Blumenbuffet anbauen

Informationen und Tipps zur Förderung von Artenvielfalt in Ihrem Garten finden Sie hier.

blumenwiese

„Wir für Bienen“ lautet die Kampagne, die niederösterreichweit einen Fokus auf Biodiversität legt. Land und Landwirtschaftskammer NÖ setzen damit ein klares Zeichen für den Schutz und Erhalt von Artenvielfalt.

Gerade in Zeiten der Klimawende gilt es, Insekten in ihrer Vielfalt zu schützen und zu erhalten. Nicht zuletzt deshalb, weil wir auf sie wesentlich angewiesen sind. Artenvielfalt ist der Motor des Lebens und trägt wesentlich zum Ökosystem bei. Sauberes Trinkwasser, erfolgreich bestäubte Wild- und Nutzpflanzen und fruchtbare Böden resultieren daraus.

Werden Sie Teil der „Wir für Bienen“-Bewegung und geben Sie Bienen in Ihrem Garten Heimat. Wie einfach das mit der Gemüsepyramide geht, erfahren Sie hier. 

  

Folgende Informationen und Tipps zu Karotten finden Sie hier:

  1. So kommen Sie zum Blühwiesen-Saatgut
  2. Informationen und Tipps für den Blühwiesen-Anbau
  3. Tipps für glückliche Bienen
  4. Generelles zur Gemüsepyramide

1. So kommen Sie zum Blühwiesen-Saatgut!

Wir laden Sie ein, Gemüse und Blumenwiesen anzubauen. Bereits seit sechs Jahren rufen wir mit dem Anbau- und Ernteprojekt Erdäpfel- bzw. Gemüsepyramide zum Aktivwerden im Garten auf. Den Einzug in das pyramidenförmige Hochbeet schafft heuer neben Radieschen, Karotten, Kürbissen und Salat auch eine Blumenwiese. Sie garantieren Nektar für Bienen, Falter und Futter für die Raupen vieler Arten. Mit Ihrer Hilfe unterstützen wir so „Wir für Bienen“, ein Projekt vom Land Niederösterreich und der Landwirtschaftskammer NÖ, das sich für Artenvielfalt stark macht. 

Das Startpaket, das jährlich im April kostenlos an alle Gemüsepyramiden-TeilnehmerInnen verschickt wird, enthält das Saatgut für Ihre Blühwiese. Des Weiteren finden Sie eine Bauanleitung für ein pyramidenförmiges Hochbeet, Gemüse-Saatgut für reiche Ernte sowie Tipps für den Anbau im Paket.

Melden Sie sich bis 1. März für das Startpaket an! Hier geht’s zur Anmeldung zur Gemüsepyramide.

2. Informationen und Tipps für den Blühwiesen-Anbau

  • Wildblumen gedeihen am besten auf nährstoffarmen und mageren Böden.
    Steht Ihnen kein nährstoffarmer Boden zur Verfügung? Kein Problem – auch auf fetteren Böden kann ein Blumenbeet für Schmetterlinge und Bienen angelegt werden. Wildblumenwiesen halten sich besser, wenn Sie dem Boden zur Abmagerung Sand und Kies beimischen. 

  • Die Aussaat ist ab April auf offener Erde (Ackerfläche, Beet) möglich. 

Tipp: Säen Sie das Saatgut in leerstehende Gemüsepyramiden-Flächen. Radieschen können bereits nach wenigen Wochen geerntet werden, wodurch in Ihrem Beet Platz für eine Bienenwiese frei wird.

  • Bei feuchter Witterung aussäen und leicht andrücken. Boden feucht halten! 

  • Nach zwei bis drei Wochen erscheinen die ersten Keimlinge

  • Die erste Mahd sollte, wenn alles ausgereift ist, frühestens Ende Juni bis Mitte Juli stattfinden und am Boden getrocknet werden. Dadurch wird ein Ausfallen der Samen ermöglicht und es kann eine Bienenweide entstehen. 

    Hinweis: Saatgut nicht auf geschützten Flächen ausbringen!
     

3. Tipps für glückliche Bienen 

Schaffen Sie mit Hilfe unserer Tipps ein Schlaraffenland für Bienen in Ihrem Garten. 

  • Heimische Bäume, Sträucher, Hecken & Co.:
    Bienen sind an heimische Nahrungspflanzen angepasst. Sie zu pflanzen ist ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt und zur Klimawandelanpassung.

  • Ein Blütenmeer von März bis November: Pflanzen mit unterschiedlicher Blütezeit auf Flächen und in Rabatten versorgen Bienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Bestäuber länger mit ausreichend Nahrung.

  • Beim Mähen ist weniger mehr: Blühende Flächen nur abschnittsweise mähen, dann gibt es immer Blüten. Gute Zeitpunkte sind entweder sehr früh oder spät am Tag, da Bienen meist um die Mittagszeit aktiv sind.

  • Durstlöscher für Insekten schaffen: Eine Wasserstelle, wie ein Teich oder ein Brunnen, hilft Bienen über die heiße Jahreszeit.

  • Sandhaufen und Lehmflächen: Sandige oder lehmige, unbewachsene Flächen in der Sonne und windgeschützt sind für Wildbienen besonders interessant, weil die meisten Arten im Boden nisten. 

Mehr Tipps für glückliche Bienen finden Sie auf www.wir-fuer-bienen.at.

4. Generelles zur Gemüsepyramide

  • Auf der grünen Wiese Gemüsepyramide aufsetzen, Grasnarbe nicht anheben. Pyramide in Südrichtung aufstellen, möglichst sonnig.
  • Erde gibt nach, also üppig einfüllen. Torffreie Erde und Kompost verwenden.
  • Regelmäßig Gießen! Die Gemüsepyramide erwärmt sich rasch. An heißen Tagen vor Trockenheit schützen.
  • Fruchtfolge: Bring Abwechslung hinein! Wer jedes Jahr anderes Gemüse setzt, beugt Bodenmüdigkeit und Pflanzenkrankheiten vor und hat einen höheren Ernteerfolg.