Grillen wie ein Weltmeister

Sommerzeit ist Grillsaison - Grillparty mit Freunden an einem lauen Sommerabend – das Feuer brennt, die Gäste treffen ein. Auch manch Vertreter des männlichen Geschlechtes, der ansonsten eher einen großen Bogen um die Küche macht, fühlt sich nun zum Grillmeister berufen und verweist die Damen an die Salatbar. Aber Grillen ist mehr als ein Abenteuer für große Jungs. Daher haben wir einige Tipps zum Thema für Sie gesammelt.

Bereits bei der Auswahl des richtigen Grillers, sollte man sich überlegen, ob man ein Grillfest lieber lange im Voraus plant, oder auch einmal eine spontane Party feiern möchte. Holzkohle oder Gas ist die Frage, beschaulich gemütlich oder eher ruckzuck.

Der besondere Geschmack des Gegrillten kommt nämlich gar nicht von der Kohle, sondern von der Beschaffenheit des Rostes. Ein Gussrost gibt den typisch erdigen, wuchtigen Grillgeschmack, während ein Stahlrost feinere  Aromen entstehen lässt. Wer besonderen Wert auf den Eigengeschmack von Fleisch und Fisch  legt, für den ist ein Kugelgriller die beste Wahl, denn hier bleiben auch die feineren Geschmacksnuancen und Würzungen erhalten.

Und auf die richtige Unterlage sollte natürlich nur die richtige Auflage kommen. Hier sollten Sie besonders zu regionalen Spezialitäten mit Gütesiegel greifen. Wenn es etwa um ein zartes Steak oder eine saftige Beiriedschnitte geht, weist heimisches Qualitätsfleisch eine zarte Marmorierung auf, die das Fleisch auch auf dem Rost noch saftig erhält. Gut abgelegen soll es sein, am besten beim Fleischer und nicht zu Hause im Kühlschrank, wo kaum die richtige Temperatur erreicht werden kann.  Ein rund zwei Wochen gereiftes Beiried hat zwar noch elastische Fasern, hält aber bei der Druckprobe deutlich die Vertiefung. Wirklich frisch sollte ohnehin nur Fisch und Geflügel sein, denn auch den  edlen Teilen von Lamm und Schwein aus heimischer Gütesiegel-Produktion tun ein paar Tage Nachreifung gut.

Wer nun vor Filet und Beiried zurückschreckt und sich mit Bratwürsten und einem einfachen Schweinskotelett als Klassiker auf der sicheren Seite wähnt, sollte einige Tipps beachten. Ein Kotelett perfekt zu garen, erfordert moderate Hitze und lange Erfahrung. Eine allzu braune, knusprige Hülle verbirgt ein bereits trockenes, fasriges Inneres. Am besten also gleich mehrere Stücke auf dem Rost platzieren und gelegentlich einen Testschnitt machen. Längeres Grillen hält nur das so genannte  lange Karree mit den dunklen Fleischfasern aus, denn sein Fett muss länger brutzeln. Wer es ganz deftig mag, greift zu Bauch- oder Schulterscheiben.

Doch egal, ob gut durchzogen oder zart und mager, die richtige Qualität macht das Vergnügen. Und die gibt’s auf jeden Fall am besten aus regionaler Produktion.

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