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Küchenwissen

Kräuteröle selber machen

Gewürz- oder Kräuteröle lassen sich einfach herstellen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Zutaten, so können Sie Geschmack und Intensität nach Belieben variieren. Und ein schönes Geschenk ist es noch dazu.

Ölflasche mit Thymian und Rosmarin
© karandaev - Fotolia.com

Jeder kennt das Gefühl, wenn man sich und seine selbst kreierten Speisen mit Stolz präsentiert – genau dann, schmeckt es auch besser als gekauft. Ein besonderes Geschmackserlebnis wird der Salat oder das marinierte Fleisch mit einem hausgemachten Gewürz- oder Kräuteröl. Die Zubereitung ist keine Hexerei – der Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

2 in 1 – Dekoration und Genuss

Gewürz- oder Kräuteröle schmecken nicht nur gut, sie sehen auch noch sehr gut aus. In wiederverwendbaren Glasflaschen, mit einem handgeschriebenen Etikett und sorgsam zubereitet, ist es auch ein gelungenes Mitbringsel für die nächste Grillfeier.

Gelungene selbstgemachte Öle bereitet man am besten mit einem hochwertigen Speiseöl zu, wie zum Beispiel heimischen Sonnenblumenöl, Raps- oder Distelöl. Aber auch aromahaltige Speiseöle wie Olivenöl können verwendet werden. Stimmen Sie das Öl auf die Zutaten ab, damit ein geschmacksintensives Öl nicht die Kräuternote unterdrückt oder verfälscht.

Geeignete Kräuter für feine Öle

Grundsätzlich gibt es bei der Auswahl der Kräuter keine Regeln. Sie sollten jedoch von hoher Qualität sein und ein entsprechendes Aroma aufweisen. Besonders zu empfehlen sind Kräuter, die geschmacksintensive ätherische Öle in sich haben, wie zum Beispiel Rosmarin oder Thymian. Es müssen auch nicht immer frische Kräuter verwendet werden, manche Kräuter nehmen sogar bei der Trocknung an Würze zu.

Auch Gewürze und Zutaten wie Kümmel- und Koriandersamen können in Öl zu eigenen Geschmacksträgern und -gebern kombiniert werden. Frische Chilischoten oder Knoblauch sorgen für einen weiteren Hochgenuss. Sie können je nach Gusto, selbst Ihre liebsten Aromen kombinieren und experimentieren. Verlassen Sie sich auf Ihren Instinkt und riechen Sie an den Kräutern, Gewürzen etc. und wählen Sie nach Bauchgefühl die richtigen Kräuter aus.

Ansetzen der exklusiven Öle

Beim Ansetzen der Kräuter- und Gewürzöle ist wichtig, dass alle Komponenten ganz mit Öl bedeckt sind, damit diese auch richtig durchziehen können. Der jeweilige Geschmack wird auf das Öl übertragen und man erhält nach ca. 3-4 Wochen ein einzigartiges Öl für das Verfeinern von Gerichten.

Nach dem Abfüllen des Öls ist es essentiell die Flasche fest und luftdicht zu verschließen, sonst besteht die Gefahr, dass das Öl schneller ranzig wird. Auch hier gilt die herkömmliche Öllagerung – kühl und dunkel.

Wenn Sie das Öl nach der „Reifezeit“ verwenden, ist es von Bedeutung, dass die eingelagerten Kräuter entweder wieder mit Öl bedeckt werden oder aus der Flasche gefiltert werden. Liegen sie frei in der Flasche, könnten sie schimmeln und somit wird das Öl unbrauchbar.

Rosmarinöl "söwa gmocht"

Alles, was Sie brauchen, um aus ein gutes Öl herzustellen, ist ein Bund Rosmarin, ein Liter neutrales Öl (z.B. Rapsöl) und eine (am besten dunkle) Flasche.

Den Rosmarin waschen und gut abtrocknen. Die Zweige in eine saubere, mit heißem Wasser ausgekochte, trockene Flasche geben und das Öl darüber gießen, bis der Rosmarin ganz bedeckt ist. Die Flasche luftdicht verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort aufstellen. Der Kühlschrank ist nicht geeignet, da er das Öl trüb machen kann. Der Rosmarin gibt sein Aroma an das Öl ab, nach 3-4 Wochen ist das Kräuteröl einsatzbereit. Die Zweige können Sie entfernen oder einfach in der Flasche belassen (dann sollten sie jedoch immer mit Öl bedeckt sein).

Weiterführende Links

Heimische Ölsorten im Detail: „Zeit für einen Ölwechsel“
Küchenwissen zu Öl und Fett: Echt Fett!

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Letzte Aktualisierung: 10.11.2017