Diese Speiseöle gibt es

Öle und Fette sind wichtig für unsere Ernährung und sollten nicht vom Speiseplan gestrichen werden. Es gilt: Qualität vor Quantität.

Öltropfen

Es gibt viele verschiedene Speiseöle und Fette. Jede Sorte bringt unterschiedliche Geschmacksrichtungen, Kocheigenschaften und Inhaltsstoffe mit sich mit. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Einkaufen von Öl achten sollten, und wie sich die Ölsorten beim Kochen verhalten.

Heimische Öle und Fette

Viele hochwertige Öle werden von "So schmeckt Niederösterreich"-Partnerbetrieben aus regionalen Ölsaaten produziert. Die Qualität hängt vom Ausgangsprodukt ab. Hochwertiges Öl wird in dunkle Flaschen abgefüllt und lagert am besten in dunklen und kühlen Räumen. Hitze, Licht und Sauerstoff mildern die Qualität. Hier finden Sie eine kleine Auswahl an heimischen Ölen und ihren Inhaltsstoffen: 

  • Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Es enthält viel Gamma-Linolensäure, die selten in Pflanzen vorkommt. Hanföl schmeckt fein-fruchtig und passt gut zu Spargel, Aufstrichen, Schafkäse, Erdäpfeln und Salaten.
  • Kürbiskernöl wird zumeist aus den gerösteten Samen des Ölkürbisses gewonnen und hat einen stark nussigen Geschmack. Es passt gut zu Salaten, Suppen, Nudeln, Pestos, Mehlspeisen und schmeckt hervorragend zu Eierspeisen oder Vanilleeis.
  • Leinöl wird aus den braunen Samen von Lein gewonnen. Es hat einen sehr hohen Gehalt an Gamma-Linolensäure.Leinöl wird leicht ranzig. Es ist nur circa 3 Monate haltbar und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Leinöl passt gut zu Erdäpfeln, Aufstrichen und Salaten.
  • Marillenkernöl schmeckt nach Mandeln und Marzipan. Es eignet sich gut zum Verfeinern von Saucen, Desserts, Wild, Fisch und Gemüse.
  • Mohnöl wird durch Auspressen von Mohnsamen gewonnen. Öl aus Blaumohn-Samen schmeckt am intensivsten. Weißmohnöl schmeckt fein nussig. Mohnöl ist reich an Linolsäure und schmeckt gut zu Spargel, Mehl- und Süßspeisen, Salaten und Erdäpfeln.
  • Rapsöl wird aus den Samen der Rapspflanze gewonnen. Sie wächst im Gegensatz zu Oliven auf unseren Feldern. Rapsöl gehört wegen seiner Fettsäurezusammensetzung zu den hochwertigsten Ölen.
  • Traubenkernöl hat einen fein-fruchtigen Geschmack. Es eignet sich gut zum Anbraten von Fleisch und passt zu Käse, Erdäpfeln, Fisch und Salaten.
  • Walnussöl wird durch das Pressen von Walnusskernen gewonnen und enthält viel Linolsäure. Es schmeckt gut zu Salaten, Wurzelgemüse, Käse und eignet sich für Süßspeisen, Pestos und zum Verfeinern von Palatschinken.
  • Weizenkeimöl wird aus den Samenkeimen von Weizen gewonnen. Es ist reich an natürlichem Vitamin E, hat eine goldgelbe Farbe und einen typischen Geschmack nach Getreide. Weizenkeimöl passt gut zu Salaten und Gemüse.

Kaltgepresste Öle

„Kaltgepresst“ bezeichnet mechanisch und bei niedrigen Temperaturen gepresste Öle. Nach dem Pressen wird das Öl mehrfach gefiltert, eventuell gewaschen und abgefüllt. Eine chemische Behandlung ist nicht erlaubt. Durch das schonende Verfahren behält das Öl Geschmack, Farbe und Vitamingehalt.

Raffinierte Öle

Raffinierte Öle werden durch Heißpressung bei über 60 °C oder durch Extraktion mit Lösungsmitteln gewonnen. Unerwünschte Begleiterscheinungen wie Trübungen, ein Begleitgeschmack oder Begleitstoffe werden mittels chemischer Raffination in mehreren Schritten entfernt. Beim Raffinieren verliert das Öl seinen natürlichen Geschmack und der Vitamin E-Gehalt sinkt. Die Zusammensetzung der Fettsäure ändert sich nicht, weil sie in der verwendeten Pflanzensorte steckt.

Cholesterinfrei

Pflanzenöle und andere pflanzliche Lebensmittel sind von Natur aus Cholesterinfrei. Trotzdem finden KonsumentInnen die Bezeichnung „Cholesterinfrei“ auf vielen Ölflaschen. Nahrungscholesterin steckt nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft.

Weit gereist: Palmöl und Kokosöl

Palmöl oder -fett ist in der Lebensmittelindustrie wegen seiner vielfältigen und vorteilhaften Eigenschaften sehr beliebt. Doch der Anbau der ertragreichen Ölpalmen schadet der Umwelt und zerstört die Lebensräume von Wildtieren. Seit 2015 muss Palmöl und -fett als Inhaltsstoff auf Verpackungen angeführt werden.

Wegen seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit liegt Kokosöl im Trend. Kokosöl hat ein natürliches Fettsäuremuster, das Temperaturen bis zu 210 °C aushält. Es ist für jeden Einsatz in der Küche verwendbar.

Verschiedene Essig- und Ölsorten

Welches Öl wofür?

Ob sich ein Öl zum Braten oder Kochen eignet, zeigt sein Rauchpunkt. Jene Temperatur, bei der das Öl beim Erhitzen zu rauchen beginnt. Je mehr gesättigte Fettsäuren das Öl enthält, desto höher liegt der Rauchpunkt.

Raffinierte Öle halten große Hitze aus und eignen sich zum Braten und Frittieren. Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollten beim Braten, Schmoren und Grillen nicht über 180 °C erhitzt werden. Bei einer höheren Temperatur spaltet sich das Öl, es entstehen gesundheitsschädliche Stoffe und ein stechender Geruch. Kaltgepresste Öle verleihen kalten Speisen wie Salaten, Rohkostgerichten, Carpaccio oder eingelegtem Gemüse einen besonderen Geschmack und eignen sich zum Abschmecken von Nudelgerichten.

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