgedeckt werden, um die Pflanzen zu schützen.

  • Bewässerung:
    Karotten benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung. Aufplatzen der Wurzeln entsteht häufig durch starke Wassergaben nach längeren Trockenperioden.

  • Mischkultur:
    Karotten profitieren von „Nachbarschaftshilfe“ im Beet. Gute Begleiter sind:

    • Radieschen, Salat, Bohnen, Erbsen

    • Kapuzinerkresse, Kohl, Mangold, Petersilie, Spinat
      Diese Kombinationen unterstützen das Wachstum und verbessern das Pflanzenklima.

3. Karottenernte – so geht’s!

Karotten, die im April gesät wurden, können bereits im August geerntet werden. Ist das Wurzelgemüse ausgewachsen, ragt der Ansatz meist leicht aus dem Boden – dann ist es Zeit für die Ernte!

Um die Wurzelgröße zu prüfen, ziehen Sie einfach eine Karotte aus der Erde. Ist sie noch zu klein? Kein Problem – genießen Sie die gezogene Karotte einfach und wiederholen Sie die Kontrolle wöchentlich, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

Tipp: Karotten werden nicht ausgegraben, sondern gezogen. Greifen Sie dazu das Karottenkraut möglichst nah am Boden und ziehen Sie die Wurzel vorsichtig aus der Erde. Bei hartnäckigen Karotten können kurze Ruckbewegungen helfen.

Gutes Ergebnis garantiert: Karotten schmecken immer – egal, ob klein oder groß!

Mann mit geernteten Karotten in der Hand

4. So lagern Sie Karotten richtig

  • Lagerung im Kühlschrank (bis zu 2 Wochen)

Durch Wasser gereinigte Karotten halten sich in der Gemüselade des Kühlschrankes bis zu 2 Wochen. Das Karottenkraut dazu von der Wurzel trennen und luftdichte Verpackung wie Plastik vermeiden.

Um die Frische besonders gut zu erhalten, wickeln Sie das Wurzelgemüse in ein feuchtes Tuch, bevor Sie es in den Kühlschrank geben.

  • Kellerlagerung mit Sandmethode (bis zu 5 Monate)

Wollen Sie das Wurzelgemüse über Monate lagern, empfiehlt sich ein kühler Keller. Entfernen Sie dazu ebenfalls das Kraut von der Karotte, ohne das Gemüse dabei selbst anzuschneiden. Schützen Sie das Gemüse über die Lagerzeit vor Frost!

Besonders gute Lagerergebnisse werden durch die Sand-Lagerungsmethode erzielt. Nehmen Sie dazu einen Kübel, bedecken Sie den Boden mit leicht angefeuchtetem Sand (z.B. herkömmlichen Kindersandgruben-Sand) und legen Sie die Karotten darauf. Bedecken Sie das Gemüse mit einer weiteren Sandschicht. Der Sand umhüllt das Wurzelgemüse ähnlich wie die Erde im Boden und schützt so vor Verderb.

  • Karotten einfrieren (bis zu einem Jahr)

Durch das Einfrieren sind Karotten auch noch Monate nach der Ernte schmackhaft. Schneiden Sie das Gemüse dazu in mundgerechte Stücke, packen Sie diese portionsweise in handelsübliche Gefrierbeutel und frieren Sie die Portionen ein.

Um langes Auftauen und zeitaufwändiges Garen später zu vermeiden, kann das Gemüse vor dem Einfrieren blanchiert werden. Kochen Sie dazu die Karotten in mundgerechte Stücke geschnitten ca. 3 bis 5 Minuten im ungesalzenen Wasser. In Folge kurz mit Eiswasser abschrecken und zum Einfrieren in Gefrierbeutel portionieren.

Schmeißen Sie die Gefrierbeutel nicht weg. Schonen Sie die Umwelt und verwenden Sie diese wieder!

5. Generelles zur Gemüsepyramide

  • Auf der grünen Wiese die Gemüsepyramide aufsetzen, Grasnarbe nicht anheben. Pyramide in Südrichtung aufstellen, möglichst sonnig.
  • Erde gibt nach, also üppig einfüllen. Torffreie Erde und Kompost verwenden.
  • Regelmäßig Gießen! Die Gemüsepyramide erwärmt sich rasch. An heißen Tagen vor Trockenheit schützen.
  • Fruchtfolg bring Abwechslung! Wer jedes Jahr anderes Gemüse setzt, beugt Bodenmüdigkeit und Pflanzenkrankheiten vor und hat einen höheren Ernteerfolg.
  • Die meistgestelltesten Fragen zur Gemüsepyramiden finden Sie hier, inklusive Antworten! 

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Rezepte mit Karotten