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Saison-Themen

...schütteln wir die Birn'

Birnen gehören zur Familie der Rosengewächse. Man unterscheidet zwischen Sommer-, Herbst- und Winterbirnen sowie Tafel-, Most- und Kochbirnen. Eine Vertiefung in heimische Sorten.

Birnen auf Jutesack dekoriert
© alexthq13 - fotolia.com

Birnen werden seit vielen hundert Jahren bei uns kultiviert. Wahrscheinlich kam die Birne im 2. Jahrtausend v. Chr. aus Kleinasien nach Griechenland und Italien, von wo sie die Römer weiter in den Norden brachten. Seit dem Mittelalter werden Birnen als Heilmittel angewandt. Für den landwirtschaftlichen Erwerb werden Birnen erst seit dem 18. Jahrhundert genützt.

Birnensorten

Abbé Fétel (Abate Fetel): Weißes, saftiges und sehr süßes Fruchtfleisch mit angenehm mildem, fruchtigem Aroma. Ernte ab September.

Alexander Lucas: weiß, grobkörnig und bröckelig; saftiges Fruchtfleisch; Geschmack süß-säuerlich und nicht besonders aromatisch. Wird gerne für Kompotte verwendet. Ernte ab November.

Gelbmöstler: fest, würzig, mit viel Säure und herb, Ende September Most und Schnaps.

Mollebusch: sehr harte Schale, Geschmack ist angenehm süß mit gutem Aroma. Früchte sind ab Ende September erntereif und etwa vier Wochen haltbar.

Gräfin von Paris: Gelblichweißes saftiges Fruchtfleisch, vorherrschend süßer kaum säuerlich Geschmack. Ernte ab Oktober, 3-4 Wochen später genussreif.

Grüne Pichelbirne: hoher Zucker,- Säure- und Gerbstoffgehalt, ergibt guten sortenreinen Most, eher resch im Geschmack, Oktober.

Gute Luise: feinzellig, saftig, süß, zergeht auf der Zunge; kräftiger und aromatischer Birnengeschmack. Eignen sich sehr gut zum Dörren. Ernte ab September.

Kaiser Alexander (Boscs Flaschenbirne): Feinkörniges, weißlich-gelbes Fruchtfleisch mit saftig und süßem, angenehm edelwürzigen und milden Geschmack. Ernte ab Oktober.

Speckbirne: beliebte Mostbirne, viel Zucker, wenig Säure und Gerbstoff wenn voll ausgereift, Oktober.

Williams Bon Chrétien (Bartlett, Williams Christ): Gelblich-weißlich, sehr saftiges und weiches Fruchtfleisch mit fein süßlichem typischen Williamsgeschmack. Ernte im August.

Inhaltsstoffe

Birnen enthalten deutlich weniger Vitamin C als Äpfel, jedoch mehr Zink, dieses ist wiederum gut für unser Zellwachstum und wichtig für das Immunsystem. Viele Stoffwechselfunktionen sind von Zink abhängig. Die B-Vitamine brauchen wir für Aufbau und Erhalt unserer Nerven, Haut und auch Blut. Viele Stoffwechselfunktionen sind von ihnen abhängig.

Eine bioaktive Substanz in Kernobst sind die Polyphenole - insbesondere deren Untergruppe die Flavonoide - die ebenfalls Radikalfänger sind und das Immunsystem stärken. Flavonoide wirken entzündungshemmend und antimikrobiell gegen Bakterien und Viren. Wie die Vitamine liegen sie vor allem in den Randschichten der Pflanzen – ein weiterer Grund, Birnen und Äpfel ungeschält zu verzehren.

Reife Birnen sind bekömmlich und gut für die Darmperistaltik. Durch einen hohen Gehalt an Kalium wirken sie entwässernd und können die Nierenfunktion stärken.

Tipps für Ernte und Lagerung

  • Reife Birnen verderben relativ schnell. Am besten wird Kernobst an sonnigen Tagen, nachdem der Tau getrocknet ist, geerntet.
  • Nur Pflückobst einlagern – Fallobst hat meist Druckstellen oder Verletzungen, dort beginnt die Frucht früher zu faulen. Fallobst also lieber sofort verwerten.
  • Vor dem Einlagern im Keller, sollten Raum und Stellagen gründlich gereinigt werden. Seifenlauge oder warmes Essigwasser sind dafür ideal.
  • Wenn möglich, sollte das Lager nach Sorten und Reifezeit getrennt angelegt werden. Frühsorten produzieren das Reifegas Ethylen und beschleunigen dadurch auch die Alterung von Winteräpfeln.
  • Obst und Gemüse nicht gemeinsam lagern. Ethylen lässt auch Gemüse vorzeitig altern.
  • Im Lagerraum sollte ein Luftaustausch stattfinden können. Frische Luft verhindert Schimmelbildung und Fäulnis.
  • Einmal pro Woche sollte das Lagergut kontrolliert werden. Eventuell gefundene faulige/schimmlige Früchte gleich weg schmeißen bzw. die gefaulten Stellen großzügig ausschneiden und verarbeiten.
  • Lassen Sie den Mistkübel mit fauligen Früchten nicht im Lagerraum stehen
  • Birnen reifen schnell nach und sind daher im Keller gut aufgehoben. 

Letzte Aktualisierung: 27.09.2016