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Küchenwissen

Ostereier natürlich färben

Ostereier in Pastelltönen - das Färben der Eierschale gelingt günstig und natürlich mit Lebensmittelfarbstoffen aus z.B. Rotkraut oder Heidelbeeren. Wir haben uns an das Experiment gewagt, mit Fotoanleitung!

Nest im selbstgefärbten Eiern
© C. Stiglbauer

Für Ostern kann man Eier einfach mit selbst gemachten Pflanzenfarben aus Lebensmitteln färben. Besonders gut zum Färben eignen sich Rotkraut (färbt blau), Kurkuma (kräftig gelb), Zwiebelschalen (rötlich-gelb), Rote Rüben (bräunlich-rot), Heidelbeersaft oder Holunderbeerensaft (violett und blau), Spinat- und Brennnesselblätter (blass grau-grünlich).

Die Intensität der Pflanzenfarbstoffe ist geringer als die von künstlichen Farbmischungen, die Eierschalen werden in schönen Pastelltönen gefärbt. Kräftigere Farbergebnisse erzielt man generell mit weißen Eiern. So wird gefärbt:

  • Pflanzenteile in kaltem Wasser ansetzen. Pro Liter Wasser werden rund drei Handvoll Zwiebelschalen, 250 Gramm Spinat oder Rote Rübe oder 500 Gramm Heidelbeeren benötigt.
  • Mit Saft erhält man stärkere Farbergebnisse als mit den geschnittenen Rohzutaten.
  • Rotkraut, Kurkuma und Rote Rüben färben stark ab. Es empfiehlt sich Handschuhe zu tragen und alte Kochtöpfe zu verwenden.
  • Den Sud jeweils ca. 30 Minuten kochen, dann durch ein Sieb laufen lassen.
  • Mit einem Schuss Essig versetzen, damit die Farben besser von der Eierschale aufgenommen wird.
  • Die Eier im Farbsud hart kochen und auskühlen lassen. Diese dabei immer wieder im Topf umdrehen, damit sie von allen Seiten gleichmäßig gefärbt werden.
     

Farbschattierungen und Blätter-Muster machen

Schöne Marmorier-Effekte bekommt man, indem man Rotkrautblätter oder Zwiebelschalen kompakt direkt um das Ei schlägt und mit einer alten Strumpfhose fest fixiert. Damit werden tolle Farbschattierungen erreicht. Schöne Muster enthält man, indem man vor dem Färben Blätter oder Grashalme mit Strümpfen an der Eierschale fixiert.

Fotoanleitung

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Hier sieht man das Ergebnis vom Selbstversuch "Ostereier mit Lebensmitteln färben" - das aktuelle Genuss Thema Spezial von "So schmeckt NÖ". Mit unseren pastellfarbenen, marmorierten Ostereiern liegen wir ganz im Trend!

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Was man zum Färben braucht: ca. 1,5 Stunden Zeit, Rote Rüben, Rotkraut, die dünne, braune Schale von Zwiebeln, Kurkuma, Spinat und Brennnesseln, eine alte Strumpfhose, Essig, Blätter und Gräser um dekorative Abdrücke auf den Eiern zu machen.

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Die zuvor gesammelten Kräuter haften besonders gut, wenn man die Eier vorher kurz heiß abspült. Sobald das Blatt hübsch aufliegt, kann es mit anderen Zutaten umwickelt werden. Ein Blattabdruck sollte entstehen.

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Die braune Schale von der Zwiebel in möglichst großen Stücken lösen und kompakt um das Ei wickeln. Je mehr Schalen vorhanden sind desto besser - das ganze Ei sollte bedeckt sein.

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Die erste Herausforderung: das mit Zwiebelschalen umwickelte Ei mit einer Strumpfhose fest umwickeln und einen Knoten machen. Dabei sollten die Schalen nicht verrutschen.

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Erstes Zwiebel-Ei geschafft!

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Für die Rote-Rüben-Ostereier Rüben waschen, schneiden und Sud kochen. Kleiner Tipp: Mit Handschuhen lassen sich lästige Verfärbungen von Nagelbett und Fingern vermeiden.

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Rotkraut kommt auch zum Einsatz.

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Die großen Außenblätter sind weicher und lassen sich gut um die Eier wickeln. Auch diesmal wird ein Blatt als Deko zuvor am Ei fixiert. Das restliche Rotkraut in einem Topf mit Wasser aufkochen und einen Farbsud damit produzieren.

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Und wieder: Ab in den Strumpf.

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Mit Spinat und Brennnesseln soll ein grünlicher Farbsud entstehen. Wir nehmen nur Spinat. Auch diesmal wollen wir das umwickelte Ei in den Strumpf stecken, aber die Blätter verrutschen die ganze Zeit. Fazit: Mit Zwiebelschalen ging es noch am besten.

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Die Spinat- und Rotkraut-Eier warten schon auf ihren Einsatz!

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Kurkuma - zwar kein regionales Färbemittel, aber dafür umso einfacher im Einsatz. Pulver im Wasser auflösen und Eier darin kochen. Fertig.

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Alle Farben auf einen Blick: links hinten die Zwiebeln, daneben Spinat und Kurkuma, davor Rotkraut und links daneben Rote Rüben. Damit die Farbe besser hält, wurde Essig zugefügt. Rotkraut- und Spinatblätter, mit denen wir nicht die Eier umwickelt haben, wurden für den Farbsud verwendet.

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Die Eier wurden ca. 8 Minuten im Sud gekocht. Dann blieben sie für einige Stunden im Topf um auszukühlen und mehr Farbe anzunehmen. Dazwischen wurden sie immer wieder umgedreht. Die Spannung steigt, das erste Zwiebel-Ei wird ausgepackt. Welche Farbe hat es? Sieht man einen Blattabdruck?

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Geschafft! Ein wunderschönes rot-gelb marmoriertes Osterei mit Blattabdruck!

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Kurkuma, Rotkraut, Zwiebeln - unsere schönsten Exemplare von links nach rechts!

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Das Ergebnis: Rote Rübe wird braun, Spinat hellgrau, Kurkuma hellgelb und Rotkraut himmelblau. Zwiebeln - unsere Favoriten - marmorieren die Eier gelb-rot. Nach dem Färben sollten die Ostereier mit einer Speckschwarte oder etwas Speiseöl aufpoliert werden. Leider sind auf vielen Eiern die Blattabdrücke nicht ersichtlich. Sehr zu empfehlen sind Grashalme: sie verrutschen kaum und geben dem Ei eine elegante Note.

Weiterführender Link

Haltbarkeit & Rückverfolgbarkeit von Eiern: Alles rund ums Ei

Letzte Aktualisierung: 05.04.2017