
Genuss-Botschafter im Oktober - Marianne Gnedt
Steckbrief
Name: Marianne Gnedt
Sternzeichen: Fisch
Familie: Ich bin seit 25 Jahren verheiratet. Wir haben drei Töchter (19,
21 und 24). Auch die Töchter arbeiten im Betrieb mit und
studieren nebenbei. Wir leben alle zusammen unter einem
Dach in einer Großfamilie.
Wohnort: 3195 Kernhof 2; Gemeinde St. Aegyd am Neuwalde; Bezirk
Lilienfeld
Beruf: Ich bin Köchin und Chefin des Gastronomie- und
Fleischereibetriebes Gnedt. Der Beruf ist für mich oft eine
Herausforderung und er ist gleichzeitig mein Traumberuf – das,
was ich immer machen wollte.
Hobbys: Handarbeiten (Sticken); Malen; Wandern und Skitouren gehen
mit meinem Ehemann
Lieblingsessen: Grammelknödel mit Sauerkraut
Genuss-Tipp von Genuss Wirtin Marianne Gnedt: Mein Genuss-Tipp, für alle die gern Wild essen, ist Wildfleisch aus der Genuss Region Lilienfelder-Voralpen Wild. Gerade beim Kauf von Wildfleisch muss man zum Jäger oder zum Wildhändler großes Vertrauen haben. Die Haltung des Wildes erfolgt in freier Wildbahn ohne Zutun des Menschen und es hat ein sehr natürliches Leben – gerade deshalb ist es ein sehr gesundes Lebensmittel.
Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit, weil man ihn in meiner Heimatgemeinde in St. Aegyd nebelfrei genießen kann und er aufgrund seiner Farbenpracht die schönste Jahreszeit ist. Die kräftigen Farben des Kürbisses erinnern an die Farben des Herbstes.
Persönliches Rezept von Genuss Wirtin Marianne Gnedt:
Rehmeisen mit Kürbisgemüse und Erdäpfelstrudel
Genussvolles Interview mit Genuss Wirtin Marianne Gnedt
Was bedeutet für Sie Genuss?
Genuss bedeutet für mich, mich hinzusetzen und gut zu essen. Das bedeutet, Lebensmittel zu konsumieren, die einem ein gutes Gefühl geben, weil sie aus der Region kommen und wenig CO2-Ausstoß mit sich bringen. Auch der eigene Garten und die Lebensmittel, die ich daraus gewinnen kann, bedeuten für mich Genuss. Ich gehe mit meinen Mann mit zur Jagd – das selbst erlegte Wild dann zu verkochen und zuzubereiten, bedeutet für mich Genuss.
Wie sind Ihre Essgewohnheiten?
Meine Essgewohnheiten sind leider ganz schlimm, ich bin da kein gutes Beispiel. Ich bin ein „Zwischendurchesser“, was die Arbeit in der Küche mit sich bringt. An freien Tagen esse ich gemeinsam mit meiner Familie. Ich achte besonders auf gesunde Ernährung und darauf, dass die Produkte, die ich den Gästen anbiete, zu 99% aus regionaler Herkunft sind.
Sie stehen nahezu täglich viele Stunden in der Küche und bekochen die Gäste. Gibt es auch Tage, an denen Sie sich bekochen lassen?
Selbstverständlich. Wenn wir Ruhetag haben, kocht ausschließlich mein Mann und fragt, was er zubereiten soll. Ich selbst würde an freien Tagen wahrscheinlich nicht so häufig kochen, sondern eher zu einer kalten Jause greifen.
Mit welchen Produkten bzw. Zutaten kochen Sie am liebsten?
Ich liebe Wild und bereite es auch sehr gerne zu. Außerdem koche ich gerne mit Fleisch und Gemüseraritäten sowie mit heimischen Fischen und frischen Kräutern. Wir haben einen eigenen Kräutergarten – Gerichte mit hauseigenen Kräutern zu verfeinern – das ist von der Würzung her ganz toll.
Worauf legen Sie Wert beim Einkaufen?
Ich möchte wissen, woher das Produkt kommt und ob von der Produktion her alles passt. Ich verzichte auf Lebensmittel und Produkte aus Chile oder China. Auch saisonales Einkaufen ist mir ein großes Anliegen – man sollte das verkochen, was die Natur gerade hergibt und nicht zu Weihnachten Spargel- und Erdbeergerichte anbieten. Regionalität und heimische Infrastruktur sollen beim Einkaufen gewahrt werden.
Welche Lebensmittel haben Sie immer zu Hause?
Da wir ein Gastronomie- und Fleischereibetrieb sind, haben wir immer eine große Auswahl an Lebensmitteln zuhause. Auf jeden Fall dazu gehören Brot, Fleisch- und Wurstwaren sowie saisonales Gemüse und Salat.
Wenn Sie ein Lebensmittel wären, welches wären Sie?
Ich glaube, dass ich ein roter Apfel wäre. Wenn ich mir eines aussuchen könnte, dann wäre ich eine Elsbeere, weil diese so geschätzt wird und sie so selten ist.
Niederösterreich ist ein wahres Land für Genießer. Welchen Bezug haben Sie zu Niederösterreich und der niederösterreichischen Kulinarik?
Niederösterreich ist, obwohl ich eigentlich eine Steirerin bin, meine Heimat geworden. Vom Mostviertler Schofkas bis hin zum Waldviertler Mohn – ich habe zu all diesen Genuss Regionen einen totalen Bezug. Besonders verwurzelt bin ich mit der Genuss Region Lilienfelder-Voralpen Wild, da unser Betrieb ein Teil dieser Genuss Region ist.
Was verbinden Sie persönlich mit „So schmeckt Niederösterreich“?
Mit „So schmeckt Niederösterreich“ verbinde ich erdige Menschen und Produktionen, die nicht zu groß sind. Kleine intakte Strukturen und eine klein-strukturierte Landwirtschaft können durch Initiativen wie „So schmeckt Niederösterreich“ erhalten bleiben. Ich finde die Initiativen „So schmeckt Niederösterreich“ und „Genuss Regionen“ ganz toll. Dadurch erfolgt eine Rückbesinnung auf das, was man selbst zur Verfügung hat. Wir haben in Niederösterreich so tolle Produkte und wir müssen wieder lernen, stolz auf unsere Regionen zu sein. Es muss nicht immer etwas Internationales sein – das Heimatbewusstsein und das „Stolz sein“ auf die Region sollte von den Menschen in den Regionen mitgetragen werden.


