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Saison-Themen

Zauberpflanze Holunder

Wenn du am Hollerbusch vorbeigehst, zieh‘ deinen Hut! Blüten und Beeren sind gesund und vielseitig verwendbar – Genuss mit positiven Nebenwirkungen.

Weiße Holunderblüte
© Andrea Wilhelm - fotolia.com

„Wenn du am Hollerbusch vorbeigehst, zieh‘ deinen Hut!“ hieß es lang im Volksmund. Im Schwarzen Holunder, auch Holler, Holder oder Hulla genannt, leben Hausgeister, die die Familie beschützen.

Schwarzer Holler taucht in den meisten Lagen von selbst auf. Ende Mai beginnt er zu blühen, seine weißen Blütendolden duften würzig. Im Spätsommer reifen dann die schwarzen Beeren heran.

Holler ernten und verarbeiten

Da sowohl die Blüten als auch die Beeren rasch verderben, sind sie im Handel nur selten erhältlich (teils auf Bauernmärkten). Am Wegrand im Grünen trifft man häufig auf Holunder und kann diesen selbst pflücken. Er sollte unmittelbar nach der Ernte verarbeitet und nicht gelagert werden. Oft verstecken sich Blattläuse im Holunder. Sie können die Blütendolden trotzdem ernten, schneiden Sie die betroffenen Stellen gut aus.

Holunder schmeckt

Die Blütendolden kann man für Tees trocknen, als Süßspeise ausbacken und Sirup damit herstellen. Holunderbeeren haben einen hohen Kalium- und Eisengehalt und sind sehr vitaminreich. Die rohen Beeren sind giftig, durch kurzes Erhitzen werden sie genießbar.

Nach dem Waschen lassen sich die kleinen Beeren leicht mit einer Gabel von den Fruchtständen lösen. Beim Ablösen von Hand können sie leicht platzen und die Finger verfärben. Kleiner Tipp: Zitronensaft hilft beim Entfärben. Holunderbeeren eignen sich gut zur Herstellung von Sirup, Röster, Marmelade, Saft und Likör. Sie schäumen beim Kochen stark auf, verwenden Sie einen hohen Kochtopf bei der Verarbeitung.

Holunder hilft

In der Volksmedizin werden Blätter, Blüten und Früchte hoch geachtet, da sie eine Vielzahl an Heilmitteln und auch Mitteln zur Vorbeugung bieten. Der Tee aus getrockneten Blüten beugt Erkältungen und Grippe vor. Aufgrund der harntreibenden Wirkung hilft er auch bei Blasen- oder Nierenproblemen. Die Beeren gelten als Heilmittel bei Erkältung, Husten, Halsschmerzen, Grippe, Asthma und Rheumatismus.

Blätter, Rinde, Wurzeln und auch die Beeren des Holunders enthalten ein Gift (Glycosid Sambunigrin), welches aber beim Erhitzen zerfällt. Deshalb müssen alle Bestandteile des Holunders vor dem Verzehr abgekocht werden.

Letzte Aktualisierung: 30.05.2017