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Klimafreundlich essen Schritt für Schritt

Wir helfen Ihnen schrittweise zu einer klimafreundlichen Ernährung und geben Tipps für Beginner, Fortgeschrittene und Profis!

Einkaufstaschen auf Holztisch
© BillionPhotos.com - Fotolia.com

Immer mehr Menschen definieren sich über ihre Essgewohnheiten: Vegetarier, Veganer, Flexitarier – da verliert man leicht den Überblick. Einen nachhaltigen, klimafreundlichen Lebensstil kann man jedoch auch ohne Verzicht verfolgen. Ein Umdenken beim Einkauf und ein bewusster, wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln spart Geld und CO2.

Beginner – Mitdenken vor dem Einkauf

Inventur machen: Wenn man vor dem Einkauf Vorratsschrank und Kühlschrank kontrolliert und eine Einkaufsliste schreibt, kauft man gezielter ein. Das spart Geld. Mehr, als wenn man sich von Mengenrabatten verleiten lässt. Oft landen sogar noch genießbare Lebensmittel im Müll, weil zu viel gekauft wurde.

Plastik einsparen: Eine eigene Einkaufstasche ist auch für Beginner inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Greifen Sie sonst zur Papiertasche, um Ihren Einkauf nach Hause zu bringen. Im Supermarkt wird das angeboten, was der Kunde gerne kauft. Denken Sie beim nächsten Einkauf daran und lassen Sie Styroportassen und Plastikverpackung links liegen.

Fortgeschrittene – Mitdenken beim Einkauf

Regional und saisonal bevorzugen: Der erste Schritt ist beim Einkauf von Lebensmitteln auf Herkunft und Jahreszeit zu achten. Obst und Gemüse, die Saison haben und nicht weit transportiert werden müssen, sind am klimafreundlichsten. Gemüse und Obst in der richtigen Saison geerntet schmecken auch besser und haben mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe als Früchte, die nachreifen müssen.

Regionale Bio-Lebensmittel sind klimafreundlicher: Der Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel in der biologischen Landwirtschaft bedeutet weniger Energieaufwand bei der Lebensmittelproduktion. Schonend bearbeitete und gesunde Böden mit einer guten Humusschicht können mehr klimaschädliches CO2 aus der Luft binden.

Auch das „Wo“ ist wichtig: Die persönliche Klimabilanz wird durch häufige Fahrten mit dem PKW verschlechtert, deswegen machen Sie am besten wenige, dafür große Einkäufe mit dem Auto. Mit Ihrem Einkauf in einem Hofladen oder Markt unterstützen Sie die Aufrechterhaltung regionaler Strukturen und kurzer Transportwege. Die Lebensmittel stammen zumeist aus der Umgebung und sind umweltfreundlicher verpackt.

Profis – Konsumverhalten ändern

Bewusster Fleischkonsum: Bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln entstehen weniger CO2-Emissionen, als bei tierischen Lebensmitteln. Man muss nicht auf Fleisch verzichten, aber ein maßvoller Konsum tut dem Klima und Ihrer Gesundheit gut. Das Vermeiden von Fleischabfällen und die Besinnung auf die Verarbeitung des gesamten Tieres statt nur der Gustostücke stellt einen der wichtigsten Beiträge für den Schutz unserer Umwelt und des Klimas dar.

Einkauf nach Maß: Einige kleine Bio-Läden bieten Lebensmittel bereits unverpackt an, um Verpackungen zu vermeiden. Man nimmt eigenen Gefäße mit und füllt Lebensmittel wie Mehl, Hülsenfrüchte, Pasta etc. selbst ab. Die Gefäße werden vor und nach dem Befüllen abgewogen, so errechnet sich der Preis. Auf diese Art und Weise einzukaufen beeinflusst Ihre Klimabilanz positiv.

Foodcoop gründen: Bei einer Lebensmittelkooperative schließen sich mehrere Haushalte zusammen und organisieren gemeinsam den Einkauf direkt von ProduzentInnen ab Hof. Bei FoodCoops geht es auch darum, die Anonymität zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen aufzuheben sowie Produktion und Kauf von Lebensmitteln ökologisch nachhaltig und sozial gerecht zu gestalten. Sie sind ein Ausdruck der Kritik am gängigen Lebensmittel- und Agrarsystem.

Weiterführende Links

Wann hat Obst & Gemüse Saison? Saisonkalender
Artikel zur Veredelung des ganzen Schlachtkörpers
Energiesparen beim Kochen

Liste von FoodCoops in Österreich
Läden mit offenem Verkauf: Lunzers Maß-Greißlerei in 1020 Wien, Verpackungsfreier Greißler in 1080 Wien.

CO2 Rucksack von Lebensmitteln im Vergleich

Infoblatt der Umweltberatung: Appetit auf Klimaschutz

Letzte Aktualisierung: 20.01.2017

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