
Monatsthema Spezial: "So schmeckt Niederösterreich" ... Schuljause
Im September drehte sich bei unserem Monatsthema alles um die „gesunde Schuljause“.
Neben Heften und Stiften darf in der Schultasche die Jause nicht fehlen. Sie gibt Ihrem Kind die Kraft und Energie, die es für den anstrengenden Schulalltag braucht. Wer Frühstück und Jause verweigert, wird bald müde und kann keine großen Leistungen mehr vollbringen.
Auf unserer Homepage erhalten Sie Tipps, wie Sie die Jause zum Erlebnis werden lassen und wie Sie Ihr Kind dabei unterstützen können, sich gesund zu ernähren.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Durchschmökern …
5 Wissenspunkte zum Monatsthema:
- 1. Der Start in den Tag – das Frühstück
- 2. Geeignete Lebensmittel für die Schuljause
- 3. Die perfekte Schuljause – so könnte sie aussehen
- 4. Trinken in der Schule
- 5. Nachhaltige Lebensmittelauswahl für die Hauptspeisen
- Rezepttipps
Das Monatsthema wurde von Mag.a Andrea Ficala, Ernährungswissenschafterin bei "die umweltberatung" verfasst.
Expertentipp zum Monatsthema lesen
1. Der Start in den Tag - das Frühstück
Schulanfang. Die gemütlich langen Urlaubsvormittage sind vorbei und mit dem Alltag beginnt in vielen Familien wieder die Diskussion um den gesunden Start in den Tag: Frühstück, ja oder nein? Warm oder kalt, weich oder knusprig? Die Geschmäcker sind so unterschiedlich wie die Familienmitglieder selbst. Manche Kinder mögen partout nichts essen in der Früh und viele Eltern stellen sich besorgt die Frage, wie der Spagat zwischen Kompromissen im Alltag und den Anforderungen an eine gesunde Ernährung zu schaffen ist. Sind die Kinder konzentriert und leistungsfähig genug, wenn sie ohne Frühstück aus dem Haus gehen oder reichen die kindliche Intuition und der knurrende Magen, um zu wissen, wann und was man essen soll?
• Warum ist das Frühstück so wichtig?
Der Körper erholt sich im Schlaf. Und doch: Er verbraucht auch in der Nacht Energie, um die Körpertemperatur aufrecht zuhalten und um wichtige Organfunktionen zu ermöglichen. Der Stoffwechsel ist verlangsamt, findet aber dennoch statt.
Am Morgen haben wir also einige unserer Energiereserven verbraucht, die mit dem Frühstück wieder gefüllt werden können. Gibt es kein morgendliches Essen, können wir schnell in ein Leistungstief kommen.
Auch tagsüber ist unser Befinden ein Rhythmus mit Höhen und Tiefen, die Fähigkeit unseres Körpers, Leistung zu erbringen, unterliegt tageszeitlichen Schwankungen. Es ergibt sich ein Rhythmus von Leistungsbereitschaft auf der einen und Erholungs- und Schlafbedürfnis auf der anderen Seite.
Die Schule verlangt von Kindern und Jugendlichen vollen Einsatz. Unterstützen Sie Ihr Kind, soweit es Ihnen möglich ist.
• Was tun bei Frühstücksmuffeln?
Sind Kinder morgens noch nicht wach genug oder schlecht gelaunt, ist ein großes Frühstück nur schwer möglich. Andere wiederum fühlen sich topfit und sind auch schon sehr gesprächig, mögen aber trotzdem nichts essen. Einige Tipps, wie Sie gemeinsam den Start in den Tag gut meistern können:
Tipp Nr. 1: Rechtzeitig aufstehen. Zeitmangel führt automatisch zu Hektik und Stress.
Tipp Nr. 2: Richten Sie soviel wie möglich bereits am Vorabend her. Der Tisch kann bereits gedeckt werden und Müsli oder Aufstriche vorbereitet sein.
Tipp Nr. 3: Hand aufs Herz: Sind Sie ein gutes Vorbild?
Sie haben eine größere Vorbildwirkung, als Sie vielleicht annehmen – gerade im Kindergarten- und Volksschulalter ist die Beispielwirkung der Eltern und Bezugspersonen bei der Nahrungsaufnahme groß. Nehmen auch Sie sich die Zeit und leisten Sie Ihrem Kind Gesellschaft beim Frühstück. Essen Sie mit. Wenn die Eltern eine positive Einstellung zu gesunder und ausgewogener Ernährung haben, überträgt sich diese Haltung automatisch auf die Kinder. Kinder sind gute Beobachter und wissen schnell, ob etwas nur gesagt oder auch getan wird! Wer den Kindern predigt, gesundes Obst zu essen, aber selbst nie in einen Apfel beißt, wird wenig Erfolg mit den Ratschlägen haben.
Tipp Nr. 4: Ein warmes Getränk oder ein Joghurt unterstützt ein appetitloses Kind in den ersten Stunden des Tages.
Tipp Nr. 5: Sie sind nicht allein. Viele andere Eltern sind ebenfalls mit Frühstücksmuffeln beschäftigt und dankbar für Lösungsvorschläge. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind eine reichhaltigere Vormittagsjause im Kindergarten oder in der Schule essen kann. Diese Jause kann gut gemeinsam mit anderen Eltern organisiert werden.
Tipp Nr. 6: Eine freundliche, farbenfrohe Essumgebung sorgt für Wohlbefinden.
• Die Lust am (gesunden) Essen
Verzweifeln Sie nicht, wenn Ihr Kind sich nicht von dem Argument „Iss’ das, das ist gesund“ überzeugen lässt. Kinder wissen zwar oft, was gesund ist, weil sie es von den Erwachsenen hören. Sie können aber mit dem Begriff „gesund“ meist nicht viel anfangen. Für Kinder gelten andere Entscheidungskriterien wie Geschmack oder die optische Erscheinung, manche Dinge sind verlockend, weil sie bunt oder einfach lustig sind.
Wer kein richtiges Frühstück mag, der findet vielleicht Gefallen an einem Frühstücksdrink, der Energie für den Tag liefert.
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2. Geeignete Lebensmittel für die Schuljause
Die wichtigsten Bausteine einer gesunden Lebensmittelauswahl:
- Getränke sorgen für geistige Frische und Leistungsfähigkeit. Am besten sind
Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees oder verdünnte Frucht- oder Gemüsesäfte aus der wieder befüllbaren Getränkeflasche. Ganz ohne Kalorien und Abfall kommen Trinkwasserbrunnen an der Schule aus! Das ist günstig, gesund und umweltfreundlich.
- Getreideprodukte (Kohlenhydrate) halten Kopf und Körper in Denklaune.
Vollkornprodukte enthalten Ballaststoffe und sättigen sehr lang. Vollkornbrot und -gebäck am besten mit Topfen-, Kräuter- oder Gemüseaufstrichen und zur Abwechslung auch mit mageren Wurst- und Käsesorten belegen. Viele Bäckereien bieten ein breites Sortiment an Weckerln und Broten an und liefern direkt in die Schule.
- Milch und Milchprodukte sind wichtige Eiweiß- und Kalziumlieferanten und stärken die Knochen. Süße Trinkjoghurts, Vanillemilch und Kakao sind aber oft sehr zuckerreich! Mit Milch oder Joghurt verdünnen oder zuhause Selbermachen, sind mögliche Alternativen.
- Obst und Gemüse halten Geist und Körper fit und gesund, liefern Vitamine
und Mineralstoffe und stärken unsere Abwehrkräfte. Salatblätter, Paradeiser, Gurken, Radieschen, Paprika oder anderes Gemüse werten jede Jause auf. Das Obst sollte von LandwirtInnen aus der Region oder bestenfalls aus dem eigenen Garten kommen, das spart Transportkilometer. In einigen Schulen haben Elternvertretung und Schulleitung einen „Obstverkauf im Radldienst“ initiiert: Jede Woche verkauft eine andere Klasse das Obst, der Gewinn fettet die Klassenkasse auf.
- Sparsam mit Streichfetten umgehen
- Möglichst wenig Fertigprodukte, sie enthalten meist viel Salz, Zucker, Fett
und unnötige Zusatzstoffe. Frische Lebensmittel sind nährstoffreicher und haben einen natürlichen Geschmack.
• Süßigkeiten begünstigen die Entstehung von Karies
Die Vorliebe für Süßes ist angeboren. Leider schädigt der Zucker die Zähne und liefert oft Energie, die gar nicht verbraucht wird. Frisches Obst, fruchtige Desserts, Vollkornkuchen oder Trockenfrüchte stillen den Gusto auf Süßes besser als stark zuckerhältige Snacks und liefern dazu wichtige Inhaltsstoffe. Vollkorngebäck sättigt länger, sodass Heißhunger-Attacken auf Süßigkeiten ausbleiben.
Der Ursprung für die Entstehung von Karies ist Zahnbelag (Plaque), der hauptsächlich aus Nahrungsresten, Bakterien und deren Ausscheidungsprodukten gebildet wird. Die Bakterien leben von Kohlehydraten aus der Nahrung und bilden Säuren, welche die in der Zahnoberfläche eingelagerten Mineralstoffe herauslösen. So entsteht schließlich ein Loch im Zahn. Kinderzähne sind besonders empfindlich.
• Hilft Zähneputzen nach dem Essen?
Dass Zähneputzen gleich nach dem Essen die Zähne gesund hält, ist inzwischen widerlegt. Die Säuren, die während dem Essen auf die Zähne wirken, schwächen den Zahnschmelz, sodass sich das mechanische Reiben mit der Bürste sogar negativ auswirken kann. Deshalb nach dem Essen mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten!
Tipp: Mund ausspülen, Wasser trinken oder Kaugummi kauen!
• Völliger Verzicht von Naschereien ist nicht notwendig
Nicht nur die Menge an verzehrtem Zucker, sondern auch das „Was, Wie und Wann“ sind wichtig. Prinzipiell ist für die Entstehung von Karies nicht die Menge an verzehrten Süßigkeiten ausschlaggebend, sondern das Zusammenspiel von Verzehr und Zähneputzen. So wirken im Anschluss an die Hauptmahlzeiten verzehrte Mengen an Süßspeisen verhältnismäßig weniger schädigend auf die Zähne als viele kleine Naschereien zwischendurch (besonders gefährlich sind solche von klebriger Konsistenz wie Bonbons, Karamell, Zuckerwatte, Gummibärchen etc., die lange an den Zähnen haften bleiben). Süßes sollte daher besser als Nachtisch gereicht werden.
• Kleine Verbote beim Naschen
Auch bei Süßem lassen sich Kinder oft auf Kompromisse ein. Sie können die Menge an Süßigkeiten festlegen, die an einem Tag gegessen werden darf, zum Beispiel einmal am Tag als Nachspeise.
Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von „Vitamintagen“ oder „Ausprobiertagen“ bis hin zu „Wunschtagen“, an denen das Kind die Jause ganz alleine zusammenstellen darf. Versuchen Sie, Süßigkeiten nicht sichtbar herumliegen zu lassen und vermeiden Sie es am besten, Naschereien zur Belohnung (oder den Entzug als Bestrafung) einzusetzen.
• Brauchen wir Kinderlebensmittel?
Als Kinderlebensmittel bezeichnet man Produkte, die sich speziell an die Zielgruppe Kinder richten. Sie werden mit vielfältigen Werbeaussagen angepriesen und haben meist eine für Kinder attraktive, bunte Aufmachung. Kinderlebensmittel finden sich typischerweise in den Produktgruppen Snacks, Milchprodukte, Frühstückscerealien und Getränken.
Bei einer Untersuchung von 41 verschiedenen Produkten im Jahr 2009 kam die Arbeiterkammer zu dem Ergebnis, dass 82 Prozent der Produkte nicht oder nur bedingt empfehlenswert sind. Der Großteil der Kinderlebensmittel wurde als zu süß, zu fett oder zu salzig bewertet. Auch die Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen wird als nicht oder nur bedingt sinnvoll beurteilt.
• Kalzium – zum Glück nicht nur in Milchprodukten!
Besonders im Kindes- und Jugendalter unterstützt das Kalzium in Milchprodukten das Wachstum der Knochen. Wenn Kinder Milch ablehnen, mögen sie aber vielleicht Topfen-Aufstriche oder manche Käsesorten. Kalzium ist auch in grünem Gemüse sowie in Vollkornbrot oder Sesam enthalten.
Kakaomilch ist ein schlechter Kalziumlieferant, da die im Kakao enthaltene Oxalsäure das Kalzium bindet, sodass der Körper dieses nur noch schlecht aufnehmen kann.
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3. Die perfekte Schuljause - ein buntes Treiben
• Die Augen essen auch in der Schule mit
Eine verschließbare Jausenbox bewahrt Obst und Weckerl davor, zwischen Schulbüchern zerquetscht zu werden und vermeidet Plastiksackerl oder Folien. Die Box kann wiederverwendet werden und ist daher auch die umweltfreundliche Alternative zu Alu- oder Plastikfolie. Je abwechslungsreicher die Jausenbox gefüllt ist, desto besser! Besonders stechen dabei bunte Obst- und Gemüsesticks hervor: im Herbst knackige Paprika, Kohlrabi und Gurken, im Winter leuchten orange Karotten aus der Jausenbox.
Tipps für die Jausenbox:
• Je bunter, desto besser!
• Kinder lieben mundgerechte Obst- und Gemüsesticks. Karottensticks oder Paprikastifte sind schön bunt und Apfelspalten mit Zitrone beträufelt bleiben den ganzen Tag appetitlich und frisch. Kinder lieben diese handlich geschnittenen Vitaminspender.
• Vollkornprodukte sättigen länger und enthalten wertvolle Inhaltsstoffe.
• Qualität zahlt sich aus. Bio ist gesünder!
• Eine verschließbare Jausenbox ist praktisch, attraktiv und vermeidet
Verpackung.
• Esskultur an Schulen
Ob ein Essen richtig gut schmeckt, hat nicht nur mit dem Geschmack oder den Vorlieben selbst zu tun, sondern auch mit der Atmosphäre beim Essen. Bei gemeinsamen Mahlzeiten lernen Kinder, mit Besteck umzugehen, bestimmte Regeln einzuhalten und auf andere Rücksicht zu nehmen oder zu teilen. Die SchülerInnen können gesunde und nachhaltige Ernährung praktisch erleben.
Selber machen – für Kinder das Größte!
Speisen selbst zuzubereiten, macht Kindern immer Spaß. Dafür muss man natürlich etwas Zeit einplanen, die kleinen Kinderhände brauchen noch etwas länger, um zu schneiden oder zu dekorieren.
Tipps für das Zubereiten mit Kindern:
- Lassen Sie die Kinder mitreden, was sie gerne für die Jause machen wollen.
- Probieren Sie neue Speisen aus, auch wenn es manchmal einige Zeit dauert, bis das Kind das Neue akzeptiert.
- Probieren lassen: Schließen Sie mit Ihrem Kind den Kompromiss, Lebensmittel zumindest einmal zu kosten, bevor sie abgelehnt werden dürfen. Vielleicht schmeckt es ja doch nicht so schlecht!
- Pflanzen Sie Essbares selbst an. Kräuter können auch in der Wohnung wachsen und schon ein kleiner Balkon bietet Platz für Paradeiser oder essbare Blüten.
• Köstliche Brotaufstriche
Aufstriche geben jedem Brötchen den richtigen Biss. Sie können schnell und einfach zubereitet werden und sind eine gesunde, ökologische Alternative zu herkömmlichen Jausensnacks.
Frische Kräuter ermöglichen unterschiedliche Geschmacksrichtungen und spenden Vitamine. Eine gute Basis für köstliche Aufstrichvariationen bilden Topfen, Hülsenfrüchte, Getreide oder Erdäpfel. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Jausensnacks: Sie können die Zutaten selbst aussuchen und Qualitätsprodukte aus biologischem Landbau verarbeiten. Eine große Vielfalt an Rezepten sorgt für Abwechslung.
Tipp:
"die umweltberatung" hat für Sie Jausenhits zusammengestellt, die Wurstsemmeln, Burger & Co in den Schatten stellen. Das Infoblatt „Brotaufstriche – die köstliche Biojause für zwischendurch“ steht auf www.umweltberatung.at zum kostenlosen Download bereit.
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4. Trinken in der Schule
Kinder benötigen etwa ein bis eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag, nach sportlicher Bewegung entsprechend mehr. Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder ungezuckerte Tees sind die idealen Durstlöscher für die Kleinen. Wieder befüllbare Flaschen in Griffweite erinnern die Kinder daran, auch in turbulenten Schulpausen zu trinken.
In Österreich ist die Qualität des Trinkwassers im Allgemeinen hervorragend, Leitungswasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel. Die Wasserwerke sind verpflichtet, auf Nachfrage über die Inhaltstoffe zu informieren. Für Trinkwasser aus dem eigenen Hausbrunnen ist eine Trinkwassermessung empfehlenswert.
• Ist Mineralwasser besonders gesund?
Jährlich schleppt der/ die ÖsterreicherIn ca. 90 Liter Mineralwasser nach Hause. Trotz der guten Qualität des Leitungswassers steigt der Verbrauch an kohlensäurearmen und stillen Wässern jährlich an. Mineralwasser ist aber nicht notwendig, um den Mineralstoffbedarf zu decken. Die Aufnahme von ausreichend Mineralstoffen erfolgt über eine ausgewogene Ernährung!
Noch beliebter als Wasser sind Cola, Eistee und süße Limonaden. Was kurzfristig einen Energiekick verspricht, führt langfristig jedoch zu schweren Zahnschäden und Übergewicht. Der Körper ist biologisch nicht darauf vorbereitet, die plötzliche Kalorienzufuhr aus Getränken zu kompensieren. Wenn nicht anderswo Kalorien eingespart oder durch mehr Bewegung verbrannt werden, führt der laufende Genuss zuckerhältiger Getränke langfristig zu Übergewicht.
• 24 bis 40 Zuckerstücke pro Liter
Nicht alles, was durch köstliche Früchte auf der Verpackung fruchtigen Genuss verspricht, ist auch reich an Früchten! Der Mindestfruchtanteil eines Getränks ist aufgrund der Produktbezeichnung auf der Verpackung erkennbar. So muss Fruchtnektar mindestens 25 % Frucht enthalten, ein Fruchtsaftgetränk hingegen nur 10 %. Limonade wie z. B. Orangenfruchtsaftlimonade muss nur 3 % Frucht enthalten.
Ein Liter Eistee kann bis zu 24 Stück Würfelzucker enthalten. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als ausreichend erachtete Tagesration an Zucker – 60 Gramm für Erwachsene, 50 Gramm für Kinder – kann mit einem Liter Eistee bereits überschritten werden. Limonaden sind noch süßer, sie enthalten bis zu 40 Stück Würfelzucker.
• Macht zappelig und schlaflos: Koffein
Eistee, Cola-Getränke und Energydrinks enthalten Koffein. Der Verein für Konsumenteninformation hat die gängigen Eistees getestet und Werte zwischen 20 und 94 Milligramm Koffein pro Liter Eistee gefunden. Das entspricht in etwa dem Koffeingehalt von einer Tasse frisch aufgebrühtem Tee. Zum Vergleich: Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke müssen zwischen 65 und 150 Milligramm Koffein enthalten, Cola-Getränke dürfen sogar bis zu 250 Milligramm Koffein pro Liter Getränk aufweisen. Spitzenreiter sind Energydrinks mit bis zu 320 mg/l.
Für koffeinempfindliche Personen und vor allem für Kinder sind Eistees zwar verträglicher als Cola-Getränke, für Geldbörse und Figur bleibt jedoch Wasser das Lebensmittel Nr.1. Frisches Wasser aus der Leitung ist auch das umweltfreundlichste Getränk, es kommt ohne Verpackung, lange Transporte und aufwändiges Recycling aus!
Tipp: "die umweltberatung" hat ein Infoblatt „Fruchtsaft, Wellnessdrink & Co“ zusammengestellt, einfach kostenlos downloaden unter www.umweltberatung.at.
• Getränke aus der Region und Mehrweg
Obstsäfte von regionalen AnbieterInnen, am besten in Mehrweggebinden, sind die optimalen Erfrischungsgetränke. Mehrweg ist die beste Wahl für die Umwelt! Mehrwegverpackungen aus Glas oder Plastik sind den Einwegverpackungen bei weitem überlegen, sowohl beim Energie- als auch beim Rohstoffverbrauch. Der Aufwand für Reinigung und Transport der Mehrweggebinde ist dabei schon berücksichtigt. Auch wenn Einwegverpackungen recycelt werden, kommen sie aus ökologischer Sicht nicht an Mehrweg heran.
Biofruchtsäfte enthalten 100 % reifes Obst aus biologischer Produktion. Sie sind frei von Pflanzenschutzmitteln und chemischen Rückständen und können mit Wasser gut verdünnt werden.
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5. Nachhaltige Lebensmittelauswahl für die Hauptspeisen
• Regional, saisonal, biologisch und fair
So einfach ist das Rezept für gesunde und klimafreundliche Ernährung! Jede Jahreszeit hat ihre Köstlichkeiten und jetzt im Herbst warten Kürbis, Kraut, Karotten, Brokkoli, Kohl, Herbstsalate, Birnen, Fenchel, Karfiol, Trauben und Zwetschken darauf, ihre volle Reife und ihr herrliches Aroma auf dem Teller entfalten zu können.
Viele weitere Tipps finden Interessierte in der Broschüre „Klimaschutz am Teller. Tipps und Rezepte für einen ökologischen Ernährungsstil“, gegen Versandkosten (Porto plus Bearbeitungsgebühr) erhältlich bei:
"die umweltberatung", Tel. 02742 718 29, niederoesterreich(at)umweltberatung.at sowie im Online-Shop auf www.umweltberatung.at.
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Rezepttipps
Expertentipp zum Monatsthema
„Gesunde Schuljause“
Die optimale Schuljause macht satt, munter und gibt Kraft und Energie für den ganzen Tag. Unser Gehirn denkt „biochemisch“. Aus Nährstoffen wird Energie gewonnen und Botenstoffe werden gebildet. Fehlen SchülerInnen Wasser und Nährstoffe werden sie unaufmerksam, müde und machen bei Rechen-, Seh- und Sprachaufgaben mehr Fehler.
Um Leistungen erbringen zu können, brauchen Kinder ausreichend Energie und Nährstoffe. Eine ausgewogene, gesunde Schuljause trägt viel dazu bei, dass die Leistungsfähigkeit über den Vormittag hinweg anhält. Sie ist gekennzeichnet durch energiearme Getränke, wie Leitungswasser, Mineralwasser, ungesüßte Früchtetees und verdünnte Obstsäfte, Brot aus Vollkornmehl sowie Getreideprodukte ohne Zuckerzusatz, frisches Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte, sowie fettarme Käse- und Wurstsorten.
Damit gesunde Jause auch Spaß macht, sollten die Jause praktisch zu essen und attraktiv verpackt sein. Bunte Jausenboxen sind schick und halten das Mitgebrachte länger frisch. Und Wasser oder Saft aus coolen Trinkflaschen schmeckt einfach besser. Mehr Tipps zur gesunden Schuljause und leckere Rezepte finden Sie unter www.gesundesnoe.at.
Tipp für ein Jausenbrot
„Tarzanschmaus“
Zutaten für 1 Brot:
2 Scheiben Mehrkornbrot, etwas Butter, 2 gewaschene Salatblätter, 2 große Paradeisscheiben, 1 Scheibe Käse, 1 hart gekochtes Ei
Zubereitung:
Die Brotscheiben gleichmäßig mit Butter bestreichen. Eine Scheibe zuerst mit den wieder vollkommen trockenen Salatblättern, dann mit den Paradeisscheiben und der Käsescheibe belegen. Darauf schuppenförmig das geschälte, in Scheiben geschnittene Ei drauflegen Das belegte Brot mit der zweiten Brotscheibe zuklappen.
Mag. Julia Gassner, Projektleitung „Gesunde Schule is(s)t“








