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Saison-Themen

Frische Erbsen

Erbsen gehören zu den fotogensten Gemüsen. Ihre prall-saftige Schote aufzureißen und die grünen Perlen herauszuholen ist ein Hochgenuss. Frische Erbsen bedeuten viel Arbeit, aber es zahlt sich aus.

Erbsenschote mit ausgelösten Erbsen und Grün
© Anatoli - fotolia.com

Frische Erbsen werden nur noch selten zubereitet. Das hat zwei triftige Gründe: Es bedeutet viel Arbeit und die Konkurrenz aus der Tiefkühltruhe schmeckt ebenfalls.

Erbsen gibt es bei uns ab Ende Mai, Anfang Juni frisch auf Märkten und im Handel. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Schoten knackig sind und keine Flecken haben. Die Farbe der Schoten sollte kräftig grün, nicht gelblich, aussehen.

Für 300 g Erbsen sollten Sie etwa 1 kg Schoten einkaufen. Die Schoten von Markerbsen werden nicht gegessen. Anders verhält es sich bei Zuckererbsen, die im Ganzen verzehrt werden.

Die Frische gibt Geschmack

Bei Erbsen ist es essenziell, dass sie wirklich frisch sind. Nach der Ernte wird der Zucker in der Erbse rasch in Stärke umgewandelt und sie wird mehlig. Am besten man baut Erbsen daher selbst an.

Je kleiner die Hülsen, desto zarter die Erbsen. Frische Erbsen sollten nicht zu groß sein, sonst neigen sie dazu mehlig zu schmecken. In den Schoten können sie einige Tage im Kühlschrank in ein feuchtes Tuch gewickelt aufbewahrt werden – aber mit Geschmackseinbußen.

Erbsen auslösen

Eine Erbse besteht aus zwei halbkugelförmigen Kernen, die in einem dünnen Häutchen stecken. Das kleine Häutchen ist von der Konsistenz etwas störend, es lässt die Erbse nach dem Kochen schrumpelig erscheinen. Es enthält aber erstaunlich viel Geschmack, geschält können die Erbsen etwas fad schmecken.

Omelett mit Erbsen und Spinat
© anna_shepulova - fotolia.com

Erbsen richtig verarbeiten

Erbsen sollte man nicht roh essen ausgenommen junge, zarte Zuckererbsen. Erbsen enthalten gesundheitsschädliche Stoffe, die erst durch das Kochen zerstört werden.

Sie können die Schoten einfach öffnen und die Samen auslösen. Diese müssen dann etwa 10 bis 12 Minuten in etwas Wasser garen. Etwas Zucker im Kochwasser hilft, das leuchtende Grün zu erhalten. Frische Erbsen sind unterschiedlich süß und groß und daher nach dem Kochen auch nicht alle gleich weich, was Abwechslung beim Kauen bietet. Tipp: Bei ganz jungen Schoten platzen beim Kochvorgang die Erbsen aus ihren Hüllen heraus. Sie schwimmen und können leicht abgeschöpft werden. Man spart sich das Auslösen.

Was macht man mit der Schote?

Die Erbsenschote ist süßer als die eigentliche Erbse. Doch sie hat in ihrer Innenseite eine papierdünne Membran, die unangenehm zu kauen ist. Diese Membran zu entfernen ist sehr aufwendig. Am besten fährt man mit einem dünnen, scharfen Messer mit der Messerspitze unter die Erbsenhaut. Angefangen bei der Schotenöffnung beim Stiel arbeitet man sich entlang des Schotenrückens langsam vor. Die geschälten Schoten kann man in Butter anbraten und mit den Erbsen servieren.

Man kann die Schoten (gewaschen) auch entsaften. Ein Kilo Erbsen (in der Schote) sollte etwa 1/8 Liter Saft ergeben. Gießen Sie den Saft durch ein feines Sieb, Schotenrückstände lassen den Saft grasig schmecken. Die ausgelösten Erbsen im Erbsenschotensaft gegart sind eine Delikatesse.

Weiterführende Links

Do it yourself: Erbsen anbauen
Rezept: Omelett mit Erbsen und Spinat
Der Standard, Tobias Müller: Die Schote macht die Erbse gut

Letzte Aktualisierung: 14.06.2017