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Erdäpfelpyramide

Der richtige Boden für den Erdäpfelanbau

Der Erdäpfelanbau hat in manchen Gebieten Niederösterreichs besonders lange Tradition. Das hängt vor allem mit den Bodenqualitäten zusammen. Im Jahr des Bodens wollen wir dies näher beleuchten.

Erdäpfelernte
© Diana Taliun - Fotolia

Erdäpfel stellen grundsätzlich an den Boden keine besonders hohen Ansprüche. Einzig Staunässe kann zu Fäulnis führen und ist dem Wachstum der Erdäpfel nicht zuträglich. Aus diesem Grund werden insbesondere in Gegenden mit seichtgründigen Böden die Erdoberfläche angehäufelt bevor Erdäpfel gesetzt werden.
   

Humus – Nahrung für den Erdapfel

Wichtig ist – so wie für jede Pflanze – die Verfügbarkeit von Humus. Als Stärkelieferant sind Erdäpfel selbst von entsprechender Nährstoffversorgung abhängig. In der Fruchtfolge gelten sie als Starkzehrer, das heißt sie entziehen beim Wachstum dem Boden mehr Nährstoffe als andere Pflanzen wie z.B. Spinat. Das spielt vor allem in Nutzgärten eine große Rolle, da durch die richtige saisonale Abfolge von Gemüsekulturen ein besserer Ernteertrag erzielt werden kann.

Die Durchmischung der Erde mit etwas reifem Kompost bietet das ideale Substrat für das Wachstum. Erdäpfel mögen insbesondere sandige Böden, weshalb der Boden nicht zu schwer sein sollte.

Für jede Bodenqualität eignet sich eine andere Sorte von Gemüse oder Erdapfel. Langfristig ist beim Anbau von verschiedenen Kulturen immer der Aufbau eines humosen, lebendigen Boden anzustreben, der eine stabile Krümelstruktur aufweist und so dem Verschlämmen und der Staunässe vorbeugt.

Bodenqualitäten selber testen

Eine Möglichkeit dies festzustellen ist die „Rollprobe“. Das Ausrollen einer walnussgroßen Probe auf Bleistiftdicke sollte nicht wiederholt möglich sein. Ansonsten hat der Boden einen recht hohen Ton-Anteil. Der Boden sollte im leicht feuchten Zustand („Kulturfeuchte“) getestet werden– sandiger Boden haftet nicht in den Fingerrillen.

Typische Erdäpfelregionen in Niederösterreich

In Niederösterreich werden Erdäpfel sowohl im Weinviertel als auch im Waldviertel in größerem Umfang angebaut. Der leichte, sandig-lehmige Boden im Weinviertel im Raum Hollabrunn bietet wortwörtlich den besten Grund für den hochwertigen Geschmack der Erdäpfel. Das pannonische Klima mit seinem relativ trockenen, heißen Sommern begünstigt die erstklassige Qualität. Durch die seichtgründigeren Böden des Waldviertels und die spezifischen Klimaverhältnisse - starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht – sind die Erdäpfel dieser Region für ihren besonderen Geschmack bekannt. Je nach Sorte (Ausnahme sind die Raritäten) weist der Waldviertler Erdapfel eine intensive gelbe Fleischfarbe auf. Durch die feste Konsistenz und den geringeren Stärkegehalt zerkocht er sich nicht so rasch. Die Schale ist fest und rauh und ausschlaggebend für den Geschmack, wobei jede Sorte einen sortentypischen Eigengeschmack aufweist.

Pickerl Jahr des Bodens
© eNu

Jahr des Bodens

2015 wurde von den Vereinten Nationen das Internationale Jahr des Bodens ausgerufen. Die eNu-Initiative Naturland begleitet daher 2015 intensiv mit Informationen rund um den Boden und einem Gewinnspiel. Unter unter www.naturland-noe.at/jahr-des-bodens-2015 können Sie monatlich Ihr Boden-Wissen in einem Quiz testen und an der Verlosung toller Gewinnspielpreise teilnehmen, wie z.B. Sachbücher und Museumseintritte.
 

Weiterführende Links

Humus
Bodenaufbau

Letzte Aktualisierung: 12.02.2015