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Edles aus dem süßen Wasser

Die ÖsterreicherInnen haben ihre Lust auf Fisch entdeckt, Karpfen und Forelle erleben eine Renaissance. Da die steigende Nachfrage mit heimischem Fisch bei weitem nicht abgedeckt werden kann, startete das Ministerium für ein lebenswertes Österreich die Strategie „Aquakultur 2020“.

Speisewelse (Clarias Gariepinus)
© Waldland

In den letzten Jahren hat sich der Verbrauch von Fisch und Fischprodukten auf 8 kg pro Kopf und Jahr erhöht. Die Fischbestände in den Meeren sind stark erschöpft und brauchen Schonung und Maßnahmen zum kontrollierten Wiederaufbau. Weltweit stammt bereits mehr als jeder zweite verzehrte Fisch aus einer Aquakulturanlage (Fischzuchtanlage). Momentan ist Österreich in hohem Maße auf Einfuhren von Meeres- und Süßwasserfischen angewiesen. Der heimische Fischfang deckt nämlich gerade einmal ein Drittel der Nachfrage ab.

Aus diesen Gründen will das Ministerium für ein lebenswertes Österreich mit dem Programm „Aquakultur 2020 – Österreichische Strategie zur Förderung der nationalen Fischproduktion“ einen Impuls geben und die Erzeugung von österreichischem Süßwasserfisch stark erhöhen, nämlich von 34 % Selbstversorgungsgrad auf 60 % bis zum Jahr 2020.

Höchste Qualität aus heimischen Gewässern

In Österreich werden vor allem Karpfen (Naturteiche) und Forellen (Durchflussanlagen) in Aquakulturanlagen produziert. Weitere wichtige Arten sind Saibling, Zander und verschiedene Welse. In den letzten Jahren wurde konsequent eine Qualitätsproduktion auf höchstem Niveau aufgebaut. Diese ist bei den VerbraucherInnen auch angekommen, denn der österreichische Fisch aus regionaler Produktion hat einen ausgezeichneten Ruf.

Restriktiv für die Aquakultur ist in Österreich das Wasserrechtsgesetz, denn in Bezug auf die Qualität der Gewässer wurden sehr hohe Umweltziele gesteckt. Eine spezielle Abwasseremissionsverordnung für Aquakulturanlagen, das Tierschutzgesetz, das Tierseuchengesetz und die Naturschutzgesetze der Länder sichern die Reinhaltung der Gewässer sowie eine gesunde und tiergerechte Produktion.

Probieren geht über studieren

Als Ergänzung zu bestehenden Teich- und sonstigen Fischzuchtanlagen errichtete die Firma Waldland vor Kurzem eine geschlossene Kreislaufanlage im Waldviertel. In Kooperation mit dem Land NÖ, der Fachschule Edelhof, dem Verein Landimpulse und dem Bundesamt für Wasserwirtschaft sollen Grundlagen für die Lehr- und Beratungsarbeit gesammelt werden. Das Know-how kommt aus Deutschland, jedoch ist jede Anlage ein Unikat für sich. Mit der Kreislaufanlage ist es möglich das ganze Jahr hindurch Speisewelse (Clarias Gariepinus) einer bestimmten Größe zu ernten. Als besonderes Highlight werden die Fische mit Werken von Johann Sebastian Bach bespielt.

Rezepttipp

Wels in Leinsamenkruste
Wels auf Erdäpfeldach
 

Letzte Aktualisierung: 20.06.2016