Monatsthema Spezial – Faschingszeit

Bedeutung, Brauchtum und Geschichtliches

© Sevda Bakir

Der bei uns gebräuchliche Begriff "Fasching" wird vom mittelhochdeutschen "Vastchanc" und dessen Zwischenform "Faschang" abgeleitet. Das Wort bedeutet soviel wie „Ausschenken des Fastentrunks“.

Was die Verkleidung angeht, ist im Fasching fast alles erlaubt, was sonst verboten ist: wie Geschlechterwechsel, Freizügigkeit, Protest, Parodie und derbe Scherze. Es scheint ein Grundbedürfnis zu sein, dass Menschen von Zeit zu Zeit ihren Alltag verlassen, um symbolisch in eine andere Haut zu schlüpfen.

Der Faschingsbrauch enthält Elemente alter bäuerlicher Kultur, höfischer Kostümfeste und spätmittelalterlicher bzw. frühneuzeitlicher Narrenfeste der Handwerker und Zünfte. In den Städten ist der moderne Fasching in Österreich vor allem durch zahlreiche Ballveranstaltungen geprägt.

Warum feiern wir eigentlich Fasching?
Ganz sicher kann niemand sagen, warum oder seit wann wir Fasching feiern, denn die ersten schriftlichen Quellen, die wir über das Faschingfeiern haben, stammen erst aus dem Mittelalter.
Gefeiert wurde nämlich schon viel früher. Angeblich gehen die Ursprünge des Faschings sogar zurück bis zu den alten Römern.
Eine Theorie für den Ursprung des Faschingsfestes besagt, dass der Fasching gefeiert wird, um den Winter auszutreiben. Das versuchte man vor langer Zeit mit hässlichen Masken, Schreien und lautem Lärm – Lärm und Feuerschein sollte die bösen Geister und den dunklen Winter vertreiben. Auch heute noch gehören Singen und Lärmen zum Fasching! Der "Sieg" über den Winter wurde hinterher gemeinsam gefeiert: mit Musik und Gesang, Essen und Trinken, Tanzen und Späßen.

Fasching könnte aber ursprünglich auch ein Fruchtbarkeitsfest gewesen sein, bei dem man wie bei einem Erntedankfest die Fruchtbarkeit der Erde feierte und den Göttern dankte.
Kurz gefasst: Man weiß es nicht genau, warum wir Fasching feiern, aber der Brauch ist in einigen Abwandlungen rund um den Globus bekannt.

Die Lust am Verkleiden
Seit es Menschen gibt, verkleiden sie sich und schlüpfen in andere Rollen. Die Lust in eine andere Identität zu schlüpfen, die man im alltäglichen Leben vielleicht nicht zeigen will, steckt in uns allen. Der Fasching bietet jeder/ jedem die Möglichkeit, einige Zeit in eine andere Rolle zu schlüpfen.

So sucht sich jeder Mensch, egal ob Kind oder Erwachsener, die Verkleidung, die ihm am besten gefällt und in der er sich wohl fühlt. Eine gewisse Anonymität durch die Verkleidung trägt zum ausgelassenen Feiern bei.

Faschingsbeginn am 11.11. um 11:11 Uhr?
Zahlreiche Medien weisen jedes Jahr auf den Faschingsbeginn am 11. 11. um 11:11 Uhr hin, diese Information ist aber nicht ganz richtig.

Eigentlich starten am 11. 11. nur die Vorbereitungen für den Fasching, der „richtige“ Fasching beginnt erst im neuen Jahr. Es ist der Tag des Erwachens der Faschingsnarren, das sogenannte Landesnarrenwecken wird durchgeführt. Auch die niederösterreichischen Faschingsgilden werden am 11. November erweckt.

11 - die närrische Zahl
Die Elf gilt seit dem Mittelalter als närrische Zahl. Es gibt eine Reihe von Zahlen, denen von religiöser Seite eine besondere symbolische Bedeutung beigemessen wird.
Natürlich gibt es auch fröhliche Umzüge an diesem Tag, doch der offizielle Faschingsbeginn ist erst am 7. Jänner, der Tag nach dem Dreikönigstag. Mit diesem Tag endet die Weihnachtszeit.

Der Fasching und sein Ende
In Niederösterreich wird jedes Jahr eine Gemeinde oder Stadt zur Landesnarrenhauptstadt gekrönt. Die Landesnarrenhauptstadt 2011 bis zum Faschingdienstag am 8. März ist Bad Vöslau.

Regional unterschiedlich sind die Ausformungen der Faschingsfeiern. Vielerorts gibt es Prinzenpaare, Faschingsumzüge, bei denen die Gemeinden und Städte mitmachen und oft überregionale Züge gebildet werden.

Die Dauer des Faschings hängt von Ostern ab, das zwischen 22. März und 25. April fällt. Dem Rosenmontag und Faschingdienstag als Höhepunkt und Ende der närrischen Tage folgt der Aschermittwoch.
Der Aschermittwoch, der erste Tag nach dem Fasching, ist ein Tag, der mit Ostern, dessen Datum jedes Jahr variiert und vom Frühlingsvollmond abhängt, in Zusammenhang steht. Daher kann der Fasching länger oder kürzer dauern, abhängig davon, auf welchen Tag der Aschermittwoch fällt.

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Der kulinarische Fasching

© Günter Havlena / PIXELIO

Traditionell wurden zu Fasching fettreiche, üppige Speisen verzehrt. Zum letzten Mal sollte sich vor der langen Fastenzeit noch einmal so richtig der Bauch vollgeschlagen werden.

Der Faschingskrapfen
Um den Faschingskrapfen ranken sich viele Geschichten und Mythen. Krapfen sind kleinere süße oder salzige Hefeteigstücke mit süßer oder pikanter Füllung, die im heißen Fett herausgebacken werden. In welcher Zeit und von welchem Volk dieses Fettgebäck erstmals gebacken wurde, ist nicht eindeutig nachweisbar.

Bereits die alten Ägypter bereiteten im Fett schwimmendes Gebäck zu, vermutlich aber geht der heutige Krapfen auf die Römer zurück. Sie kannten bereits ein ähnliches Gebäck, das sie "globuli" (Kügelchen) nannten. Daraus wurde um das Jahr 1200 in den Klosterküchen Europas ein Gebäck namens "Craplum" oder "Graphun", das in den öffentlichen Schmalzküchen der größeren Städte hergestellt und verkauft wurde. Durch die römischen Kolonisten dürfte dieses Gebäck über die Alpen an den Donaulimes und in das heutige Wien gekommen sein.

Die Vielfalt an Krapfen in Österreich war und ist groß. Das Wort „Krapfen“ wurde weitläufig und willkürlich verwendet, obwohl es sich beim Gebäck nicht zwangsläufig um „Krapfen“ im eigentlichen Sinn handelte. So gab es Butterkrapfen, Vanillekrapferl, Kaffeekrapfen, Paulkrapfen, Brandteigkrapfen, Heidelbeer-, Erdbeer-, Himbeerkrapfen, Sternkrapfen, Schlüsselkrapfen, Rohrkrapfen, Ennstaler Krapfen, Böhmische Krapfen, Karthäuser Krapfen, „Prügelkrapfen“, „Schnürkrapfen“ u.v.m.
Richtige „Krapfen“ sind aus Germteig und in heißem Fett herausgebacken.

Zu den berühmtesten Krapfen der österreichischen Küche gehört sicher der „Wiener Faschingskrapfen“. 
Krapfen waren beliebte Präsente für Verwandte und Bekannte, über die sich jeder Beschenkte freute. So sagt der Volksmund über einen recht fröhlichen Menschen: „Er lacht, als wenn er Krapfen im Sack hätte.“

Um für die karge Fastenzeit gerüstet zu sein, rieten Mönche, vor Beginn des Fastens kräftige und nährstoffreiche Nahrung zu sich zu nehmen. Statt Brot wurden die wesentlich energiereicheren Krapfen zur Stärkung gebacken. Der wahre, der "perfekte" Krapfen ist mit Staubzucker bestreut und ausreichend mit Marillenmarmelade gefüllt – nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel, sie darf nicht auf der anderen Seite des Teiges herausspritzen.

Krapfen
In der Faschingszeit führt also kein Weg an dieser süßen Versuchung vorbei. Wie aber gelingt sie selbst gemacht?

Tipps:
- Setzen Sie ein sogenanntes Dampfl als Gärprobe an, um die Frische der Hefe zu kontrollieren. Dafür wird mit Mehl und Zucker (ohne Salz!) verrührte Hefe in etwas lauwarmer bzw. leicht erwärmter Milch zum Aufgehen gebracht.
- Zum Herausbacken wird qualitativ hochwertiges Fett, möglichst geschmacksneutral, wie z.B. Rapsöl verwendet.
- Je mehr Dotter Sie verwenden, desto mürber und farblich schöner wird der Krapfen.
-  Gut gegangener Teig sollte eine zarte Haut haben und nicht mehr glänzen! Sein Volumen soll sich ca. verdoppelt haben.
- Den aufgegangenen Teig so lange schlagen, bis er sich vom Rand des Gefäßes und vom Knethaken löst. Der Teig soll hell und auf keinen Fall zu fest sein.

Marmelade
Marillenmarmelade ist Tradition. Probieren Sie aber auch einmal etwas Neues wie z.B. die Dirndlmarmelade. Die „Dirndl“ oder auch „Kornellkirsche“ genannt, hat im Pielachtal eine jahrhundertelange Tradition. Die Pielachtaler Bauern und Bäuerinnen pflegen und erhalten sie seit vielen Generationen. Die ovalen Früchte, die sich ab Mitte August je nach Sorte korallenrot bis fast schwarz färben, haben einen zweisamigen Kern. Die Dirndl gehört zwar zur Steinobstfamilie; sie zählt aber nicht wie die Kirsche zu den Rosen-, sondern zu den Hartriegelgewächsen. Die Dirndln wachsen auf 6-8 m hohen Sträuchern, die bis zu 450 Jahre alt werden. Ihren Geschmack kann man am treffendsten als süß-gerbsäuerlich bezeichnen.
Aus den besonderen Früchten werden allerlei Köstlichkeiten hergestellt: Säfte, Marmeladen, Edelbrände, Schokolade und Torten, aber auch würzig eingelegte „Pielachtaler Oliven“.

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Das Faschingsfest - regional und klimafreundlich

© die umweltberatung / Matthias Komarek

Ein gelungenes Fest verlässt kein Gast hungrig. Kleine, fast unbemerkbare Änderungen machen die Faschingsparty zum umweltfreundlichen Erfolg. Dass Genuss, Spaß und Umweltschutz keine Gegensätze sind, zeigt die ökologische Faschingsparty.

Natürlich ist auch hier das Essen entscheidend. Alles fängt beim Einkauf an: eine Auswahl saisonaler und regionale Produkte. Der Winter bietet mehr Abwechslung, als viele annehmen: Erdäpfel, Karotten und Zwiebel sind zum Beispiel das ganze Jahr über aus österreichischer Produktion erhältlich und vielseitig in der Küche einsetzbar.

Das klimafreundliche Faschingsbuffet ist reichhaltig: von knackigen Wintersalaten mit Vogerlsalat, Nudeln oder Getreidereis über belegte Sandwiches und Aufstrichbrote, bis hin zum klassischen Erdäpfelgulasch. Als Nachspeise bieten sich neben dem traditionellen Krapfen auch Powidltascherl, Mohn- oder Karottenkuchen an.

Getränke aus der Region und Mehrweg
Obstsäfte von regionalen AnbieterInnen, am besten in Mehrweggebinden, sind die optimalen Erfrischungsgetränke bei der klimafreundlichen Faschingsparty. Mehrweg sollte auch bei Besteck und Geschirr gelten.

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Fasching - Für Kinder das Größte!

© Sevda Bakir

Für die Kinder ist der Fasching eine tolle Zeit. Für die Kleinen gibt es kaum etwas Schöneres, als einmal jemand ganz anderer zu sein. Dafür bietet der Fasching die ideale Möglichkeit. Dazu gibt's Spiele, Musik, Tanzen und ein köstliches Buffet.

Auch junge Gäste haben Ansprüche! Ein buntes Buffet mit Essen zum Zugreifen wie kleine belegte Brote, bunte Salate oder klein geschnittenes Obst reichen meist aus um Kinder in den Spielpausen zu verköstigen. Für das leibliche Wohl eignen sich fingergerecht vorbereitete Häppchen. Für den süßen Appetit bieten sich neben Krapfen auch Muffins oder saftige Kuchen mit Nuss oder Mohn hervorragend an, weil dafür keine Teller und kein Besteck gebraucht werden! Gemüsesticks sind bei Kindern ebenfalls beliebt. Sie sind leicht vorzubereiten, und beim Fest können sich die Kinder zwischendurch selbst bedienen.

Der Hit auf jeder Kinderparty sind selbstgemachte Fingerfarben oder Knetmasse aus natürlichen Materialien.

Tipps:
Fingerfarben
2 gehäufte EL Weizen- oder Roggenmehl, 1/8 l kaltes Wasser, 3/8 l heißes Wasser, 2 Teelöffel Zucker, mehrere Schüsseln, je nach Anzahl der Farben, Gläser mit Deckeln
In kaltes Wasser Mehl einrühren, mit heißem Wasser aufgießen. Unter ständigem Rühren das Mehl mit Wasser weiter erhitzen und den Zucker dazugeben. Den Brei auf verschiedene Schüsseln verteilen und mit unterschiedlichen Lebensmittel- oder Pflanzenfarben versetzt in Gläser füllen.

Knetmasse
2 Tassen Wasser aufkochen lassen und über folgendes Gemisch leeren:
1 Tasse Salz, 2 Teelöffel Zitronensäure, 2 Esslöffel Öl, 2 Tassen glattes Mehl
Lebensmittel- oder Pflanzenfarbe dazugeben und mit dem Mixer gut durchrühren

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Der Tag danach: Heringsschmau und Katerfrühstück

© aksel / PIXELIO

In vielen Regionen hat sich der Heringsschmaus am Aschermittwoch als „sanfter Übergang“ zwischen Völlerei im Fasching und ruhiger Fastenzeit eingebürgert.
Egal ob mit Erdäpfeln oder Roten Rüben - der Heringschmaus ist in Österreich ein absoluter Klassiker. Besonders nach der üppigen Faschingsschlemmerei ist Fisch ein beliebtes und gesundes Lebensmittel.

Heringe sind in der Ost- und Nordsee sowie im gesamten Nordatlantik zu finden, von Norwegen bis nach Grönland und bis vor die amerikanische Ostküste. In den letzten Jahren sind die Fischbestände des Herings bereits mehrmals eingebrochen. Derzeit haben sich die Bestände zum Glück größtenteils wieder stabilisiert und liegen innerhalb der biologisch sicheren Grenzen. Dem jährlichen Genuss des Heringsschmauses steht somit aus ökologischer Sicht nichts im Wege. Es gibt aber auch sehr köstliche heimische Alternativen!

Regional aufgetischt!
Fisch liefert Omega-3-Fettsäuren, Jod und viele wertvolle Vitamine. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen, doch die Weltmeere sind bereits stark überfischt.

Für FischgenießerInnen gibt es die bessere Wahl: Heimische Fische wie Forelle oder Karpfen sind eine hervorragende Alternative zu den bedrohten Meeresfischen!

Die sauer eingelegte Forelle passt ganz gut in die Faschingszeit. Und man kann sie leicht vorbereiten. Für dieses Rezept gut geeignet sind auch Karpfen, Forelle, Zander, Saibling oder Wels.

Geben Sie dem Kater Saures!
Der Tag nach dem Feiern: Der Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe. Diese Unausgewogenheit an Wasser und Elektrolyten führt zum berüchtigten „Kater“ mit Übelkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen.
Ein wenig helfen kann da ein deftiges Frühstück. Das Richtige hierfür sind sauer eingelegte und salzige Produkte, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind und so dabei helfen, den Elektrolythaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Ein Spaziergang an der frischen Luft kurbelt den Kreislauf wieder an und macht den Kopf klar. Wichtig ist auch, viel zu trinken: Mineralwasser oder frisches Leitungswasser, gespritzte Obstsäfte oder ungesüßter Tee löschen den Durst und gleichen Wasser- und Mineralienhaushalt wieder aus.
Aber: Der einzige und beste Garant gegen einen Kater ist der maßvolle Umgang mit Alkohol!

Süß-Saures für kalte Wintertage
Auch im Winter kann man Gemüse hervorragend in einer Essig-Zuckerlösung sauer einlegen, die geschlossenen Gläser werden anschließend 30 Minuten im Herd bei 90°C sterilisiert. Das eingelegte Gemüse ist bis zu 12 Monate haltbar. Als Essiggemüse eignen sich zurzeit besonders gut die festen Lagergemüsearten wie Karotten und Gelbe Rüben, Kraut, Sellerie, Rote Rüben oder Zwiebelgemüse. Dabei sollten keine Gefäße aus Kupfer, Messing oder Aluminium verwendet werden, da Essig diese Materialien angreift. Die Gefäße sollten kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Nach 3-4 Wochen hat sich das typische Aroma dann voll entwickelt.

Worauf ist besonders zu achten?
Hygiene ist wichtig, um Schimmelbildung während der Lagerung vorzubeugen. Zusätzlich müssen die Gläser luftdicht verschlossen werden (am besten die Gläser auf den Kopf stellen). Gelagert sollten sie im Keller oder einer Vorratskammer werden, da in der Küche zu große Temperaturschwankungen vorkommen können.
Die Qualität der Produkte ist wichtig. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ist meist unbehandelt, bei gekauften Zutaten wie Öl oder Gewürze sollte man/ frau auf Bioqualität, am besten aus Österreich achten.

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Expertentipp zum Monatsthema

© Abfallverband Hollabrunn

Faschingszeit – Sauberkeit - und auch zum Müllvermeiden bereit!

Feste und Veranstaltungen sind regionale Treffpunkte und wesentlicher Bestandteil unserer Kultur und haben auch eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Nicht nur in der Faschingszeit! Feuerwehren, Rettungsorganisationen, Vereine und karitative Einrichtungen finanzieren so einen Großteil ihrer freiwilligen Arbeit. An die 3.000 Veranstaltungen prägen durch die Art und Weise wie gefeiert wird, zu einem guten Teil die niederösterreichische Veranstaltungskultur. Speziell bei Festen fallen aber auch immer Abfälle an, die leicht vermieden werden können. Durch die Verwendung von Mehrweggeschirr und Mehrwegbecher können die Feste und Veranstaltungen umweltfreundlicher werden. Der Einsatz von Mehrweggeschirr und die ordentliche Trennung aller Abfälle zeigt, dass sich die Rest-Abfallmengen von 20 Liter pro Person auf bis zu 0,25 Liter reduzieren können.

Mit der Initiative „Sauberhafte Feste“ haben die niederösterreichischen Abfallverbände gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ein umweltfreundliches Programm zur Abfallvermeidung bei Veranstaltungen geschaffen. Die damit verbundenen Vorteile nützen nicht nur den Veranstaltern, sondern auch den Festbesuchern und vor allem dem Umwelt- und Klimaschutz. Die Summe vieler kleiner, regionaler Aktivitäten macht auch den Erfolg beim Klimaschutz aus. Die niederösterreichischen Abfallverbände bieten mehr als 20 Geschirrmobile sowie Leihgeschirrspüler, Mehrweggeschirr und -becher privaten und kommunalen Veranstaltern an.

Auf der Homepage www.abfallverband.at finden Veranstalter alle weiteren Details und Anforderungen, die sie für die Umsetzung eines sauberhaften Festes qualifizieren.

Ing. Angelika Büchler MSc, Abfallberaterin des Abfallverbandes Hollabrunn

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