hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

soschmeckt - Logo

Küchenwissen

Grillen einmal anders

Zwischen Lagerfeuer und Watersmoker liegen Welten – wenn die Leidenschaft fürs Grillen zur Wissenschaft wird, können Experten wie Doppelgrillweltmeister Adi Matzek und Richard Fohringer weiterhelfen.

Grillgut mit Thermometer zur Kerntemperaturmessung
© Fireland Foods

Klassisches Grillen bedeutet für die meisten direktes Grillen: Fleischschnitten und kleinere Stücke, Würstel und Gemüse rund 20 Minuten direkt über der Hitzequelle mit trockener Strahlungshitze auf den Rost legen, bei Temperaturen zwischen 180°C bis über 300°C. Darüber hinaus gibt es aber zahlreiche Möglichkeiten...

Indirektes Grillen

Beim indirekten Grillen wird mit Deckel gegrillt. Der so entstehende Garraum ist vergleichbar mit einem Backofen. Die Hitzequelle ist seitlich links und rechts neben dem Grillgut gelagert. Die Hitze wird bewusst gering bei 160 °C bis 220 °C gehalten, also bei Brattemperaturen, die vor allem für ganze Braten sowie Geflügel geeignet sind.

Für diese Methode eignen sich klassische Kugelgriller und auch Gasgrillgeräte mit Deckel – diese haben außerdem den Vorteil, dass die Temperatur bequem und exakt gesteuert werden kann.

Chillen beim Barbecue (BBQ)

Barbecue bedeutet sich Zeit zu nehmen. Mit der bewussten Entscheidung zur Entschleunigung findet BBQ immer mehr AnhängerInnen. Dafür werden BBQ-Öfen, so genannten Smoker, verwendet, aber auch herkömmliche Grillgeräte, wenn ein Deckel zur Hitzeverteilung vorhanden ist.

Die Hitzequelle ist seitlich vom Grillgut angeordnet. Die Temperaturen liegen zwischen 90 °C und 150 °C. Als Energiequelle dient Hartholz, das auch mit Grillkohlebriketts gemischt wird, um die Rauchnote nicht zu intensiv zu gestalten.

Besonders gut geeignet für diese Garmethode sind größere Fleischstücke mit mehreren Kilogramm, die, oft auch noch am Knochen, als Ganzes zubereitet werden. Meist werden Produkte mit Garzeiten von 4 bis 12 Stunden gewählt.

Smoken

Diese Methode ähnelt dem BBQ, die Hitze ist allerdings geringer und der entstehende Rauch wird genutzt. Der Hitzebereich liegt zwischen 60 °C und 90 °C, die Energiequelle ist Holz. Möglich wäre auch Holzkohle mit eingesetzten Räucherspänen, um die besondere Räuchernote zu erzielen.

Smoke on the Water

Der „Watersmoker” ist ein Grillsystem mit integriertem Wasserreservoir. Von außen erinnert er an einen langgezogenen Kugelgrill. Ganz unten hat er einen Kohlerost bzw. einen Korb für den Brennstoff (Kohle), darüber ist eine Schale, die mehrere Liter Wasser umfasst, platziert. Das verdampfende Wasser und der Rauch der Glut sorgen für eine feucht-heiße Rauchumgebung im Garraum. Damit bleibt das Grillgut auch nach stundenlangem Garen saftig.

Napoleon Grillmodell mit Fleisch am Grill
© Napoleon Grills

Grill-Meisterschaften

Die GrillmeisterInnen unter uns können jedes Jahr im Mai ihre Künste beim Grillspirit-Festival in Horn beweisen. Unter anderem findet dort jedes Jahr die "So schmeckt NÖ"-Landesgrillmeisterschaft unter Doppel-Grillstaatsmeister Adi Matzek statt.

Rezepte

Gegrillte Paradeiser von Adi Matzek
Armadillo Eggs von Richard Fohringer (Fireland Foods)
Pulled Pork vom Watersmoker von Richard Fohringer (Fireland Foods)
Buchteln vom Grill von Adi Matzek

Weiterführende Links

Grillen - ein Lebensgefühl
Steaks grillen - aber richtig

Grillschule Adi Matzek
Scharfes zum Grillen von Fireland Foods

Letzte Aktualisierung: 13.10.2016