Genuss Botschafterin Mai - Mag. Klaudia Tanner - NÖ Bauernbunddirektorin

Steckbrief

© NÖ Bauernbund

Name: Mag. Klaudia Tanner

Sternzeichen: Stier

Familie: verheiratet, eine Tochter

Wohnort: Marktgemeinde Gresten

Beruf: Direktorin des Niederösterreichischen Bauernbundes

Hobbys: Skifahren, Schwimmen, viel Bewegung in der Natur, Musik hören, Lesen, Tanzen

Lieblingsessen: Ein g’sundes Wiener Schnitzel aus Niederösterreich

Genuss-Tipp

Mein ganz persönlicher Genuss-Tipp lautet:
Regionalität bietet all das, was sich die Konsumentinnen und Konsumenten und ich ganz besonders wünschen – nämlich gesunde Lebensmittel aus einer gesunden Landschaft.  Mit besten und gesunden Nahrungsmitteln unserer Bäuerinnen und Bauern hat sich Niederösterreich einen Ruf als Feinkostladen Europas erworben. Für die Arbeitsplatzsicherung bedarf es dazu der täglichen  Solidarität von Konsumenten und Produzenten – diesen „Konsum-Patriotismus“  wollen wir mit der Bauernbundkampagne „Heimisch Kaufen!“ bewerben und das Interesse der Konsumenten, Lebensmittelhersteller und Handelsketten für den Mehrwert aus regionalen Wirtschaftskreisläufen stärken.

Persönliches Rezept von Klaudia Tanner
Hunger, Genuss, Sonntagsstimmung – es gibt unendlich viele Gründe sich ein Wiener Schnitzel zu genehmigen. Für mich bedeutet Schnitzel: Sonntag, schön gedeckter Tisch, Erdäpfelsalat und eine gesegnete Mahlzeit mit Familie oder Freunden.

Wiener Schnitzel – so gelingt die Panier am Besten:
Das Besondere am Wiener Schnitzel ist die Panier. Sie soll „soufflieren“ – das heißt, sich in Wellen vom Fleisch abheben und von goldbrauner Farbe sein. Damit die Panier gelingt, soll das Fleisch nur leicht geklopft, die Feuchtigkeit abgetupft und erst unmittelbar vor der Zubereitung gesalzen werden. Das Fleisch beidseitig in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. Dann durch verquirltes Ei ziehen und in Bröseln wenden. Wichtig – die Brösel nur leicht andrücken, nicht anpressen! Und sofort in etwa 180 Grad heißem Butter- oder Schweineschmalz schwimmend herausbacken. Nur einmal wenden.

Genussvolles Interview mit Klaudia Tanner

© NÖ Bauernbund

Was bedeutet für Sie Genuss?
Genuss bedeutet für mich in erster Linie Zeit zu haben: Zeit für meine Familie und Zeit mit Freunden verbringen zu können.
Genuss in Bezug auf Essen bedeutet für mich, mit der Familie und Freunden gemeinsam die Köstlichkeiten aus den Regionen in vollen Zügen zu genießen und es sich so richtig schmecken zu lassen. Genuss bedeutet für mich aber auch, dass ich mit Bedacht heimische Köstlichkeiten konsumiere. In Niederösterreich gibt es mittlerweile 28 „Genuss Regionen“. Regionalität, Saisonalität, Qualität, Authentizität und unverfälschter Geschmack sorgen dabei für ein Genusserlebnis mit allen Sinnen. Für qualitätsvollen Genuss sorgen auch die 860 bäuerlichen Direktvermarkter in Niederösterreich.

Wie sind Ihre Essgewohnheiten?
Ich versuche mich gesund und ausgewogen zu ernähren. Und ich achte, wie schon erwähnt, vor allem darauf, heimisch zu kaufen – so kann ich mich ganz auf die Frische und Qualität verlassen. Trotz und gerade wegen meines übervollen Terminkalenders ist das gemeinsame Frühstück ein wichtiger Bestandteil unseres Familienlebens – zu diesem gehören Müsli und frisches Obst und am Sonntag ein ausgedehntes Frühstück mit Wurst, Käse, Speck und Eiern.

Kochen Sie selbst oder lassen Sie sich bekochen?
Beides. Da ich sehr viel unterwegs bin, bekochen mich oft meine Schwiegermutter und meine Mutter. Sie legen beim Einkauf ebenfalls großen Wert auf die regionale Herkunft der Lebensmittel. Wenn es die Zeit erlaubt, koche ich selbst gerne und viel. Und ich verwende dazu Gemüse und Kräuter aus den Hausgärten der Omas. 

Mit welchen Produkten bzw. Zutaten kochen Sie am liebsten?
Am liebsten mit heimischen Produkten, Zutaten aus meiner Region und frischen saisonalen Produkten. Kaum ein anderes Land verfügt in dieser Hinsicht über ein so reichhaltiges Angebot wie Niederösterreich.

Worauf legen Sie Wert beim Einkaufen?
Für meine Familie und für mich ist es wichtig zu wissen, von wo das „Mittel zum Leben“ her kommt. Beim Frischfleisch verlasse ich mich mit ruhigem Gewissen auf das AMA-Gütesiegel und bei Gemüse und Obst achte ich auf die Saisonalität. Bei den Getränken bevorzuge ich  Naturfruchtsäfte und Moste aus bäuerlicher Produktion und ein gutes Glas Wein. So kann ich sicher gehen, dass ich für meine Familie und für mich das Beste tue.

Welche Lebensmittel haben Sie immer zu Hause?
Milch, Brot, Obst, Fleisch und Honig.

Wenn Sie ein Lebensmittel wären, welches wären Sie?
Meine Eltern betreiben eine Imkerei. Ich fühle mich daher dem „Honig“ stark verbunden. Bekanntlich ist Honig seit Jahrhunderten dank des Zusammenspiels seiner vielfältigen Inhaltsstoffe als Lebensmittel und als bewährtes Hausmittel geschätzt. Die Leistung der Bienen und die Arbeit der Imker sind ein unverzichtbarer Beitrag für unsere heimische Kultur- und Naturlandschaft.

Niederösterreich ist ja ein wahres Land für Genießer. Welchen Bezug haben Sie zu Niederösterreich und der niederösterreichischen Kulinarik?
Niederösterreich ist mein Heimatland – auch im kulinarischen Sinn. Unseren Traditionen und Werten fühle ich mich ebenso verpflichtet, wie dem Bewahren und weiterentwickeln unserer Esskultur, die gleichzeitig bodenständig, weltbekannt und ein Teil unserer Identität ist.

Was verbinden Sie persönlich mit „So schmeckt Niederösterreich“?
Mit „So schmeckt Niederösterreich“ verbinde ich persönlich vor allem die Menschen, die hinter der Initiative stehen und sich dafür einsetzen. Und natürlich die Bäuerinnen und Bauern, die den Konsumenten mit hochwertigen und umweltschonend produzierten Nahrungsmittel versorgen, und gleichzeitig unsere Kulturlandschaft pflegen. Mich freut, dass die Konsumenten die harte Arbeit sehr wohl zu schätzen wissen, die auf den Feldern und im Stall geleistet wird. Die Bäuerinnen und Bauern müssen dafür auch einen gerechten Anteil am Lebensmittelpreis bekommen.