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Wie der Süden im Weinviertel Wurzeln schlägt

Mandeln aus Poysdorf? Was zunächst nach einer kleinen landwirtschaftlichen Sensation klingt, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung.

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Nach 30 Jahren Selektionsarbeit sind sie nun in NÖ angekommen: die Mandelbäume!

Die Familie Schreiber zeigt, wie sich die wärmeliebenden Bäume im Weinviertel erfolgreich kultivieren lassen und verwandelt die Ernte unter anderem in ein knuspriges kulinarisches Werbegeschenk.

Eine Frucht mit besonderen Ansprüchen

Der Mandelbaum liebt Sonne und Wärme. Das trockene Weinbauklima rund um Poysdorf bietet daher gute Voraussetzungen für den Anbau, auch mit Trockenheit kommen Mandelbäume gut zurecht. Ihre Ansprüche an den Boden sind vergleichsweise gering, ideal sind jedoch tiefgründige und gut durchlässige Standorte.

Die eigentliche Herausforderung wartet im Frühling: Traditionelle Mandelsorten öffnen ihre Blüten sehr früh, teilweise noch vor den Marillen. Spätfröste können die empfindlichen Blüten schädigen und damit die Ernte eines ganzen Jahres gefährden. Der Zeitpunkt der Blüte ist einer der entscheidenden Faktoren für einen erfolgreichen Mandelanbau in Niederösterreich.

Hinzu kommt die Frage der Bestäubung: manche Sorten benötigen eine passende Befruchtersorte, während moderne Züchtungen selbstfruchtbar sind. Standort, Sortenwahl, Blütezeit und Bestäubung müssen daher gut zusammenspielen.

30 Jahre Selektionsarbeit in Poysdorf

Die Obstbaumschule Schreiber beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Frage, welche Obstsorten unter den Bedingungen des Weinviertels zuverlässig gedeihen. Neue Sorten werden in eigenen Versuchsanlagen gepflanzt und über mehrere Jahre beobachtet. Bewertet werden unter anderem Frostfestigkeit, Ertrag, Fruchtqualität, Geschmack, Lagerfähigkeit und Widerstandskraft gegenüber Krankheiten.

Beim Mandelanbau steckt inzwischen mehr als 30 Jahre Selektionsarbeit in diesem Wissen. Der Betrieb setzt gezielt auf robuste, spät- oder sehr spätblühende Sorten. Dazu zählen beispielsweise Lauranne, Marta, Penta, Makako und Marinada.

Viele dieser Sorten sind selbstfruchtbar und bringen früh einsetzende, regelmäßige Erträge. Die besonders spätblühende Penta reift dennoch bereits ab Ende September und lässt sich sauber aus ihrer grünen Fruchthülle lösen.

Probleme im Mandelanbau entschärft

Die jahrzehntelange Auswahl geeigneter Sorten entschärft damit eines der größten Probleme des heimischen Mandelanbaus: das Spätfrostrisiko.

Gleichzeitig achtet die Familie Schreiber darauf, dass sich die Früchte gut ernten, lagern, knacken und verarbeiten lassen. Denn eine Sorte muss nicht nur mit dem Klima zurechtkommen, sie muss auch geschmacklich überzeugen.

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Sorte, Boden und vor allem die Spätfröste beeinflussen den Ertrag der Mandelbäume.

So funktioniert der Mandelanbau in Niederösterreich

1. Sonne, Boden und Sortenwahl

Am Anfang steht ein sonniger, warmer Standort mit gut durchlässigem Boden. Danach entscheidet vor allem die Sorte über den Erfolg. Moderne, spätblühende Mandeln verschieben die Blüte in eine Zeit, in der die Gefahr starker Fröste bereits geringer ist.

2. Trockenheit als Standortvorteil

In Poysdorf profitieren die Mandelbäume vom trockenen Weinviertler Klima. Laut Familie Schreiber kommen die Anlagen ohne künstliche Bewässerung aus, ein deutlicher Unterschied zu vielen großen Anbaugebieten in Kalifornien oder Spanien.

Die tief wurzelnden Bäume können die vorhandene Bodenfeuchtigkeit gut nutzen.

3. Bestäubung im natürlichen Kreislauf

Selbstfruchtbare Sorten erleichtern die Planung der Obstanlage. Sorten, die nicht selbstfruchtbar sind, benötigen hingegen einen geeigneten Bestäubungspartner.

Auch bei der Bestäubung setzt der Betrieb auf natürliche Kreisläufe. Unterschiedliche Obstarten, vielfältig begrünte Fahrgassen und eine naturnahe Bewirtschaftung schaffen Lebensraum und Nahrung für Bestäuber. Dadurch müssen keine zusätzlichen Bestäuberinsekten in die Anlagen eingebracht werden.

Die Begrünung schützt zugleich vor Erosion, unterstützt den Humusaufbau und fördert ein aktives Bodenleben.

4. Von der Ernte bis zum frischen Mandelkern

Im Herbst zeigt die Mandel schließlich selbst, wann sie erntereif ist: Die grüne Fruchthülle trocknet ein und öffnet sich. Nach der Ernte werden die Mandeln aus dieser Hülle gelöst. In ihrer harten Schale sind die Kerne gut geschützt und lagerfähig.

Bei Schreiber werden sie deshalb erst unmittelbar nach Bedarf geknackt. So bleiben Aroma und Frische bestmöglich erhalten, ein Vorteil, den lange Transport- und Lagerwege bei Importware kaum bieten können.

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Familie Schreiber veredelt die heimischen Mandeln zu raffinierten Produkten, wie zB. Poysdorfer gebrannte Mandeln in den Sorten Salz, Vanille und Zimt.

Kurze Wege, intensiver Geschmack

Vom Baum über die Ernte bis zur Verarbeitung bleiben die Poysdorfer Mandeln in der Region. Die kurzen Wege reduzieren Transporte und ermöglichen es, jede Produktionsstufe sorgfältig zu begleiten.

Das Ergebnis sind Mandeln mit nachvollziehbarer Herkunft, die zu 100% aus eigenem Anbau im Weinviertel stammen.

Wie vielseitig die regionalen Kerne sein können, zeigen die Poysdorfer Gebrannten Mandeln. Mit Zucker und ausgewählten Gewürzen veredelt, sind sie in den Geschmacksrichtungen Zimt, Vanille und Salz erhältlich.

Die Mandeln werden direkt vor der Verarbeitung frisch geknackt, anschließend sorgfältig gebrannt und in handlichen 35g Packungen abgefüllt.

Ein Werbegeschenk, das Niederösterreich schmecken lässt

Die Poysdorfer Gebrannten Mandeln sind Teil der kulinarischen Werbegeschenke von „So schmeckt Niederösterreich“. Statt austauschbarer Massenware bringen sie echte regionale Wertschöpfung in die Geschenksverpackung: heimische Rohstoffe, handwerkliche Verarbeitung und die Geschichte eines innovativen Familienbetriebs.

Auf Wunsch kann das Vorderetikett mit einem eigenen Logo, Text oder Bild gestaltet werden. Damit eignen sich die gebrannten Mandeln als genussvolle Aufmerksamkeit für Gäste, Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende oder Veranstaltungen.

Jede Packung erzählt dabei von einer Kultur, die in Niederösterreich lange als ungewöhnlich galt. Heute beweist die Familie Schreiber: Mit Geduld, genauer Beobachtung und den richtigen Sorten können Mandeln auch im Weinviertel gedeihen - nachhaltig, ohne künstliche Bewässerung und mit unverwechselbar regionalem Geschmack.