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Küchenwissen

Krapfen selber backen

Von 11. November bis zum Aschermittwoch bezaubert uns die Faschingszeit, die Zeit der Bälle und ausgelassenen Feste. Der Krapfen ist der süße Verführer der Saison und darf bei keinem Anlass fehlen.

Marmeladekrapfen
© janimir - istock.com

Der Fasching ist die ausgelassene Saison vor der sechswöchigen Fastenzeit. Er endet mit dem Aschermittwoch, der vom beweglichen Datum des Ostersonntags abhängt. Der frühestmögliche Aschermittwoch ist der 4. Februar, der späteste der 10. März. Somit gibt es sehr kurze und sehr lange Faschingszeiten.

Polster für die Fastenzeit

In unseren Breiten versüßen uns Krapfen den Fasching. In vergangenen Zeiten rieten Mönche kräftige und nährstoffreiche Nahrung zu sich zu nehmen, um für die karge Fastenzeit gerüstet zu sein. Statt Brot wurden die wesentlich energiereicheren Krapfen zur Stärkung gebacken.

Inzwischen gibt es verschiedenste Sorten von Krapfen, kreativ gefüllt, mit Schokolade überzogen oder fein glasiert. Der wahre, der „perfekte“ Krapfen ist für viele mit Marillenmarmelade gefüllt – nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel, sie darf nicht auf der einen Seite herausspritzen, wenn man in die andere hineinbeißt.

Krapfen - Tipps und Rezepte

In unserer Rezeptesammlung finden Sie Rezepte für Marmelade-Krapfen oder traditionelle Bauernkrapfen. Tipps für die Zubereitung:

  • Dampfl als Gärprobe ansetzen, um die Frische der Hefe zu kontrollieren. Dafür wird mit Mehl und Zucker (ohne Salz!) verrührte Hefe in etwas lauwarmer bzw. leicht erwärmter Milch zum Aufgehen gebracht.
  • Zum Herausbacken wird qualitativ hochwertiges Fett, möglichst geschmacksneutral, wie z.B. Rapsöl verwendet.
  • Je mehr Dotter Sie verwenden, desto mürber und farblich schöner wird der Krapfen.
  • Gut gegangener Teig sollte eine zarte Haut haben und nicht mehr glänzen! Sein Volumen soll sich ca. verdoppelt haben.
  • Den aufgegangenen Teig so lange schlagen, bis er sich vom Rand des Gefäßes und vom Knethaken löst. Der Teig soll hell und auf keinen Fall zu fest sein.
  • Marillenmarmelade ist Tradition, beliebt sind auch die Krapfen mit Vanille- oder Schokoladenfülle. Probieren Sie aber auch einmal etwas Neues wie z.B.Dirndlmarmelade!
     

Frischekur für alte Krapfen

Wenn nach einem Faschingsfest einige Krapfen übrig geblieben sind, kann man sie am nächsten Tag im Backrohr wieder aufbacken. Eine Schüssel Wasser im Backofen sorgt für die nötige Feuchtigkeit, damit der Krapfen nicht austrocknet. Nicht gefüllte Krapfen kann man aufpeppen, indem man sie auseinanderschneidet, in einer beschichteten Pfanne fein anröstet und mit frischer, warmer Vanillesauce übergossen serviert. Auch als Schichtdessert, also fein gewürfelt und mit Joghurtcreme, Fruchtmus oder Marmelade abwechselnd im Glas geschichtet, sind sie eine wahre Delikatesse. Ein Klassiker ist auch der Scheiterhaufen.

Rezepte

Marmelade-Krapfen
Bauernkrapfen
Scheiterhaufen (mit Krapfen)

"Kochen und Küche"-Rezept: Krapfen aus dem Backofen
"Kochen und Küche"-Rezept: Vegane Krapfen

Weiterführende Links

Kochen und Küche präsentiert verschiedene Krapfenvarianten und passende Rezepte

Letzte Aktualisierung: 05.04.2017