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Saison-Themen

Nicht dumm, die Nuss

Walnussbäume spenden im Sommer Schatten und bieten 2 Mal im Jahr ihre Nährstoffbomben zur Ernte an. Spätestens beim Süßspeisen Backen loben wir die Walnuss.

Walnüsse in Schale und ausgelöst
© karepa - fotolia.com

Nüsse sind ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Mehlspeiskultur. In unseren Breiten wächst vor allem die Walnuss, die ursprünglich aus dem Orient stammt. Der Walnussbaum wird bis zu 20 Meter hoch, wächst unsymmetrisch, hat weder auffällige Blüten noch eine auffällige Laubfärbung. Trotzdem ist er beliebt, denn er hat das edelste Holz und die besten aller Nüsse.

Kraftpaket mit harter Schale

Walnüsse haben es in sich: Neben vielen Vitaminen und wertvollen Mineralstoffen enthalten sie außerdem mehr Omega-3-Fettsäuren als Fisch – eine Handvoll Walnusskerne deckt schon den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch auf die Herzgesundheit wirken sie sich positiv aus. Aufgrund des hohen natürlichen Magnesiumgehalts sind sie bei SportlerInnen beliebt.

Vom Wetter, Poltern und der Fruchtbarkeit

Abhängig vom Wetter fruchten Walnussbäume nicht jedes Jahr gleich. Man sagt, gute Weinjahre sind auch gute Nussjahre. Laut einer alten Bauernregel zieht eine reiche Nussernte im Herbst einen frühen, langen und schneereichen Winter nach sich. Es heißt auch, dass auf eine gute Nussernte ein Jahr folgt, in dem viele Buben geboren werden. Die Walnuss galt lange als Zeichen der Fruchtbarkeit, daher hat man am Vorabend einer Hochzeit einen Korb mit Walnüssen in die Schlafkammer der Braut poltern lassen, woraus sich der Polterabend ableitet.

Nusslikör und grüne, weiche Nüsse
© Comugnero Silvana - fotolia.com

Johanninüsse und Herbstgenüsse

Nüsse kann man zu zwei Zeitpunkten im Jahr ernten. Wenn sich die holzige Schale noch nicht gebildet hat, werden die grünen „Johanninüsse“ geerntet. Sie werden z.B. für Liköre oder zum Einlegen (Schwarze Nüsse) verwendet. Im Herbst, wenn die Schale voll ausgebildet ist, sind die Nusskerne reif. Die Walnüsse sollten ein paar Tage an einem kühlen, trockenen Ort lagern, bevor man sie genießt.

Walnuss-Lagerung

Lagern Sie Nüsse immer trocken, kühl und dunkel. Achten Sie beim Kauf von Nüssen, dass es sich um eine schimmelfreie Ware handelt. Bei den Walnüssen zeigt sich mindere Qualität durch schwarze Verfärbung und weiß-gräulichen Belag.

In der Schale können Walnüsse lange gelagert werden. Knacken Sie nur so viele, wie Sie gerade brauchen. Sollte doch ein kleiner Vorrat an geschälten und gehackten Nüssen übrig bleiben, sind diese im Kühlschrank sicher vor Motten und geschmacklichen Einbußen aufgehoben.

Nüsse kaufen oder sammeln

Die meisten Walnüsse, die es bei uns in Supermärkten zu kaufen gibt, sind importiert. Achten Sie bei Importware auf Bioqualität, da konventionelle Ware oft mit Chemikalien gegen Schädlinge behandelt wurde, oder chemisch gebleicht wird, damit die Nüsse schön hell sind. Hierzulande gibt es kaum Unterschiede zwischen biologischer und konventioneller Walnussproduktion, da Nussbäume selten gespritzt werden.

Heimische Walnüsse kann man auf manchen Bauernmärkten kaufen, ansonsten gilt: selber sammeln. Walnussbäume findet man oft frei stehend auf Wiesen und Äckern, aber auch in Parks und Hochwasserschutzzonen. Ein praktisches Tool um Obstbäume und -sträucher zu finden, die frei geerntet werden können, ist die Website mundraub.org.

Nussrosinen Brot angerichtet mit Nüssen und Äpfeln
© C. Stiglbauer

Weiterführende Links

Obstbäume finden unter mundraub.org
Walnusslikör und weitere regionale Produkte bestellen im "So schmeckt Niederösterreich"-Onlineshop

Rezepte

Nussbusserl
Nusslikör