hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

soschmeckt - Logo

News

Schutz für Qualität mit Herkunft

Marchfelder Spargel, Wachauer Marillen, Waldviertler Graumohn, Heumilch – diese Lebensmittel sind weit über die Grenzen hinaus bekannt, und besonders geschützt.

Herkunftsgeschützte Produkte aus Österreich
© Robert Staudinger

Immer mehr KonsumentInnen wollen wissen, wo Lebensmittel und Spezialitäten wirklich herkommen. Dabei soll es keinen Spielraum für Täuschungen geben. Herkunftsangaben und garantiert traditionelle Spezialitäten für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel können durch EU-Recht geschützt werden. Durch die Gütezeichen sind sie geschützt vor Missbrauch und Nachahmung.

Herkunftsschutz für Produkte - Gewinn für Regionen

Die geschützten Herkunftsbezeichnungen verbinden hochwertige Lebensmittel mit den Besonderheiten ihres Herkunftsgebiets. Sie stehen für Qualität, Tradition und Regionalität und gelten als geschmackvolle Botschafter Österreichs. 

Der Herkunftsbezug, z. B. Wachauer Marille, kann von vielen ProduzentInnen eines bestimmten Gebietes verwendet werden, die das Produkt, entsprechend der Erzeugungsrichtlinien, im jeweiligen Gebiet erzeugen.

In Österreich unterliegen aktuell 18 Produkte den 3 Gütesiegeln, 48 Regionen profitieren davon. Alle Produkte, die dieses Gütesiegel tragen oder beantragt haben, werden in der von der EU geführten DOOR-Datenbank aufgezeigt.

Gütezeichen für geschützte Herkunft und Tradition

Die drei EU-Gütezeichen „g.U.“ (geschützte Ursprungsbezeichnung), „g.g.A.“ (geschützte geografische Angabe) und „g.t.S.“ (garantiert traditionelle Spezialität) wurden bereits 1992 als System zum Schutz und zur Förderung traditioneller und regionaler Lebensmittelerzeugnisse eingeführt. In Österreich gibt es aktuell 18 Lebensmittel die geschützt werden: 10 Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung, 5 Produkte mit geschützter geografischer Angabe und drei garantierte traditionelle Spezialitäten. 

Vertrauen wird durch Transparenz gestärkt

Der gute Ruf eines Produktes ist das Resultat intensiver Arbeit. Je stärker das Vertrauen der KonsumentInnen in die garantierte Herkunft, Qualität und das besondere Herstellungsverfahren eines Produktes ist, desto eher wird nachgeahmt und seine Bezeichnung missbraucht. Die rechtliche Absicherung der Bezeichnung trägt zum wirtschaftlichen Überleben der ProduzentInnen bei, sichert die Qualität des Produkts und schützt das Vertrauen der KonsumentInnen. 

Sie erfüllen den Wunsch der KonsumentInnen nach Authentizität und Produktsicherheit. Nicht zuletzt werden dadurch bäuerliche Strukturen erhalten und heimische ProduzentInnen gestärkt. Die Einhaltung der Richtlinien werden von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen laufend kontrolliert wird.

Geschützte Ursprungsbezeichnung
EU

Beispiel für geschützte Ursprungsbezeichnung:

Der Anbau und die Verwendung von Waldviertler Graumohn g.U. sind seit dem Jahr 1280 dokumentiert. Er wird nur in der Region Waldviertel kultiviert, da hier aufgrund der besonderen Boden‐ und Klimaverhältnisse die besten Mohnsamen gewonnen werden können. Die grauen Mohnsamen zeichnen sich durch den hohen Gehalt an Öl aus, welches zu über 70% aus wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht.

Logo ggA
EU

Beispiel für geschützte geografische Angabe:

Der Marchfeldspargel g.g.A. wächst unter besonderen klimatischen Bedingungen und spezifischen Bodentypen mit hohem Humusgehalt heran. Der Verein Genussregion Marchfeldspargel fördert nur Sorten, die sich für dieses Anbaugebiet besonders gut eignen und das typisch, feine Spargelaroma mit wenig Bitterstoffen hervorbringen. Eine besondere Frische wird durch sofortige Kühlung nach der Ernte und der schnellen Verteilung in ganz Österreich gewährleistet.

Logo garantierte traditionelle Spezialität
EU

Beispiel für geschützte traditionelle Spezialität:

Heumilch ist die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. Den Sommer verbringen die Kühe auf Weiden und Almen, im Winter werden die Tiere mit Heu gefüttert, als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot. Die traditionelle Fütterung der Tiere wirkt sich positiv auf den Geschmack der Heumilch aus. Heumilch ist kontrolliert gentechnikfrei.

    

  

   

Weiterführende Links

Überblick über Gütezeichen in Niederösterreich 
SVGH - Serviceverein geschützte Herkunftsbezeichnungen 
EU geführte DOOR-Datenbank mit allen Produkten, die dieses Gütesiegel tragen oder beantragt haben

Letzte Aktualisierung: 06.06.2019