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Kühlschränke leeren und Vorräte aufbrauchen

Der Welternährungstag am 16. Oktober erinnert an jene, die keinen Zugang zu ausreichend und qualitätsvoller Nahrung haben. Damit Kostbares nicht auf dem Müll landet, rät die eNu Vorräte rechtzeitig aufzubrauchen.

Blick in den Kühlschrank
© Monika Kupka

In Österreich landen jährlich rund 157.000 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Wert von über einer Milliarde Euro im Restmüll. Gerechnet pro Haushalt sind das 300 Euro die buchstäblich weggeworfen werden.Das muss nicht sein. Wer seine Lebensmittel rechtzeitig verwertet, vermeidet, dass sie im Müll landen. Vor jedem Einkauf lohnt sich deshalb ein Blick in die Speisekammer und den Kühlschrank.

Oft stapelt sich dort eine Menge Essbares: Verpackungen, die schon länger geöffnet sind, Lebensmittel, die demnächst das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten oder deren Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten ist, die aber noch genießbar sind.

Vorräte richtig anlegen

Vorräte sollten den jeweiligen Bedürfnissen anlegt werden. Ein Singlehaushalt benötigt beispielsweise keine großen Lebensmittelvorräte, die in einer angemessenen Zeit nicht verwertet werden können. Lebensmittel können kurzfristig eingekauft werden, es muss nicht alles in vielfacher Ausführung gelagert werden.

Lebensmittel, die bald ablaufen oder schon geöffnet sind, sollten ganz vorne im Kühlschrank oder dem Vorratsregal Platz finden. Oft stehen „ältere“ Lebensmittel ganz hinten im Regal und frisch gekaufte vorne und somit im Blickfeld. Dagegen hilft, in der Vorratskammer ein eigenes Regal für Lebensmittel, die bald verwertet werden müssen, einzurichten.

Vorräte aufbrauchen

Es gibt viele Möglichkeiten, Vorräte aufzubrauchen. Zum Beispiel hilft es, auf einer „Reste-Liste“ alle Lebensmittel zu notieren, die bald zu konsumieren sind. Vor dem nächsten Einkauf gilt dann, die Liste „aufzuessen“. Je nach Rezept können dafür frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse zugekauft werden.

Wer kocht aus den vorhandenen Vorräten das beste Essen? Das entscheidet ein Kochduell. Nacheinander laden FreundInnen und Bekannte einander zum „Restlessen“ ein. Die Jury isst mit.

Plattformen wie www.myfoodsharing.at bieten die Möglichkeit, alles, was nicht selbst verwertet werden kann, anderen anzubieten. Vielleicht wohnt auch jemand in der Nachbarschaft, der sich über die Lebensmittel freut.

Rezepte zur Vorratsverwertung von Reis und Nudeln
 

Reislaibchen
Zutaten: 2 Tassen Reis, 1 Zwiebel, 2 Eier, 100 g Käse (z. B. Bergkäse, Emmentaler, Schafkäse), Brösel nach Belieben, Petersilie, Muskat, Salz, Pfeffer
Zubereitung: Reis in doppelter Menge gesalzenem Wasser kochen. Abkühlen lassen. Zwiebel fein schneiden und in Öl anbraten. Käse in kleine Würfel schneiden. Reis, Zwiebeln, Käse, Eier und gehackte Petersilie gut vermischen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Falls die Masse zu weich ist, nach Bedarf Brösel hinzufügen. Laibchen formen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Laibchen goldbraun braten. Dazu passt gut Kürbisgemüse.

Nudelfrittata
Zutaten: 300 g Nudeln, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 150 g Käse (z. B. Bergkäse, Schafkäse),
5 Eier, Öl, Petersilie, Salz und Pfeffer.
Zubereitung: Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden. In Öl anbraten. Nudeln dazugeben und  flach drücken. Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braten. Eier in einer Schüssel verrühren, geschnittenen Käse und gehackte Petersilie dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eiermasse über die Nudeln gießen und bei mittlerer Hitze ca. 5-10 Minuten braten, bis die Eier zu stocken beginnen.
Tipp: Beide Rezepte eignen sich auch hervorragend zur „Restlverwertung“ von bereits gekochten Nudeln oder übriggebliebenem Reis.

Download

Studie „Die Wegwerfgesellschaft: Die Ursachen für die Vernichtung von Lebensmitteln“

Weiterführende Links

Land NÖ: Lebensmittel im Abfall
www.soschmecktnoe.at