Logo So Schmeckt Niederösterreich

Der Herbst – eine Zeit für Genießer

Ein Blick auf die Felder unsere regionalen Produzentinnen und Produzenten lässt erahnen, dass wir uns bereits inmitten der Erntezeit befinden. Mit der Erntezeit beginnt eine Zeit für Genießer!

pernkopf-aepfel-regional-korb
LH-Stv. Stephan Pernkopf ruft zum Obstklauben und Veredeln auf!

Die Bäume hüllen sich in ein buntes Farbenkleid und die Herbstsonne wärmt die Sinne. Wer aufmerksam durch die Natur streift, wird gerade im Herbst wertvolle und köstliche Schätze finden: reife Äpfel, saftige Birnen, reife Walnüsse und süße Zwetschken. Es ist an der Zeit die bunten Schätze der Natur zu ernten.

Pflück mi – ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung

Streuobstwiesen und Obstbäume sind ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft. Die NÖ Bäuerinnen und Bauern pflegen derzeit ca. 725.000 Obstbäume mit verschiedensten Sorten und erzeugen damit nicht nur ca. 30.000 Tonnen Obst, sondern schaffen auch Lebensraum für viele Tiere: Die Obstbaum-Blüten bieten z.B. Nahrung für zahlreiche Wildbienenarten.

Der Schutz der Artenvielfalt beginnt bei uns selbst. Mit der Kampagne „Wir für Bienen“ des Landes und der Landwirtschaftskammer NÖ wird der Fokus auf die Biodiversität in unserem Bundesland gelegt. Obstbäume und Sträucher dienen nicht nur als wichtiger Lebensort für unsere Wildbienen, sondern sind gleichzeitig auch wichtiges Nahrungsmittel. Bäume, die mit dem gelben Band markiert sind, dürfen ohne Rücksprache abgeerntet werden.

Bäume, die mit dem gelben Band markiert sind, dürfen ohne Rücksprache abgeerntet werden.
Bäume mit dem gelben Band dürfen geerntet werden.

Gemeinsam gestärkt durch den Herbst

Knackige Nüsse

Nüsse sind vollgepackt mit Mineralstoffen, pflanzlichem Eiweiß und Vitaminen. Als kleiner Snack für die schnelle Energie zwischendurch, geröstet auf dem Salat oder als besonderes Extra auf dem Kuchen. Nüsse sind ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Mehlspeiskultur. Walnüsse können im Sommer und im Herbst geerntet werden.

In unseren Breiten wächst vor allem die Walnuss, die ursprünglich aus dem Orient stammt. Der Walnussbaum wird bis zu 20 Meter hoch, wächst unsymmetrisch, hat weder auffällige Blüten noch eine auffällige Laubfärbung. Trotzdem ist er beliebt, denn er hat das edelste Holz, seine Krone spendet im Sommer angenehmen Schatten und hält Gelsen fern.

Das Beste an ihm sind aber seine Früchte: köstliche Nüsse!

In Supermärkten werden zumeist Walnüsse aus dem Ausland angeboten. Importierte, konventionelle Ware wird häufig mit Chemikalien gegen Schädlinge behandelt oder chemisch gebleicht, damit die Nüsse hell sind. Achten Sie bei Importware auf Bioqualität oder noch besser: Kaufen Sie regional! Bei der Walnussernte im hauseigenen Garten oder bei einem mit dem gelben Band gekennzeichneten Baum, kann es mitunter sein, dass eine große Menge an kaputten Nüssen auffällt. Dies ist auf einen Schädlingsbefall durch die Walnussfruchtfliege zurückzuführen. 

Die Walnussfruchtfliege frisst die Fruchtschale der Nuss, dies führt dazu, dass die Schale weich, schwarz und schleimig wird. Oft fallen die Früchte infolgedessen frühzeitig ab. Zum Glück sind nicht alle Walnussbäume davon befallen.

Lagern Sie Nüsse immer trocken, kühl und dunkel. Mit Schale können Walnüsse über Monate gelagert werden.

Saftige Birnen

Kein Herbst ohne Birnen – bereits seit mehreren hundert Jahren werden Birnen auf Streuobstwiesen oder in Privatgärten kultiviert. Wahrscheinlich kam die Birne im 2. Jahrtausend v. Chr. aus Kleinasien nach Griechenland und Italien, von wo sie die Römer weiter in den Norden brachten. Seit dem Mittelalter werden Birnen als Heilmittel angewandt. Für den landwirtschaftlichen Erwerb werden Birnen erst seit dem 18. Jahrhundert genutzt.

Um eine gute und vor allem langanhaltende Qualität zu garantieren, ist bei der Ernte und der Lagerung auf ein paar Kleinigkeiten zu achten. Reife Birnen verderben relativ schnell. Am besten wird Kernobst an sonnigen Tagen, nachdem der Tau getrocknet ist, geerntet. Nur Pflückobst einlagern – Fallobst hat meist Druckstellen oder Verletzungen, dort beginnt die Frucht früher zu faulen. Fallobst also lieber sofort verwerten – Tipps zum Einkochen und Rezepte finden Sie bei unseren weiterführenden Links.

Reife Zwetschken – eine klassische Herbstbotin

Zwetschken, oder auch Pflaumen, sind in vielen Obstgärten zu finden. Sie reifen abhängig von der jeweiligen Sorte von Anfang Juli bis in den Oktober hinein. Späte Sorten werden zum Teil erst nach dem ersten Frost geerntet. Reife Früchte können an ihrer leicht staubig oder neblig wirkenden Schale erkannt werden. Ihr unteres Ende ist etwas weicher als der Rest der Frucht – das sind eindeutige Indizien. Die süßen, aromatischen und wohlschmeckenden Früchte lassen sich auf verschiedenste Art und Weise in der Küche verarbeiten.

Zwetschken haben den Vorteil, dass sie auch bei Ofenhitze ihre Form nicht verlieren. Somit eignen sie sich sehr gut für einen leckeren Herbstkuchen. Zwetschkenkuchen ist ein beliebter Klassiker in unserer regionalen Küche, aber auch Zwetschkenknödel und Zwetschkenröster, der gerne zu Mohnnudeln oder Kaiserschmarren serviert wird. Außerdem können Zwetschken auch in getrockneter Form oder im Glas, als Chutney und Kompott haltbar gemacht werden.
 

Nüsse, Birnen und Zwetschken