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Petition für heimische Lebensmittel

Eine neue Petition des Vereins FaireLebensmittel.at fordert eine strenge Herkunftskennzeichnung auf Verarbeitungsprodukte und auch auf der Speisekarte.

4 Männer halten Plakat mit Schriftzug FaireLebensmittel.at
© fairelebensmittel.at

Viele KonsumentInnen setzen verstärkt auf regionale Produkte, denn sie wissen: heimische Lebensmittel schmecken besser, haben hohe Qualitätsstandards, kurze Transportwege, schonen die Umwelt und schaffen Arbeitsplätze.

Wer würde nicht gerne mehr Lebensmittel aus der Region einkaufen? Oft wissen KonsumentInnen gar nicht was es in ihrer Nähe gibt und wie sie heimische Produkte sicher erkennen. Daher hat die Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ die Umkreissuche in der Partnerdatenbank ins Leben gerufen. Auch das Gütezeichen „Gutes vom Bauernhof“ bietet mit der APP Schmankerlradar abhilfe. Der Verein FaireLebensmittel.at möchte mehr Transparenz und fordert daher:

  • Fair erzeugte Lebensmittel aus Österreich erkennen
  • Direktvermarkter, Bauernmärkte und bäuerliche Produkte im Internet finden
  • Orientierung im Gütezeichen-Dschungel

Was heißt regional?

Im Gegenzug zu „bio“ ist der Begriff „regional“ nicht genau definiert und kann nicht kontrolliert werden. Regional bedeutet entweder, dass das Produkt aus einer definierten Umgebung stammt (z.B. 20 km rund um St. Pölten). Aber auch, dass es in einer ganz bestimmten Region produziert wird (z.B. Waldviertler Karpfen).

Klare Zeichen setzen

Die UnterstützerInnen der Petition sind sich einig: Die KonsumentInnen müssen regionale Waren verlässlich erkennen können. Regalpatriotismus ist trotz Mehrpreis möglich, wenn keine Finte vermutet wird. Begriffe wie „verpackt in“, „verarbeitet in“ oder ähnliches führen zu Intransparenz und Verwirrung. Die Zauberformel lautet: verlässlich kennzeichnen, bewusst konsumieren und regional genießen.

Bei verarbeiteten Lebensmitteln, wie beispielsweise Fertiggerichten oder Nudeln oder in Gasthäusern haben sich Herkunftskennzeichnungen kaum durchgesetzt. Seit April 2015 muss die Herkunft von frischem oder gefrorenem Fleisch EU-weit gekennzeichnet werden. Von da fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur Kennzeichnung verarbeiteter Produkte und auf Speisekarten – die grundlegenden Daten sind vorhanden.

Hohe Standards in Österreich

Die Lebensmittelstandards in Österreich liegen zum Teil über den EU-weit gültigen Mindeststandards. So haben z.B. heimische Hühner mehr Platz als ihre ausländischen Geschwister. In Deutschland dürfen pro Flächeneinheit um 20% mehr, in anderen EU-Ländern sogar bis zu 40% mehr Hühner gehalten werden als in Österreich.

Faire Lebensmittel

Lebensmittel, die einfach besser schmecken, hohe Qualitätsstandards erfüllen, nur kurze Transportwege zurücklegen und Arbeitsplätze schaffen - das nennt der Verein FaireLebensmittel.at ein faires Lebensmittel. Weil alle davon profitieren.

Unfair sind, dem Verein zu Folge, Lebensmittel, die unter niedrigeren Anforderungen von ArbeiterInnen mit schlechterer sozialer Absicherung in großem Maßstab irgendwo auf der Welt produziert, weit hier her transportiert und im Handel dann zum Kampfpreis heimische Produkte verdrängen.

Weiterführende Links

Webseite des Vereins FaireLebensmittel.at 
Facebookseite des Vereins FaireLebensmittel.at