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Saison-Themen

Wintergemüse: Jetzt geht’s rund!

In der kalten Jahreszeit ist beim heimischen Gemüse Kreativität angesagt. Jetzt dominieren Kraut- und Kohlsorten, Sellerie und Rüben die Saison und in der Küche und versorgen uns mit wertvollen Inhaltsstoffen.

verschiedenes Gemüse
© d.wuerthner "die umweltberatung"

Was unsere Großeltern seit Jahrzehnten praktizieren, vielleicht unbewusst, hat schon sein Gutes: heimisches Wintergemüse wie Kohl, Kraut, Sellerie, Rote Rüben, Kürbis und Zwiebel gelten als Wärmespender und sind zum Teil richtige Vitamin C-Bomben. Sauerkraut half bekanntlich bereits im 18. Jahrhundert gegen die Vitamin-C-Mangelerkrankung Skorbut, unter der vor allem Seefahrer litten. Aber nicht nur bei Seefahrern und unseren Omas ist Wintergemüse angesagt, auch in der Gastronomie wird gerne damit experimentiert.

Wohlgefühl im Bauch

Vieles was im Spätherbst Saison hat, scheint unserem Körper in der kalten Jahreszeit besonders gut zu tun. Mit wärmendem Kürbis oder kräftigenden Roten Rüben im Bauch fühlen wir uns wohl. In manchen Bäuchen mag es rumoren, nachdem ein Kohl- oder Krautgericht genossen wurde. Nicht umsonst gelten diese Gemüsesorten als Verdauungsunterstützer. Gegen die Blähstoffe im Kohl hilft es Kohl kurz in heißem Wasser aufzukochen, dieses erste Kochwasser wegleeren und ihn anschließend mit frischem Wasser bissfest fertig zu kochen.

G’scheit, günstig, g’sund…

"Wintergemüse" ist meistens richtig figurfreundlich. Kohl und Kraut sind besonders kalorienarm, 100 g haben zwischen 20 bis 26 kcal, und gute Quellen für wertvolle, gesundheitsfördernde Sekundäre Pflanzenstoffe. Diese schützen die Gefäße, können einen erhöhten Cholesterinspiegel senken und spielen eine wichtige Rolle bei der Krebsprävention. Um möglichst viel Vitamin C im Kraut zu erhalten, halten Sie die Kochzeit kurz.

rote Zwiebel
© C. Stiglbauer

Zwiebeln, vor allem die roten, sind echte Tausendsassa! Sie sind reich an Antioxidantien, bekämpfen Entzündungen, verdünnen das Blut, fördern die Gewichtsreduktion und gelten als Krebsvorbeuger.

Kohlsprossen sind im Winter besonders gute Vitamin- und Mineralstofflieferanten. Außerdem enthalten sie viel Eiweiß und sättigende Ballaststoffe. Auch Karfiol trumpft mit reichhaltigen Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor auf. Kleiner Tipp: ein halber Apfel im Kochwasser verhindert den starken Kohlgeruch beim Kochen von Karfiol.

Vielfalt in der Küche

Und aus diesen vitamin- und mineralstoffreichen Zutaten lassen sich herrliche, kreative Gerichte zaubern. Um nur ein Beispiel zu nennen: Kohlsprossen sind vielfältig in der Küche einsetzbar – gedünstet und püriert als Suppe, gegart und abgekühlt als Salat, als Beilage gekocht und in Butter geschwenkt, in Eintöpfen (harmonieren sehr gut mit Lamm) oder mit Käse als Auflauf überbacken. Chefkoch Josef Floh brät beispielsweise gerne Sellerie in Mangalitza-Bratlfett und serviert ihn mit gedünstetem Kohl und Apfelkren. Uwe Machreich, der mit seiner Frau Veronika das Triad führt, kombiniert Trüffelrisotto mit Rahmwirsing.

Mhmmm, davon lässt man sich gerne inspirieren. Also, entweder Tisch reservieren oder selber probieren!

Rezepttipps

Quiche mit Kohlsprossen
Ganserl mit Krautnockerln
Salzige Mohnnudeln mit Weinkraut

 

Weiterführende Links

Gastwirtschaft Floh
Triad - Wirtshaus
Saisonkalender

Letzte Aktualisierung: 30.08.2016