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In den (sauren) Apfel beißen

Der Apfel ist das beliebteste Obst der ÖsterreicherInnen. Frisch und knackig im Sommer und Herbst genießen, oder köstlich verarbeiten mit diesen Rezepten.

Äpfel in Schüsseln auf einem Holztisch angerichtet
© ThauluThu – Fotolia.com

Der Apfel ist ein Symbol für Fruchtbarkeit. Bekannt als die verbotene Frucht im Paradies, als Auslöser des trojanischen Krieges beim Urteil des Paris' und durch die Vergiftung von Schneewittchen zieht sich der Apfel durch Geschichte und Märchen.

Äpfel waren den Germanen schon vor dem Siegeszug der Römer bekannt. Ab 800 n. Chr. wurde der Obstanbau unter Karl dem Großen gefördert und auch außerhalb von Klöstern betrieben. Für den landwirtschaftlichen Erwerb werden Äpfel seit dem 18. Jahrhundert genützt. Weltweit sind rund 20.000 verschiedene Sorten bekannt. Um nur einige Apfelsorte zu beschreiben, werden die bekanntesten kurz beschrieben.

Apfelsorten, die im Sommer reif sind

Die erfrischenden, säuerlichen Sommersorten werden ab Juli geerntet. Hauptsaison ist August bis Anfang September. Diese Äpfel schmecken am besten ganz frisch. Sie sind nicht lange haltbar und werden rasch mehlig (das ist ein Zeichen für Überreife).

Alkmene: süß aromatisch/ feinfleischig, saftig
Gravensteiner: würzig, süß - säuerlich/ schnell mehlig
James Grieve: aromatisch, würzig, ausgeprägte Säure
weißer Klarapfel: frisch, säuerlich/ schnell mehlig

Diese Äpfel werden im Herbst reif

Herbstsorten werden ab September geerntet und können sofort nach der Ernte genossen werden.

Cox Orange: süß-säuerlich, aromatisch/ saftig, feinfleischig
Elstar: feinsäuerlich, würzig/ hell, saftig, knackig
Goldparmäne: süß-nussartig / fest knackig
Ingrid Marie: fein säuerlich mild/ grobzellig, mürbe

Winteräpfel

Wintersorten müssen nach der Ernte (Oktober bis November) eingelagert werden. Gloster oder Cox Orange können erst nach etwa zwei Monaten Lagerung verspeist werden. Winteräpfel sind sehr lange lagerbar, manche sogar bis Mai oder Juni im Folgejahr.

Boskoop: kräftig, fruchtig, säuerlich/gelblich, feinzellig, mürbe
Berlepsch: feinwürzig, säuerlich, grünlich-gelb, knackig
Golden Delicious: süß-aromatisch/ saftig, knackig, später mürb/ gelblich
Granny Smith: fein säuerlich, grasig/ feinzellig, saftig/weiß
Idared: süßsäuerlich, würzig/ saftig, knackig/ weiß
Jonagold: feinsäuerlich aromatisch /gelblich, grobzellig
Jonathan: süßsäuerlich, aromatisch/ weiß, fest, saftig
Kronprinz Rudolf: sehr saftig, süßsäuerlich, hellgelblich mürbe

Tipps für Ernte und Lagerung von Äpfeln

  • Kernobst am besten an sonnigen Tagen, nachdem der Tau getrocknet ist, ernten. 
  • Nur Pflückobst einlagern. Fallobst hat meist Druckstellen oder Verletzungen, dort beginnt die Frucht früher zu faulen. Fallobst und Äpfel ohne Stiel lieber sofort verwerten.
  • Vor dem Einlagern im Keller sollten Raum und Stellagen gründlich gereinigt werden. Seifenlauge oder warmes Essigwasser sind dafür ideal.
  • Wenn möglich sollte das Lager nach Sorten und Reifezeit getrennt angelegt werden. Frühsorten produzieren das Reifegas Ethylen und beschleunigen dadurch die Alterung von Winteräpfeln.
  • Obst und Gemüse nicht gemeinsam lagern. Das Reifegas Ethylen lässt Gemüse schneller altern.
  • Äpfel mit dem Stiel nach oben ins Regal oder in flache Kisten legen, am besten nur in einer Lage oder mit Schutzschichten zwischen den einzelnen Lagen.
  • Im Lagerraum sollte ein Luftaustausch stattfinden können. Frische Luft verhindert Schimmelbildung und Fäulnis.
  • Einmal pro Woche sollte das Lager kontrolliert werden. Faulige oder schimmelige Früchte gleich verarbeiten, dabei die gefaulten Stellen großzügig ausschneiden.
  • Lassen Sie den Mistkübel mit fauligen Früchten nicht im Lagerraum stehen.

   

Letzte Aktualisierung: 29.10.2018