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Exoten aus Niederösterreich

„So schmeckt Niederösterreich“-Partnerbetriebe passen den Anbau von Kulturpflanzen an die Temperatur- und Klimaveränderungen an. 

Wassermelonen am Feld in NÖ
© Windhaber

Lang anhaltende Hitze und Trockenheit machen der Landwirtschaft arg zu schaffen. Innovative „So schmeckt Niederösterreich“-Partnerbetriebe versuchen nun einen Nutzen aus dem Klimawandel zu ziehen und reagieren auf die sich ändernden Witterungsverhältnisse.

In Niederösterreich wächst inzwischen viel Essbares, das man vor allem als Importware kennt. Mittlerweile kann man sogenannte „Exoten“ wie Kiwis, Artischocken, Melonen aber auch Getreide wie Amaranth und Quinoa auch aus heimischem Anbau beziehen.

Klimawandel und Herausforderungen an die Landwirtschaft

Die erhöhte Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre führt zu einer Erwärmung der Erde und zum Klimawandel. Das verstärkte Auftreten von Wetterextremereignissen wie Hitze, Starkregen oder Sturm zwingt die Bäuerinnen und Bauern vermehrt auf widerstandsfähigere Sorten zu setzen. Gleichzeitig kann ein moderater Temperaturanstieg bei ausreichender Wasserversorgung zu einem höheren Ertragspotenzial führen. 

Das Beste aus dem Klimawandel machen

Kiwis, Artischocken, Melonen, Amaranth und Quinoa – kaum jemand verbindet solche Exoten mit der heimischen Landwirtschaft. Innovative ‚So schmeckt Niederösterreich‘-Partnerbetriebe versuchen auch Chancen im Klimawandel zu sehen. Die in NÖ angebauten Exoten haben nur kurze Transportwege hinter sich und schneiden somit auf der Ökobilanz um Meilen besser ab. 

Kiwis aus Loosdorf

Die Chinesische Stachelbeere stammt ursprünglich aus Ostasien. Heutzutage gedeiht die Weinviertler Mini-Kiwi am Betrieb der Familie Hummel in Loosdorf auf zirka einem Hektar Fläche. Sie unterscheidet sich durch die Kiwi aus Neuseeland einerseits durch ihre Größe – sie wird nur zirka zwei bis fünf Zentimeter groß – und andererseits durch die glatte Schale, die mitverzehrt wird.

Die Mini-Kiwi kann auch längere Trockenperioden gut überstehen, weil sie ein sehr tiefes Wurzelsystem hat und somit auf Wasser aus tieferen Bodenschichten zugreifen kann. Die Weinviertler Kiwi, die mehr Vitamin C als eine Zitrone hat, kann man Ab Hof, in Bauernläden in der Umgebung sowie in Feinkostläden und Märkten in Wien erstehen.

Melonen aus Untersiebenbrunn

Ebenfalls im Weinviertel gedeihen Wassermelonen. Hannes Windhaber macht das Beste aus dem Klimawandel, stellt den Betrieb auf Bio und baut Wassermelonen an. Wassermelonen stammen ursprünglich aus den Steppen Afrikas, wo sie in tropischen Regionen wachsen. Nun hält die Frucht auch Einzug in die heimische Landwirtschaft. Zu kaufen gibt’s die Wassermelonen Ab Hof und in Bauernläden in der Umgebung.

Artischocken aus Raasdorf

Die „Distel der Gourmets“ ist frisch aus heimischem Anbau eine Seltenheit. Die Betriebsgemeinschaft Theuriger hat 2018 rund 30.000 Artischockenpflänzchen auf neun Hektar gesetzt und erfreut sich an der großen Nachfrage, vor allem aus der gehobenen Gastronomie. Erhältlich sind die Artischocken Ab-Hof am Betrieb in Raasdorf bzw. am Yppenmarkt in Wien.

Amaranth und Quinoa aus Österreich

Amaranth und Quinoa waren bereits die Grundnahrungsmittel der Inkas, Azteken und Mayas und wurden wegen ihrer Wunderkräfte verehrt. Amaranth ist eine der ältesten, vom Menschen kultivierte Körnerfruchtart. Inzwischen erfolgt der Anbau auch in Österreich und Deutschland. Verwendung finden die Getreidesorten vor allem im Bereich Back- und Teigwaren sowie für Müslis bzw. Müsliriegel und Getränke.

Weiterführende Links

Partnerbetriebe mit Melonen: Windhabers Melonen (Untersiebenbrunn), bauer genuss erleben (Rust im Tullnerfeld)
Partnerbetriebe mit Weinviertler Kiwis: Biobeerengarten Hummel (Loosdorf), Wein- und Obstgut Altenriederer (Wagram), DonauGarten (Spitz)
Partnerbetrieb mit Artischocken: Betriebsgemeinschaft Theuringer (Raasdorf)
Partnerbetrieb mit Quinoa & Amaranth: 
Leo Posch (Obergrafendorf)

Letzte Aktualisierung: 01.10.2018