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Erdäpfelpyramide

Der Erdapfel - König der Küche

Erdäpfel (Kartoffeln) zählen zu den vielseitigsten Lebensmitteln und haben als wahre Allrounder für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Erdäpfel am Markt
© C. Stiglbauer

Ob Suppe, Salat, Eintopf oder Gratin – sie schmecken nicht nur als Beilage, sondern sind auch köstliche Hauptdarsteller. Wer den Erdapfel nur als Beilage sieht, bringt sich um eine köstliche Vielfalt an Gaumenerlebnissen. Kaum ein anderes Nahrungsmittel präsentiert sich so facettenreich wie die tolle Knolle.

Schluss mit den Vorurteilen

Früher galt das Nachtschattengewächs als „Arme-Leute-Essen“, heute haben Erdäpfel längst die Herzen der Feinschmecker erobert. Ihrem Ruf als Dickmacher werden sie nicht gerecht. Praktisch fettfrei und recht kalorienarm  – 100 g enthalten lediglich 70 kcal bzw. 300 kJoule – sättigt die stärkereiche Knolle sehr gut. Sofern die Zubereitungsart stimmt, sollten sie fast täglich auf dem Speiseplan stehen. Dick machen vielmehr Zubereitungsmethoden wie Frittieren (z.B. Pommes frites, Chips etc.). Mit wenig Fett zubereitet, liefert sie bei gleicher Menge sogar um die Hälfte weniger Kalorien als Nudeln oder Brot.

Geballte Gesundheit

Erdäpfel sind nicht nur am Teller, sondern auch für unsere Gesundheit ein wahrer Schatz. Sie verfügen über einen hohen Kohlenhydratanteil, davon etwa 15 % Stärke und 2 % verdauungsfördernde Ballaststoffe. Zwei bis drei Erdäpfeln decken bereits die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C ab. Zudem liefern die Knollen wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen.

Erdäpfelknödel
© C. Stiglbauer

Speckig oder mehlig

Erdäpfel unterscheiden sich unter anderem in ihren Kocheigenschaften. Festkochende oder auch als speckig bezeichnete Erdäpfel eignen sich vor allem zur Zubereitung von Braterdäpfeln, Salat und Pürees. Suppen und Knödel gelingen mit mehligen Erdäpfeln.

Die Gifte des Nachtschattengewächses

Neben den vielen wertvollen Inhaltsstoffen enthalten Erdäpfel allerdings auch gesundheitsschädliche Stoffe. Als Schutz vor Fraßfeinden enthalten sie die giftige Substanz Solanin, die vor allem in den grünen Pflanzenteilen enthalten ist. Bei älteren Erdäpfelsorten liegt der Solaningehalt höher, neuere Züchtungen haben bereits weniger. Erdäpfel dürfen keinesfalls roh verzehrt werden. In vergrünten Stellen ist der Gehalt höher, weshalb diese ausgeschnitten werden sollten. Durch den Kochvorgang wird diese giftige Substanz unschädlich gemacht.

Rezepte

Erdäpfelkas 
Erdäpfelbrotsuppe
Erdäpfelstrudel
Gefüllte Erdäpfelknödel

Weiterführende Links

Erdäpfel selber anbauen mit der Erdäpfelpyramide
Wissen, wo's herkommt: Geschichte des Erdapfels

Letzte Aktualisierung: 21.12.2015