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GenussbotschafterInnen

Adi Matzek

Der doppelte Grillweltmeister weiß was zu tun ist, wenn es um die heiße Wurst geht - die gemeinsamen Vorbereitungen beim Kochen und Grillen gehören bei ihm zum Genuss dazu.

Adi Matzek schaut beim Grillen über die Schulter
© Liesl Bieber

Name: Adi Matzek
Sternzeichen: Schütze
Familie: verheiratet, Vater von 3 Kindern
Wohnort: Horn im Waldviertel
Beruf: Fleischermeister, Gründer der 1. Grill- und Barbecue-Schule Österreichs, Autor
Berufung: leidenschaftlicher Griller, Doppelgrillweltmeister
Hobbys: Grillen, Musik hören, Cabrio fahren, Sport
Lieblingsessen: Steak mit Spiegelei, Nudeln mit gebackenen Schweinsmedaillons

Genuss-Tipp von Adi Matzek: Wenn man Obst grillt ist das ähnlich wie bei Gemüse: der Griller sollte nicht zu heiß und das Obst nicht allzu lange am Griller sein, damit es knackig bleibt und seine Form bzw. Struktur und den Charakter behält. Im Idealfall sollte man das Obst mit der Gabel – und nicht mit dem Löffel – essen können.

Persönliches "Obst"-Rezept von Adi Matzek: Gefüllter Apfel mit Topfensoufflé

Adi Matzek hält Rede zum Grillen
© Liesl Bieber

Was bedeutet für Sie Genuss?
Genuss allgemein bedeutet für mich zum Beispiel, wenn ich mit meinem Cabrio fahre, dabei Musik höre und die Landluft genieße, wenn mir der Fahrtwind ins Gesicht bläst und ich das gemeinsam – mit meiner Frau Irene erleben kann. Genuss im Allgemeinen bedeutet für mich die Natur mit allen Sinnen zu spüren. Dann gibt es noch den Genuss auf das Essen bezogen. In diesem Sinne ist Genuss für mich Zeit zu haben, um Speisen miteinander zuzubereiten. Dabei wird die Arbeit aufgeteilt – jeder hilft mit. Beim Grillen passiert diese Arbeitsaufteilung ganz von selbst und das ist für mich das Schöne daran.

Wie sind Ihre Essgewohnheiten?
Ich stehe gegen 5 Uhr Früh auf. Unmittelbar nach dem Aufstehen esse ich eigentlich gar nichts. Nachdem ich dann bereits zwei bis drei Stunden gearbeitet habe, kommt der erste Hunger und genau dann nehme ich mir Zeit zum Essen. Da gönne ich mir ein deftiges Frühstück mit Schinken, Ei, Leberkäse oder Frankfurter. Dazu trinke ich in den meisten Fällen Tee. Auf jeden Fall lese ich die Tageszeitung dabei und nehme mir eine halbe Stunde Auszeit von der Arbeit. Zu Mittag – also zwischen 12 und 13 Uhr wird gemeinsam mit den Angestellten und der Familie Mittag gegessen. Das Mittagessen wird in der Betriebsküche zubereitet. Es gibt fast immer eine warme Mahlzeit, wobei wir am Freitag fleischlos essen.Die nächste Mahlzeit gibt es dann erst später am Abend - so um 20 Uhr setze ich mich dann noch einmal gemütlich hin – ganz ohne Stress – und lasse mir meine kleine kalte Jause gut schmecken.

Kochen Sie selbst oder lassen Sie sich bekochen?
Wenn ich nicht gerade selbst grille, lasse ich mich bekochen. Wochentags lasse ich mir das Essen von unserer Köchin Susi, die in der Betriebsküche für alle kocht, schmecken. Am Wochenende übernimmt meine Frau Irene diesen Part.

Mit welchen Produkten bzw. Zutaten kochen Sie am liebsten?
Am liebsten koche ich mit Produkten aus der näheren Umgebung. Sehr gerne esse ich Fleisch - ich sehe in ihm unseren wertvollsten Energielieferant.
Auch Nudeln lasse ich mir schmecken. Gemüse esse ich gern eher knackig auf den Punkt gemacht. Für mich ist hier nicht die Menge entscheidend, sondern die Qualität und der Genussfaktor, der alleine durch die eigene Zubereitung gesteigert wird.

Worauf legen Sie Wert beim Einkaufen?
Dazu muss ich sagen, dass ich selbst nicht viel einkaufen gehe. Aber mir ist wichtig, dass man beim Einkaufen niederösterreichischen Produkten den Vorzug gibt. Gewerblich oder bäuerlich hergestellte Produkte, die durch die natürliche Herstellung eine bekömmliche Ernährung mit hohem Genussfaktor garantieren, kaufe ich gerne. Außerdem kaufen wir die Produkte, wann sie verfügbar sind – also wann sie gerade Saison haben.

Welche Lebensmittel haben Sie immer zu Hause?
Also unser Kühlschrank ist fast immer gähnend leer. Das liegt daran, dass wir uns im Geschäft nebenan bedienen. Generell kann man sagen, dass wir alle Grundnahrungsmittel immer zu Hause haben: Fleisch, Wurst, Milch, Butter, Brot und Gemüse.

Wenn Sie ein Lebensmittel wären, welches wären Sie?
Also wenn ich ein Lebensmittel wäre, dann wäre ich vermutlich ein Steak. Bei einem Steak handelt es sich um dunkles, sehr bekömmliches Fleisch, das gleichzeitig ein hochwertiger Energielieferant ist. Außerdem muss man es gefühlvoll behandeln.

Niederösterreich ist ja ein wahres Land für Genießer. Welchen Bezug haben Sie zu Niederösterreich und der niederösterreichischen Kulinarik?
Zur niederösterreichischen Kulinarik habe ich einen starken Bezug. Als Fleischer habe ich einen direkten Draht zu den Kunden. Wir kaufen das Fleisch, veredeln es behutsam zu bekömmlichen Nahrungsmitteln ohne industriellen Einsatz und verkaufen es an die Gastronomie und den Endkonsumenten weiter. Es freut einen natürlich, wenn man gutes Feedback bekommt und man hört, dass die Produkte schmecken. Man kann gemeinsam positives bewegen, und so Wertschöpfung in der Region halten wenn man landwirtschaftliche Produkte in der Region beim Fleischermeister, am Marktplatz, oder beim Wirten um`s Eck genießt und einkauft.

Was verbinden Sie persönlich mit „So schmeckt Niederösterreich“?
Mit „So schmeckt Niederösterreich“ verbinde ich persönlich vor allem Menschen. Menschen, die das gleiche Ziel verfolgen: den Konsumenten mit hochwertigen Nahrungsmittel zu versorgen, die nicht viele Kilometer am Buckel haben. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man die Menschen von der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ nicht überzeugen muss – sondern regelrecht begeistern kann. Und das ist in diesem Fall mit der Unterstützung gar nicht schwierig.