hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

soschmeckt - Logo

Waldviertler Bio-Waldstaudekorn

Waldviertler Bio-Waldstaudekorn

Die GenussRegion Waldviertler Bio-Waldstaudekorn gehört gemeinsam mit der GenussRegion Waldviertler Kriecherl zu den jüngsten GenussRegionen Niederösterreichs.

Waldstaudekorn
© BMLFUW; AMA Marketing

Um 1400 wurde das Waldstaudekorn zum ersten Mal in der Region Waldviertel erwähnt. Das Waldstaudekorn ist eine sehr alte, kleinkörnige Roggensorte. Die Waldstaudepflanze kann bis zu drei Meter hoch werden. Der Name setzt sich zusammen aus „Wald“, weil Waldstaudekorn vorwiegend auf Waldlichtungen angebaut wurde, um die Flächen von Strauch und Baumwuchs freizuhalten. Staude deswegen, weil die Pflanzen überjährig genutzt wurden. Der Waldstauderoggen wurde zu „Johanni“ (daher auch Johannisroggen oder Johannesroggen) angebaut und im Herbst als Futtergras genutzt. Nach dem Winter ist das Waldstaudekorn wieder angewachsen und wurde im Sommer als Brotgetreide geerntet, daher auch der Name „Korn“.

Das Waldstaudekorn ist ein langstrohiger Roggen (1,5 bis 3 m) mit langen, schlanken Ähren. Im Vergleich zu den Roggenähren sind die Ähren des Waldstaudekorns wesentlich schlanker und erreichen eine Länge von bis zu 20 cm. Die Körner an der Ähre sind in einem größeren Abstand zueinander (lockerährig). Die Charakteristik liegt einerseits im besonderen Anbau und andererseits in der geringen Korngröße und dem damit verbundenen hohen Nähr- und Geschmackstoffgehalt.

Aufgrund der geringen Korngröße des Getreides und dem damit verbundenen höheren Kleieanteil pro Kilogramm ist der Gehalt an Vitamin-, Mineral-, Geschmacks- und Vitalstoffen höher als in anderen, größerkörnigen Getreidearten. Das Waldstaudekorn ist daher geschmacklich intensiver und würziger als anderer Roggen und besticht als Mehl, Brot oder Getreidereis durch die besonders dunkle Färbung.

Waldstaudekorn erlangt in einigen wenigen Betrieben als Spezialgetreide sowie für die Waldweide (insbesondere für die Wildfütterung) wieder an Bedeutung. Als besonders robustes und winterhartes Getreide ist es für Auswinterung weniger anfällig. Insbesondere im Waldviertel, der Region, welche in den letzten Jahren Bedeutung durch die Kultivierung von Alternativkulturen erlangt hat, passt das Waldstaudekorn als traditionelle landwirtschaftliche Kultur zu dem Charakter der Region.

Informationen bei:

Obmann Verein GenussRegion Waldviertler Bio-Waldstaudekorn 
Rainer Deutsch
3800 Merkenbrechts 9
Tel. 0676 416 37 06
rainer.deutsch(at)wavenet.at

Koordinator Verein GenussRegion Waldviertler Bio-Waldstaudekorn
Helmut Hundlinger
Johann Steiner Straße 7, 3580 Horn
Tel. 0676 622 81 11
helmut(at)hundlinger.at

Link zum Thema: GenussRegion Waldviertler Bio-Waldstaudekorn