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Tullnerfelder Kraut

GenussRegion Tullnerfelder Kraut

Das Leitprodukt der Region – das Tullnerfelder Kraut – ist eine autochthone Sorte und wird zur Gänze in der Region produziert, da es nur im Tullnerfeld richtig wächst und gedeiht. Dank einiger beherzter Landwirte der Region ist diese Sorte an Kraut noch nicht ausgestorben.

GenussRegion Tullnerfelder Kraut Sujet
© BMLFUW; AMA Marketing

Das Tullnerfeld in Niederösterreich ist ein fruchtbares Schwemmland beiderseits der Donau. Es erstreckt sich von Krems an der Donau im Westen bis zur Wiener Pforte im Osten. Im Norden wird es vom Wagram und im Süden vom Wienerwald umrahmt.

Lange haftete dem Kraut das Image eines Arme-Leute-Essens an, weshalb es in den letzten Jahrzehnten aus vielen Küchen verbannt wurde. Erst seit einigen Jahren findet ein Umdenken statt; die Leute beginnen sich vermehrt zu interessieren und setzen Kraut je nach saisonaler Verfügbarkeit wieder in der Küche ein.

Im Gegensatz zum Hybridkraut ist die Betreuung viel aufwändiger, denn selbst bei der Ernte muss man immer wieder aufs Neue durch das Feld gehen um die reifen Krautköpfe auszuwählen. Die Sorte Tullnerfelder Kraut hat eine sehr feine, weiche Struktur und einen „langen Schnitt“ wie die Experten sagen. Die Krautköpfe sind eher flach, können bis zu 15 kg schwer werden und ähneln in Größe und Form Autoreifen oder „Pflua-Radln“ wie die Einheimischen sagen. Das Tullnerfelder Kraut ist eine Spätsorte und bis Ende Dezember bzw. Anfang Jänner lagerfähig.

Eine weitere Besonderheit ist, dass es das Saatgut nirgends zu kaufen gibt. Jeder Landwirt vermehrt es in einem mühevollen Prozess für sich selbst. Im Herbst werden am Feld besonders schöne Krautköpfe ausgesucht und gekennzeichnet. Sie werden samt den Wurzeln ausgegraben und im Keller in Sand eingeschlagen. Über den Winter platzen die Krautköpfe auf und treiben aus. Im Frühjahr werden diese staudenähnlich aussehenden Pflanzen dann in den Hausgarten gesetzt wo die Samen ausreifen. Im darauffolgenden Jahr kann dieser Samen dann angebaut werden. Es gibt nur mehr wenige Leute die wissen, wie man mit dieser Sorte umgeht. Deren gemeinsames Anliegen ist es, diese Ursorte langfristig zu erhalten.

Informationen bei:

Koordinator GenussRegion Tullnerfelder Kraut
Alois Gutscher
alois.gutscher@aon.at

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