hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

soschmeckt - Logo

Saison-Themen

Most wanted

Der Most hat seinen Ruf als herbes, saures Bauerngetränk abgelegt. Die MostproduzentInnen haben sich einer hohen Qualität und neuen Geschmackserlebnissen verschrieben. Kochen kann man auch gut mit dem Most.

Mostflaschen mit Äpfeln
© philipimage - fotolia.com

In Niederösterreich sind die Bucklige Welt mit ihrem Apfelmost (Bucklige Welt Apfelmost) und der Mostviertler Birnmost bekannt. Es gibt reinsortigen Most, zum Beispiel Most aus Speckbirnen, aber auch Cuvées aus mehreren Sorten. Die beiden Regionen haben hart daran gearbeitet aus einem wenig imageträchtigen, eher sauren Getränk, ein Spitzenprodukt mit fruchtigem Geschmack zu fertigen, welches auch Einzug in die heimische (Hauben)Küche hält.

So entsteht der Most

Das Obst wird auch heute noch meist handverlesen, gewaschen, zerkleinert und gepresst. Man erhält Süßmost, der in Holzfässern, Stahl- oder Kunststofftanks vergoren wird. Nach 6 bis 8 Wochen ist der Gärprozess vollendet. In dieser Zeit wird der Fruchtzucker durch die beigegebene Hefe zu Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt. Um verschiedene Moste zu erhalten, wird er unterschiedlich lang mit der Hefe im Fass gelagert. Danach muss Most in Fässer ohne Hefe umgelagert und filtriert werden, um Schwebstoffe auszuscheiden. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 4 und 8 Volumenprozent, 1 Liter Most liefert etwa 480 kcal.

G'sund und gut

Aufgrund der schonenden Verarbeitung enthält Most gesunde Fruchtsäuren und Vitamin C. Ohne Qualitätseinbußen kann Most 18 Monate gelagert werden. Es gibt verschiedene Klassen, die sich auf die Säure im Most beziehen. Ein milder Most hat wenig Säure und ist leicht. Halbmilder Most enthält max. 8 % Säure und schmeckt vollmundig spritzig. Kräftiger Most kann etwas herb schmecken und ist frisch und gehaltvoll. Der resche Most ist herb und besitzt spürbare Fruchtsäure.

Egal, ob Birnen- oder Apfelmost: Für die Herstellung werden meist alte Obstsorten verwendet, weil viele hochgezüchtete Speiseobstsorten zu viel Zucker enthalten. Die alten, säurehältigen Sorten eignen sich besser zur Mostproduktion. Mit dem Kauf von Most trägt man also auch zur Erhaltung der Sortenvielfalt in Niederösterreich bei.

Mostbaroninnen und Mostbarone

Die erfolgreichen Mostbauern im Mostviertel nennt der Volksmund seit jeher „Mostbarone“. Tatsächlich waren es schon viel früher Adelige, die sich für die Birnbäume und den aus den Birnen gepressten Saft einsetzten. Wie einst ein Adelstitel wird die Auszeichnung „Mostbaron“ heute an ausgewählte Persönlichkeiten verliehen: an Menschen, die sich mit Leidenschaft für das Mostviertel und seinen einzigartigen Birnmost einsetzen, stolz sind auf ihre Wurzeln und daher gerne diese Tradition pflegen.

Mostbarone und Mostbaroninnen sind leicht erkennbar: am Hut mit dem roten Band und dem weißen Adlerflaum. Zu besonderen Anlässen tragen die Frauen das schwarz-rote Mostviertler Dirndl, die Männer den Mostviertel-Anzug mit dem typischen Mostbaron-Gilet.

Weiterführende Links

Mehr Infos über heimische Apfelsorten
GenussRegion Bucklige Welt Apfelmost
Mehr Infos über heimische Birnensorten
GenussRegion Mostviertler Mostbirn

Rezepttipps

Mostschaumsuppe
Mostbratl mit Herbstgemüse - ein Rezept von CookingCatrin
Mostkekse
Mostpudding
Mostpochierte Birne mit Nusslikörzabaglione - ein Rezept von Katrin Lux
Glühmost

Letzte Aktualisierung: 05.04.2017